Zugluft im Wohnzimmer, die Heizkosten steigen und draußen ist es wieder grau: Kennst Du das? Ich habe das alte Haus meiner Oma getestet – und Zeitungspapier zwischen Fensterrahmen hat wirklich etwas gebracht. Lies weiter, weil der Winter teuer wird und du sofort handeln kannst.
Warum Großmutters Trick noch immer zieht
Zeitungspapier ist nicht magisch, aber es hat zwei praktische Eigenschaften: Es nimmt Luftspalte und komprimierbare Luftschichten ein. Das reduziert kalte Lufteinträge – zumindest vorübergehend.
Ich habe dabei zwei Dinge gemerkt: Erstens funktioniert es am besten bei kleinen Rissen, zweitens verliert es schnell an Wirkung, wenn es feucht oder zu stark pressen wird.
- Kurzfristig günstig: Zeitung kostet nichts (oder wenige Cent) und ist sofort verfügbar.
- Es füllt unregelmäßige Spalten besser als starre Dichtungen.
- Ideal als Notlösung, z. B. beim Übergang, bis du neue Dichtungen bei Bauhaus oder OBI gekauft hast.
Aber Vorsicht: Wann du die Finger davon lassen solltest
Nicht alles, was Oma gemacht hat, ist heute noch smart. Ich habe Schimmel und Brandrisiken geprüft – beides echte Probleme.
- Gefahr: Schimmel und Feuchtigkeit. Zeitung saugt Kondenswasser, und in schlecht gelüfteten Altbauten kann das Schimmel fördern.
- Brandgefahr: Papier ist brennbar. Nicht in der Nähe offener Flammen oder defekter Heizkörper verwenden.
- Langfristig keine Lösung: Fenstersanierung oder neue Dichtungen sind nachhaltiger und oft wirtschaftlicher.

So machst du es richtig (Schritt für Schritt)
Ich habe das bei einem echten Altbaufenster ausprobiert — so geht’s sauber und vergleichsweise sicher:
- Fenster öffnen und Rahmen auf Schmutz/Feuchtigkeit prüfen. Trocknen, falls sichtbar.
- Zeitungsseiten locker zusammenknüllen (keine festen Pakete). Ziel: Lufttaschen erhalten.
- Die Papierbällchen vorsichtig in den Spalt drücken – nicht zu stramm, damit Luft zirkulieren kann.
- Optional: Über die Zeitung eine Schicht Klebeband (Malerkrepp oder Paketband) legen, damit Papier nicht rausfällt.
- Kontrolliere nach ein paar Tagen: Wenn das Papier feucht wird, entferne es sofort und lüfte gründlich.
Werkzeuge und Ersatzmaterialien aus dem Baumarkt
Wenn Du etwas haltbareres willst, schau bei Bauhaus, OBI oder Hornbach vorbei. Günstige Alternativen:
- Schaumstoff-Dichtungsband (3–15 €)
- Fensterdichtungen aus Gummi (10–40 € je nach Fenster)
- Isolierfolie zum Aufkleben (5–20 €, saisonal auch bei Lidl/ALDI)
In meiner Region (Norddeutschland) sind die Preise ähnlich – in Süddeutschland kann eine Profisanierung teurer werden. Heizenergie ist in Euro spürbar: Schon kleine Einsparungen lohnen sich.
Wann sich Zeitung wirklich lohnt — und wann nicht
Verwende Zeitung als:
- Notlösung bei plötzlichen kalten Tagen.
- Übergang, bis du neue Dichtungen montierst.
- Bei Ferienwohnungen oder Leerstand, wo kurzfristig Beulen geschlossen werden müssen.
Vermeide es bei:
- feuchten, schlecht belüfteten Räumen (Keller, Bäder)
- in der Nähe von offener Flamme oder heißen Heizkörpern
- bei langfristigem Einsatz statt echter Fenstersanierung

Praktischer Life-Hack: Zeitung + Silica-Gel gegen Kondensation
Wenn du die Zeitung trotzdem nutzt, kombiniere sie mit einem kleinen Feuchtigkeitsfänger:
- Lege ein paar Silica-Gel-Beutel (aus Schuhkartons oder neu aus dem Baumarkt) neben das Fenster.
- Die Beutel reduzieren Kondensation, das Papier bleibt trockener und Schimmelrisiko sinkt.
- Günstig & praktisch: Silica-Beutel kosten oft unter 5 € für mehrere Stück.
Alternativen, die wirklich sparen
Wenn Du nachhaltig Heizkosten senken willst, sind diese Maßnahmen effektiver:
- Neue Gummidichtungen einziehen (sieht man oft bei Fenstern in deutschen Mietwohnungen).
- Fenster mit Isolierfolie abdichten (schnell, ~10–20 €).
- Rollläden und Vorhänge nachts nutzen — das ist wie ein zusätzlicher Pulli fürs Fenster.
Ich habe bei einem Test mit Isolierfolie und Dichtungsband deutlich bessere Ergebnisse gesehen als nur mit Papier.
Fazit
Ja, Zeitungspapier zwischen Fensterrahmen funktioniert — aber nur als kurzfristige Notlösung. Für nachhaltige Einsparungen investiere in Dichtungsband oder eine fachgerechte Fenstersanierung. Und denk an Lüften: Sonst fängst du dir Schimmel ein.
Hast du das schon mal ausprobiert oder hast einen anderen altmodischen Trick gegen Zugluft? Schreib es unten — die besten Tipps testen wir als Nächstes.
