Du öffnest das Wohnzimmerlicht — und da ist er: dieser weiße Kratzer auf dem Laminat, direkt neben dem Esstisch. So ein Fleck verdirbt sofort die Stimmung, vor allem wenn nächste Woche Gäste kommen oder Du die Wohnung verkaufen willst.
Ich habe das selbst ausprobiert und in meiner Arbeit mit Möbeln immer wieder gesehen, dass ein einfacher Tubeninhalt oft genügt. Lies weiter — es ist günstiger als jeder Reparaturstift und in fast jedem deutschen Haushalt vorhanden.
Warum Zahnpasta oft hilft — und wann sie völlig versagt
Mir ist aufgefallen, dass viele Kratzer auf Laminat keine echten Rillen sind, sondern Oberfläche, die nur aufgeraut oder verschmutzt ist. Zahnpasta wirkt in solchen Fällen wie ein winziges Schleifmittel.
In meiner Praxis funktioniert das besonders gut bei:
- Oberflächlichen, weißen Schleifspuren
- Stellen, wo nur die Beschichtung leicht angegriffen ist
- Flecken durch Schuhsohlen oder hohle Möbelkanten
Viele übersehen jedoch: für tiefe Kratzer oder geplatzte Laminatschichten ist Zahnpasta ungeeignet. Dann brauchst Du Füllwachs oder professionelle Reparatursets.

Das 2‑Euro‑Hack: Schritt‑für‑Schritt-Anleitung
Du brauchst keine Profi-Tools. In deutschen Supermärkten wie Aldi, Lidl oder Drogerien wie Rossmann bekommst Du alle Zutaten.
- Weiße Zahnpasta (keine Gel‑Variante, keine stark bleichende Paste)
- Mikrofasertuch oder weiches Baumwolltuch
- Wattestäbchen für die Kanten
- Wasser und ein bisschen Spülmittel (optional)
- Testfläche (z. B. unter dem Sofa)
So gehst Du vor:
- Reinige die Stelle: Staub entfernen, leicht mit feuchtem Tuch abwischen und trocknen lassen.
- Probetest: Einen kleinen Tropfen Zahnpasta auf einer unauffälligen Stelle auftragen — abwarten, ob die Oberfläche matt wird.
- Auftragen: Kleine Menge Zahnpasta auf das Wattestäbchen und mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen über den Kratzer reiben (30–60 Sekunden).
- Wischen: Mit feuchtem Tuch nachpolieren und überschüssige Paste entfernen.
- Bewerten: Falls nötig, Vorgang wiederholen — aber nicht zu stark reiben.
Warum der Test wichtig ist
Übrigens: Nicht alle Laminat-Oberflächen sind gleich. Manche haben eine sehr dünne Hochglanzbeschichtung, die durch zu viel Reibung matt werden kann. Deswegen zuerst an einer unsichtbaren Stelle testen.
Schnelle Fehler, die Du auf keinen Fall machen solltest
- Zu viel Druck: Du schleifst sonst die Schutzschicht weg.
- Gels oder bunte Pasten verwenden: Diese können Flecken hinterlassen.
- Auf tiefen Rillen reiben: Dort hilft nur Füllwachs oder ein Reparatur-Kit.
- Den Fehler ignorieren vor Wohnungsübergabe: Kleine Makel fallen bei Besichtigungen stärker auf.

Wenn’s ernst wird: günstigere Profi‑Alternativen in Deutschland
Wenn Zahncreme versagt, dann greif zu diesen Mitteln — alle in Baumärkten wie Obi, Bauhaus, Hornbach oder bei Ikea bzw. Amazon erhältlich:
- Laminat‑Reparatursets (Wachs‑ und Pflegestifte): 5–12 €
- Möbel‑Marker (ton‑genau): 4–8 €
- Professionelle Ausbesserung durch Schreinerei: ab ~30–60 €
Vergleich: Eine Tube Zahnpasta kostet in Deutschland meist zwischen 0,50 € und 3 € — deshalb nennen viele Restauratoren diesen Trick das „2‑Euro‑Geheimnis“.
Metapher, damit Du’s nie vergisst
Stell dir vor, Zahnpasta ist wie ein sehr feines Radiergummi für Oberflächen: Es entfernt den weißen Film, glättet minimal — aber es füllt keine Löcher. Für echte Fehlstellen brauchst Du einen richtigen Korrekturstift, so wie ein Maler seinen Pinsel.
Zum Schluss ein Tipp, den selbst viele Heimwerker vergessen: Nach der Behandlung kurz mit Laminatpflege einbalsamieren — das gibt Glanz zurück und schützt gegen neues Aufrauen.
Fazit: Für oberflächliche Kratzer ist Zahnpasta ein schneller, günstiger Fix, den Du jederzeit einsetzen kannst — aber immer vorsichtig und vorher testen.
Hast Du diesen Trick schon probiert, oder welcher Hausmittel‑Hack hat bei Dir am besten funktioniert?
