Streifen auf dem Fenster, trotz teurer Küchenrolle? Du bist nicht allein. Ich habe bemerkt, dass fast jede Putzaktion mit Küchenpapier endet — und mit Frust.
Warum das jetzt wichtig ist: Fenster putzen steht bei uns in Deutschland öfter an (Regen, Pollen, Herbstschmutz) — und du kannst Zeit, Geld und Müll sparen, wenn du eine einfache Alternative kennst.
In meiner Praxis habe ich das oft ausprobiert: Zeitung statt Küchenrolle. Die Ergebnisse überraschen — lies weiter, ich zeige dir den Profi-Trick.
Warum Küchenrolle oft enttäuscht
Du kaufst Küchenrolle, erwartest streifenfreie Fenster — und bekommst Fussel und Schmierstreifen. Hier die typischen Fallen:
- Küchenrolle fusselt: Sie hinterlässt kleine Fasern auf dem Glas.
- Saugt, aber verteilt oft Schmutz, statt ihn aufzunehmen.
- Teuer und produziert viel Müll — in Deutschland zahlt man pro Packung meist 2–4 €.

Warum Zeitung tatsächlich besser funktioniert
Viele übersehen physikalische Gründe: Zeitungspapier hat eine andere Struktur als Küchenrolle. Es ist dichter, lässt kaum Fusseln und poliert das Glas.
Zeitung nimmt Feuchtigkeit auf und poliert gleichzeitig — das ist der Trick.
- Die raue Oberfläche entfernt kleine Partikel wie ein feines Tuch.
- Ink-Auftrag hilft, das Licht zu streuen, sodass Schlieren weniger sichtbar sind (keine Angst: moderne Druckfarben verschmieren kaum).
- Du nutzt Altpapier, reduzierst Müll und sparst Geld — praktisch in jeder deutschen Stadt beim Kiosk oder aus dem Altpapier.
Ein Bild: Wie Zeitung wirkt
Stell dir vor, du reibst das Glas mit einem sehr dünnen Schleifpad — nicht aggressiv, sondern präzise. Zeitung macht das fast ohne Kratzer, dafür mit feiner Reibung.
Die Profi-Technik: So mache ich das (Schritt für Schritt)
Ich war skeptisch, aber mit dieser Routine klappt es immer. Probier es genau so:
- Reiniger anmischen: 1 Teil weißen Essig + 4 Teile Wasser + einen Spritzer Spülmittel. In Deutschland gibt es günstigen Essigreiniger im Supermarkt (Aldi, Rewe, dm).
- Groben Dreck zuerst entfernen: Mit einem feuchten Mikrofasertuch oder Schwamm loswischen.
- Fenster nass sprühen: Ein Sprühfläschchen reicht. Nicht tropfnass, sondern feucht.
- Mit Zeitung arbeiten: Ein Blatt falten, leicht knüllen und in kreisenden Bewegungen putzen.
- Endphase: Mit einem trockenen Zeitungstuch Kanten und Rahmen abziehen — so vermeidest du Tropfenränder.
Tipp: Eine einfache Nylon- oder Gummilippe (Gummischieber) aus dem Baumarkt (Bauhaus, Hornbach) kombiniert mit Zeitung ergibt Profi-Resultate.
Konkrete Materialliste (Deutschland-tauglich)
- Alte Zeitung aus dem Altpapier oder Bahnhofskiosk
- Sprühflasche (500 ml)
- Essig (weißer Tafelessig) oder günstiger Glasreiniger
- Ein Gummischieber aus dem Baumarkt
- Ein Paar Haushaltshandschuhe, falls du Tintenspuren vermeiden willst

Fehler, die ich gemacht habe — und wie du sie vermeidest
- Ich benutzte zu dicke Essiglösung — Ergebnis: Streifen. Lösung: richtige Verdünnung (siehe oben).
- Frisches Zeitungspapier direkt aufs feuchte Glas gelegt — manchmal gab es Tintenspuren. Lösung: Zeitung vorher leicht trocknen oder Handschuhe anziehen.
- Auf sehr alten, lackierten Fensterrahmen zu kräftig gerieben — Vorsicht bei Holz und Anstrich.
Wann Zeitung nicht die beste Wahl ist
Es gibt Grenzen: Für empfindliche beschichtete Gläser (z. B. spezielle Isolierglas-Beschichtungen) empfehle ich Mikrofasertücher und herstellerspezifische Reiniger.
Bei extrem hartnäckigem Schmutz (Baustaub, Farbspritzer) hilft vorher ein sanfter Schaber — Zeitung ist kein Werkzeug für grobe Arbeiten.
Warum ich das jedem Rate, der in Deutschland putzt
In meiner Praxis spare ich Zeit und Geld — und fühle mich ein kleines bisschen cleverer, wenn draußen Regen kommt und die Fenster trotzdem klar sind. Du brauchst keinen teuren Micro-Hype-Produkte, oft reicht das, was schon zuhause liegt.
Probier es beim nächsten Frühjahrsputz oder wenn du die Balkonfenster nach dem Herbststurm reinigst. Und jetzt die Frage an dich: Hast du Zeitung schon ausprobiert — oder hast du einen noch abgefahreneren Trick? Teile ihn unten.
