Ein frischer Kratzer im Laminat und sofort steigt der Puls — vor allem wenn es die Kaution betrifft. Ich habe es selbst ausprobiert und überrascht festgestellt: Für viele feine Kratzer reicht eine Tuben‑Zahnpasta, die jeder in der Küche hat. Lies das jetzt, bevor Du zum teuren Reparaturset greifst oder Panik beim Wohnungsübergabetermin bekommst.
Warum das oft klappt — und wann nicht
Zahnpasta (weiße, nicht‑gelige Sorten) enthält feine Schleifpartikel, die leichte Unebenheiten abschleifen und optisch glätten. Für oberflächliche Kratzer ist das so gut wie ein Mini‑Polieren.
Ich bemerkte bei Tests: Der Effekt ist schnell sichtbar, aber nicht dauerhaft wie echtes Laminat‑Reparaturmaterial.

Wann Du es versuchen kannst
- Haftende, helle Kratzer, die nur die Oberfläche betreffen.
- Kratzer auf glattem Laminat ohne Struktur.
- Wenn Du schnell vor der Wohnungsübergabe kleine Makel kaschieren willst.
Wann es nicht hilft
- Tiefe Rillen oder abgebrochene Kanten — hier hilft nur Austausch oder Füllstoff.
- Strukturiertes Laminat (Holz‑Optik mit fühlbarer Maserung) — das Ergebnis wirkt unnatürlich.
- Bunte Gel‑Zahnpasten: können nachfärben.
Schnelle Anleitung: So geht der 2‑Minuten‑Trick
Ich habe es in einer typischen Mietwohnung getestet — kostengünstig und ohne Spezialwerkzeug. Folge diesen Schritten.
- Materialen bereitlegen:
- Weiße, nicht‑gelige Zahnpasta (1–3 €; bei dm, Rossmann oder Aldi erhältlich).
- Weiches Mikrofasertuch oder Wattestäbchen.
- Wasser zum Nachwischen.
- Reinigen: Fläche mit feuchtem Tuch entfetten und trocknen lassen.
- Testen: Kleine Menge Zahnpasta an unauffälliger Stelle probieren.
- Auftragen: Ein kleines Tupfen Zahnpasta auf den Kratzer geben. Mit kreisenden Bewegungen 20–40 Sekunden einreiben.
- Abwischen: Überschuss mit feuchtem Tuch entfernen und trocken polieren.
- Bewerten: Wenn nötig Vorgang einmal wiederholen. Nicht zu stark reiben — das kann den Lack entfernen.
Was ich als Redaktionstipp noch mache
- Für sehr feine Kratzer mische ich 1 Teil Natron mit 1 Teil Zahnpasta — mehr Politurkraft ohne Zusatzkosten.
- Hast Du Haustiere? Kratzer durch Krallen reagieren oft anders — besser zuerst ein unsichtbares Fleckchen testen.
- Bei hellem Laminat wirkt das Ergebnis besser als bei dunklem.
Handwerker‑Kniffe, die Du kennen solltest
Viele übersehen einfache Alternativen, die in deutschen Baumärkten kaum kosten:

- Möbelstifte (Möbelrestaurationsstifte) bei OBI oder Hornbach für ca. 3–8 € — ideal für Farbanpassung.
- Walnuss: Eine zerquetschte Nuss über oberflächliche Kratzer reiben, die Öle „füllen“ den Spalt temporär.
- Für tiefe Schäden: Laminat‑Reparaturkits aus dem Baumarkt sind sinnvoller als Zahnpasta.
Fehler, die Du vermeiden solltest
- Keine Scheuermilch oder Metallbürsten — das macht nur mehr Schaden.
- Keine bunten Gels benutzen (können Flecken hinterlassen).
- Nicht überhitzen: Kein Bügeleisen‑Trick bei Laminat — das gilt nur fürs echte Holz.
Was Du bei Mietwohnungen beachten musst
In Deutschland ist die Kaution (Kaution) ein echtes Thema. Kleine, oberflächliche Kratzer werden oft toleriert, tiefe Schäden weniger.
- Fotografiere den Schaden vor und nach der Reparatur.
- Bei Unsicherheit: Kurz den Hausmeister oder Vermieter fragen — das verhindert Streit bei der Übergabe.
Zum Schluss: Zahnpasta ist kein Wundermittel, aber ein praktischer, günstiger Trick für den Soforteffekt. Wenn es sich um teures Design‑Laminat oder tiefe Schäden handelt, lohnt sich ein Reparaturset oder Profi.
Hast Du den Trick schon ausprobiert — oder kennst Du einen besseren Hack gegen Kratzer im Laminat? Schreib Deine Erfahrung in die Kommentare.
