Zeitungspapier im Schrank: So sparen Sie sich teure Luftentfeuchter

Zeitungspapier im Schrank: So sparen Sie sich teure Luftentfeuchter
Spread the love

Schrankgeruch, feuchte Jacken oder sogar schwarze Stockflecken auf Omas Lieblingsmantel — das passiert schneller, als du denkst. Gerade im deutschen Winter mit kurzen, feuchten Tagen steigt die Schimmelgefahr in Kleiderschränken massiv.

Ich habe getestet, wie weit sich einfache Haushaltstricks gegen die Feuchtigkeit wehren können — und warum Zeitungspapier oft erstaunlich viel bringt. Lies weiter, wenn du jetzt handeln willst und kein Geld für teure Geräte ausgeben möchtest.

Warum Zeitungspapier tatsächlich hilft

Viele übersehen, dass Zeitungspapier Feuchtigkeit schluckt wie ein kleiner Schwamm. Es nimmt kondensierte Luftfeuchte auf, schafft ein trockenes Mikroklima und reduziert Gerüche.

Wichtig: Zeitung ist kein Ersatz für elektrische Luftentfeuchter bei starkem Wasserschaden, aber bei moderater Feuchtigkeit im Schrank funktioniert es sehr gut.

Was passiert physikalisch?

Die Papierfasern saugen Wasser an und verteilen es über die Fläche — ähnlich wie ein saugfähiges Tuch. Das hilft, Kondenswasser von Kleidung und Wänden wegzuziehen.

Zeitungspapier im Schrank: So sparen Sie sich teure Luftentfeuchter - image 1

So machst du’s richtig — Schritt für Schritt

  • Bereite trockene, unbenutzte Zeitungseiten vor (keine beschichteten Prospekte).
  • Zerknülle einzelne Seiten locker — so entsteht Oberfläche für Feuchtigkeitsaufnahme.
  • Lege die Bündel in Schubladen, Schuhfächer oder zwischen Pullover; in Regalfächern am besten in einer Kiste.
  • Wechsel die Papierbündel alle 7–14 Tage, je nach Feuchtigkeitsgrad.

Mein Praxistest: In einer Woche sank die spürbare Feuchte im Kommodenfach — muffiger Geruch war deutlich reduziert.

Konkrete Varianten, die ich nutze

  • Zeitung in Socken: Zeitung ins Ende eines alten Socken stecken, zubinden und in Schuhen platzieren.
  • Flache Lagen unter Pullover: Dünne Zeitungslagen zwischen gefalteter Wäsche verteilen.
  • Offene Box mit Zeitung: Kiste mit Löchern, Zeitung drin — funktioniert gut für Regalfächer.

Liste der besten Kombi-Tricks (wenn Papier allein nicht reicht)

  • Fenster kurz und kräftig lüften (Stoßlüften) — auch im Winter 3–5 Minuten reicht oft.
  • Wäsche nie feucht einräumen; vermeide Trockner in kleinen Räumen.
  • Salz oder Aktivkohle ergänzend: grobes Steinsalz oder Holzkohle in einem offenen Behälter zieht Feuchte.
  • Feuchtigkeitsmesser (Hygrometer) für ~10–20 € aus Baumarkt oder online — du brauchst eine Basislinie.

Wann Zeitung nicht ausreicht — Warnsignale

Wenn Wände sichtbaren Schimmel haben, Kleidung dauerhaft feucht bleibt oder der Geruch trotz Maßnahmen stark bleibt, ist Papier zu schwach. Dann brauchst du professionelle Trocknung oder einen elektrischen Luftentfeuchter.

In Kellerräumen oder sehr schlecht gedämmten Altbauwohnungen tritt dieses Problem häufiger auf — da hilft Papier nur als Zwischenlösung.

Zeitungspapier im Schrank: So sparen Sie sich teure Luftentfeuchter - image 2

Praktische Extras aus meiner Erfahrung

  • Ein kleines Thermometer im Schrank zeigt dir Temperaturunterschiede — kalte Luft hält mehr Feuchte.
  • Mehr Abstand zwischen Kleidungsstücken: Luft kann besser zirkulieren, Feuchte verteilt sich nicht so leicht.
  • Wer in einer WG oder Mietwohnung in Deutschland lebt: Nutze kostenlose Anzeigenblätter oder die Tageszeitung aus dem Briefkasten — günstiger als dauerkäufliche Auffüll-Säcke.

Non-obvious Hack

Wenn du Glasbehälter mit Lochdeckel hast: Fülle grobes Steinsalz rein, deckel mit Löchern drauf, stell es ins Schrankfach. Salz bindet Feuchtigkeit zuverlässig und ist in jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt erhältlich. Funktioniert gut kombiniert mit Zeitung.

Wo du in Deutschland günstig Material findest

  • Kostenlose Wochenblätter/Anzeigenblätter aus dem Briefkasten.
  • Altpapier-Container oder Recyclinghöfe für größere Mengen (freundlich fragen).
  • Drogerien und Baumärkte führen Hygrometer und kleine Entfeuchterbehälter, falls du ergänzen willst.

Meine letzte, wichtigste Regel

Kontrolle ist alles: Einmal pro Woche checken. Wenn das Papier klatschnass ist, hast du ein größeres Feuchteproblem — dann zügig handeln.

Zum Schluss: Zeitungspapier ist kein Allheilmittel, aber ein günstiger, nachhaltiger Trick, den viele unterschätzen. Ich war überrascht, wie oft er im Alltag reicht — besonders in deutschen Wohnungen ohne ausgefeilte Be- und Entlüftung.

Hast du einen eigenen Trick gegen muffige Schränke oder schon mal Zeitung ausprobiert? Schreib es in die Kommentare — ich bin neugierig auf eure Lösungen.