Zeitungspapier statt Microfasertuch: Der alte Hack, den Fensterputzer schwören

Zeitungspapier statt Microfasertuch: Der alte Hack, den Fensterputzer schwören
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Glänzende Fenster ohne Streifen — klingt wie ein Traum nach einem regnerischen Tag in Hamburg oder einem staubigen Winter in München. Wenn du genug von Fusseln, teuren Tüchern und Pfützen auf dem Fensterbankrand hast, lies weiter: Das einfache Zeitungspapier ist ein echter Geheimtipp.

Ich habe es ausprobiert — mehrmals, bei Regen, Sonne und nach Winterstreu — und war überrascht, wie oft das Ergebnis besser war als mit meinem teuren Microfasertuch. Warum du das jetzt testen solltest? Weil es günstig, oft verfügbar und überraschend nachhaltig ist.

Warum das Microfasertuch manchmal versagt

Microfaser klingt technisch und sauber — und das ist oft auch so. Trotzdem begegnet mir in der Praxis Folgendes regelmäßig:

  • Microfaser nimmt öligen Schmutz auf, hinterlässt aber feine Schlieren bei bestimmten Reinigern.
  • Beim Waschen setzen sich Rückstände (Weichspüler, Kalk) in der Faser fest — das macht sie weniger effektiv.
  • Fasern können auf rauen Fensterrahmen aus PVC Fusseln ziehen, die du erst mit der Pinzette entfernen musst.

Das ist kein Angriff auf Microfaser — ich benutze sie auch. Viele übersehen jedoch, dass simple Mittel manchmal besser funktionieren.

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Warum Zeitungspapier wirklich funktioniert

Das Papier hat eine raue, leicht ölabsorbierende Oberfläche. Wenn du es richtig anwendest, poliert es Glas ähnlich wie ein weicher Schleifstein: es nimmt Schmutz auf und verteilt Reinigungsmittel sehr dünn.

Ein Bild: Es funktioniert wie ein Kaffeefilter, aber statt Bohnen filtert es Licht — am Ende kommt mehr Klarheit heraus.

Vorteile auf einen Blick

  • Günstig oder sogar kostenlos (z. B. Gratis-Anzeigenblätter, Wochenblätter in deutschen Städten).
  • Kein Mikroplastik-Abrieb ins Abwasser wie bei manchen Tüchern.
  • Sehr saugfähig — ideal bei stärkeren Verschmutzungen nach Winterstreu oder Grillen im Sommer.

Praktischer Hack: Fenster putzen mit Zeitungspapier — Schritt für Schritt

  • 1. Entferne groben Schmutz mit einem weichen Besen oder einer Gummilippe.
  • 2. Mische lauwarmes Wasser mit einem Schuss weißen Essig oder einem milden Glasreiniger (ca. 1:10). In Deutschland bekommst du günstigen Essig im Discounter (Aldi, Lidl) — das reicht.
  • 3. Benetze ein altes Tuch leicht mit der Lösung und wische das Fenster vor (nicht zu nass).
  • 4. Zerknülle eine Zeitungseite locker zu einer Polierkugel. Arbeite in kreisenden Bewegungen, um Schmutz zu lösen.
  • 5. Zum Finish legst du die Zeitung glatt und ziehst sie zickzack über das Glas — das poliert und entfernt letzte Schlieren.
  • 6. Wechsel die Seite, wenn sie zu nass oder schmutzig wird. Für hohe Fenster eine zweite Person oder ein Teleskopstiel verwenden.

Übrigens: Für Rahmen aus weißem Kunststoff teste vorher an einer unauffälligen Stelle — frische Druckfarbe kann abfärben. In meinen Tests war das selten ein Problem, wenn du die Zeitung nicht zu stark reibst.

Tipps, die den Unterschied machen

  • Nutze ältere Ausgaben — frische Druckfarbe kann etwas abgeben.
  • Bei großen Glasflächen zuerst mit einem Abzieher vorarbeiten, dann mit Zeitung polieren.
  • Für Rahmen und Dichtungen lieber ein weiches Tuch verwenden, um Druckstellen zu vermeiden.
  • Keine Scheu vor kostenlosen Exemplaren: Das kostenlose Wochenblatt in vielen deutschen Haushalten ist perfekt.
  • Vermeide Weichspüler beim Waschen deiner Microfaser-Tücher — das macht sie weniger effektiv.

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Aber es gibt eine Nuance

Wenn du extrem empfindliche Verglasungen oder spezielle Beschichtungen (z. B. Sonnenschutz, Anti-Reflex) hast, dann lieber Herstellerangaben beachten. Bei den meisten Standardfenstern in deutschen Altbauwohnungen oder Neubauten funktioniert der Zeitungs-Trick jedoch sehr gut.

Ein schneller Kostenvergleich

Ein Zeitungspapier kostet effektiv fast nichts, das Microfasertuch im Drogeriemarkt (dm, Rossmann) 3–10 € pro Stück. Wenn du regelmäßig Fenster putzt, ist das eine spürbare Ersparnis — und weniger Plastik im Schrank.

Ich habe nach einem Jahr Halbjahres-Putzes mit Zeitung und Microfaser die Bilanz gezogen: Die Fenster sahen beim Besuchercheck häufiger mit Zeitung klarer aus. Überraschend, aber wahr.

Zum Schluss: Probiere es aus, bevor du dein teures Set endgültig wegräumst. Es ist schnell, günstig und in vielen Fällen effektiver.

Welche Methode nutzt du? Hast du den Zeitungstrick schon mal ausprobiert — oder schwörst du aufs Microfasertuch? Schreib’s unten in die Kommentare!