Dein Wasserhahn glänzt nicht mehr, hat weiße Kalkflecken oder winzige Kratzer? Das frustriert — vor allem wenn der neue Mixer aus dem Baumarkt schon nach Monaten stumpf aussieht. Lies jetzt weiter: Ich habe diesen Klempner-Trick oft benutzt und er spart Zeit, Geld und Ärger.
Warum Klempner diesen simplen Trick lieben
Ich habe bemerkt, dass viele Kund:innen sofort zu teuren Reinigern greifen. Dabei liegt die Lösung oft zuhause: weiße Zahnpasta ist eine mild abrasive Paste, die Flecken und feine Kratzer auf Chrom sanft abschleift.
Das ist kein Zauber — sondern einfache Chemie und Mechanik. In meiner Praxis hat Zahnpasta mehrfach glänzende Ergebnisse gebracht, bevor wir zur Chemiekeule gegriffen haben.
Was Zahnpasta auf Chrom bewirken kann
- Entfernt Wasserflecken (Kalkränder) von Armaturen.
- Poliert feine Kratzer und matte Stellen auf verchromten Oberflächen.
- Neutralisiert leichte Oxidation und rückständigen Schmierfilm.
- Ist günstig: Eine Tube kostet in Deutschland meist 1–3 € (DM, Rossmann, Aldi).

Wichtiges Vorher-Nachher: Wann es funktioniert — und wann nicht
Viele übersehen: Chrom ist nicht gleich Chrom. Moderne Armaturen haben manchmal eine dünne Schutzschicht oder matte Oberflächen, die Zahnpasta angreifen kann.
- Funktioniert gut bei glänzenden, verchromten Armaturen.
- Nicht geeignet für matte oder gelackte Oberflächen.
- Bei starkem Kalkbefall zuerst mit Essigreiniger (z. B. aus Drogerie) einwirken lassen.
- Test immer an einer unauffälligen Stelle durchführen.
Das Risiko kurz und knapp
Wenn Du zu stark reibst oder aggressive Zahnpasta (whitening, grobe Schleifpartikel) nimmst, kann die Oberfläche matt werden. Also: Vorsicht, testen, dann polieren.
Praktischer Life-Hack: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Materialien: weiße Zahnpasta (kein Gel), weiches Mikrofasertuch, alte Zahnbürste, lauwarmes Wasser.
- Vorbereiten: Oberfläche mit warmem Wasser und Tuch abwischen, losen Kalk entfernen.
- Auftragen: Eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf das Tuch oder die Zahnbürste geben.
- Bearbeiten: In kreisenden Bewegungen leicht reiben — maximal 30–60 Sekunden pro Bereich.
- Abspülen: Mit klarem Wasser gründlich abspülen und trockenreiben.
- Finish: Bei Bedarf mit einem trockenen Mikrofasertuch polieren.
In meiner Arbeit habe ich oft einen letzten Tropfen Babyöl oder Pflanzenöl auf ein Tuch gegeben, um den Glanz zu verstärken — aber nur sehr sparsam.
Was Du in Deutschland im Laden findest
Wenn Du nichts passendes zuhause hast: schau bei DM, Rossmann, Aldi oder Lidl nach günstiger weißer Zahnpasta. Für stärkere Fälle lohnt ein Besuch im Baumarkt (Bauhaus, Hornbach) — dort gibt es auch spezielle Chrompolitur, die aber meist teurer ist als eine Tube Paste.

Schneller Kostenvergleich
- Zahnpasta: ~1–3 €
- Chrompolitur im Baumarkt: ~6–15 €
- Professionelle Reinigung durch Handwerker: deutlich teurer — oft ab 50 €.
Ein paar Profi-Tipps aus meiner Praxis
- Immer zuerst an einer unsichtbaren Stelle testen.
- Keine Scheu: kurze, sanfte Bewegungen sind effektiver als wildes Schrubben.
- Bei großflächigem Kalk lieber mit Zitronensäure- oder Essigreiniger vorarbeiten.
- Für dauerhaften Schutz: nach der Reinigung regelmäßig trockenwischen — besonders in Regionen mit hartem Wasser wie in Teilen von Nordrhein-Westfalen oder Bayern.
By the way: Wenn Du ein teures Designer-Teil hast, das plattiert oder matt ist, frag lieber beim Hersteller oder in der Fachwerkstatt nach.
Kurzes Fazit — und eine Frage an Dich
Zahnpasta ist kein Wundermittel, aber ein praktischer, günstiger Trick für kleine Schäden und Kalkflecken. Ich nutze ihn oft vor Ort, weil er schnell hilft und viele Kunden überrascht.
Hast Du das schon ausprobiert — oder warst Du mutig genug, stattdessen Profi-Produkte zu testen? Schreib Deine Erfahrung unten.
