Du kennst das: Die Fugen sind grau, obwohl du gerade erst geputzt hast — und Gäste melden sich für das Wochenende an. Ich habe das ausprobiert und war überrascht, wie schnell es wirkt. Lies weiter, wenn du in den nächsten fünf Minuten sichtbare Ergebnisse willst.
Warum das wirklich funktioniert (und wann nicht)
Ich habe es an meiner Küche in Berlin getestet: Normale weiße Zahnpasta enthält feine Schleifkörper (z. B. Silikate) und oft kleine aufhellende Stoffe. Diese schleifen oberflächlichen Schmutz weg und hellen die Fuge optisch auf.
Wichtig: Bei Silikonfugen, farbigen Fugen oder tiefem Schimmel hilft Zahnpasta kaum — da brauchst du andere Mittel oder neu verfugen.
Das passiert mechanisch
- Milde Abrasion entfernt Belag ohne aggressiven Chemieeinsatz.
- Feuchte plus Schrubben löst zwischenlagernden Schmutz.
- Weiße Paste überdeckt Verfärbung kurzfristig und reflektiert mehr Licht.

Was du brauchst (alles aus DM, Rossmann oder Bauhaus)
- Weiße Zahnpasta, keine Gel‑Variante (standard, günstige Marken tun’s).
- Alte Zahnbürste oder kleine Fugenbürste.
- Mikrofasertuch und warmes Wasser.
- Optional: Natron (Backpulver) für hartnäckige Stellen, Gummihandschuhe.
In deutschen Haushalten greife ich oft zur günstigen Zahnpasta aus dem örtlichen Drogeriemarkt — das kostet nur ein paar Euro und reicht für viele Anwendungen.
Der 5‑Minuten‑Trick — Schritt für Schritt
- Trage eine kleine Menge weiße Zahnpasta direkt auf die Fuge auf.
- Bearbeite die Fuge mit der Zahnbürste kräftig für etwa 1–2 Minuten (je nach Verschmutzung).
- Warte 1–2 Minuten, sodass die Paste kurz einwirken kann.
- Wische mit feuchtem Mikrofasertuch nach und spüle mit warmem Wasser ab.
- Falls nötig: Vorgang wiederholen oder eine Paste aus Zahnpasta + etwas Natron anrühren.
Pro Tipp: Arbeite in kurzen Abschnitten, damit die Paste nicht antrocknet — das spart Zeit und Kraft.
Tipps für hartnäckige oder empfindliche Fälle
- Bei schwarzem Schimmel: Zahnpasta kann helfen, ist aber kein Ersatz für Bleichlösung oder professionelle Schimmelentfernung.
- Empfindliche Keramik oder farbige Fugen: Erst an einer unauffälligen Stelle testen.
- Sehr tiefe Verfärbungen: Regrouting (Fuge neu verfugen) ist oft die bessere Lösung.
- Für größere Flächen: Fugenbürste mit Stiel aus dem Baumarkt spart den Rücken.

Was ich persönlich gelernt habe
In meiner Praxis als Sparfuchs im Haushalt hat Zahnpasta oft sofortige „Wow“-Effekte geliefert — besonders in Mietwohnungen, wo du schnell etwas präsentieren willst. Aber: Es ist kein Wundermittel gegen jahrelangen Schimmel oder poröse Fugen.
By the way, im kalten und feuchten Herbst hier in Deutschland reaktiviert sich Schimmel schneller — also lohnt es sich, regelmäßig zu lüften statt nur aufzuhübschen.
Kurz und praktisch: Schnellcheck vor dem Start
- Fuge abtasten: bröckelt sie? Dann nicht mit Zahnpasta behandeln.
- Testfleck machen (innen, unsichtbar).
- Bei starkem Schimmel Handschuhe und ggf. Atemschutz benutzen.
Und jetzt für den letzten, praktischen Real-Test: Nimm ein Foto vor und nach der Behandlung. Du wirst überrascht sein, wie viel Unterschied fünf Minuten machen können.
Welche Hausmittel nutzt du gegen unschöne Fugen — oder hast du ein besseres Geheimrezept? Teile deine Erfahrung unten.
