Was Klempner niemals in die Toilette kippen – und warum es kostet

Was Klempner niemals in die Toilette kippen – und warum es kostet
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Toilette wieder mal verstopft? Die Rechnung vom Klempner lag bei mehreren Hundert Euro? Ich habe bemerkt, dass viele Menschen genau die Sachen spülen, die das Problem verursachen.

Wenn du jetzt weiterliest, sparst du dir womöglich Zeit, Ärger und echtes Geld – denn einige Entsorgungsfehler enden in teuren Rohrreparaturen oder Bußgeldern.

In meiner Recherche und Gesprächen mit Sanitär-Profis habe ich typische Fallen gesammelt, die du sofort vermeiden kannst.

Warum das in Wirklichkeit so teuer wird

Kurz gesagt: Rohre, Hausanschlüsse und Kläranlagen sind nicht für alles gemacht. Was du in die Toilette kippst, kann sich anlagern, chemisch reagieren oder mechanisch festsitzen.

Das führt oft nicht nur zur Verstopfung, sondern zu Folgeschäden, die schnell mehrere Hundert bis Tausende Euro kosten können.

Städte und Gemeinden in Deutschland erheben außerdem Abwassergebühren und haben Regelungen zur Entsorgung – falsches Verhalten kann Ärger mit dem Entsorger oder sogar Bußgelder nach sich ziehen.

Die 9 Dinge, die Klempner niemals in die Toilette kippen

1. Frittier‑ und Speiseöle / Fett

Öl kühlt in den Rohren ab, wird fest und bildet mit anderem Schmutz einen „Fettberg“.

  • Problem: Verstopfung, Gerüche, schwer entfernbare Ablagerungen.
  • Kostenrisiko: Rohrreinigung, Ausschachten oder Spezialpumpen – oft Hunderte Euro.

2. Feuchttücher und Baby‑Wipes

Trotz Aufdruck „spülbar“ zerfallen sie nicht vollständig und vernetzen sich zu dichten Matten.

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  • Problem: Blockaden in Hausanschlüssen und Kanalnetz.
  • Hinweis: Auch in Berlin und anderen deutschen Städten melden Kanalbetriebe diese Schäden regelmäßig.

3. Katzenstreu

Quillt auf, verklumpt und verhärtet sich – wie feuchter Beton im Rohr.

4. Farbe, Lack, Lösungsmittel

Chemikalien greifen Dichtungen an und verschmutzen Kläranlagen; viele sind als Sonderabfall einzustufen.

  • Richtige Entsorgung: Wertstoffhof / Schadstoffannahme.

5. Medikamente

Rückstände landen in Gewässern und behindern biologische Abläufe in Klärwerken.

6. Essensreste und Kaffeesatz

Kleine Mengen in der Spüle sind okay, große Mengen in WC und Kanal sammeln sich schnell an.

7. Windeln & Hygieneartikel

Voluminös, saugfähig und nicht biologisch abbaubar – sie blockieren Rohre sofort.

8. Zigaretten und Asche

Rückstände können sich festsetzen; außerdem Brandgefahr in Außenschächten.

9. Baustoffreste (Mörtel, Gips)

Härten in Rohren aus und sind nahezu unmöglich zu entfernen. Großes Kostenrisiko bei Renovierungen.

Was viele übersehen – und warum die Kläranlage nicht deine Mülltonne ist

Viele denken: „Das spült sich schon weg.“ Ich habe bemerkt, dass genau dieses Denken die teuersten Einsätze provoziert.

Die Kläranlage in Deutschland funktioniert biologisch und mechanisch – Fremdstoffe stören Prozesse, erhöhen Betriebskosten und belasten das Grundwasser.

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Praktische Tipps: So entsorgst du richtig (ein kleiner Lebensretter‑Hack)

Hier sind einfache Regeln, die sofort helfen:

  • Sammle Speiseöle in einer leeren Flasche.
  • Feuchttücher & Co. gehören in den Restmüll, niemals ins Klo.
  • Flüssige Farbe / Chemikalien zur Schadstoffannahme (Wertstoffhof) bringen.
  • Granulare Abfälle wie Katzenstreu in dichten Säcken in den Restmüll.

Sicherer Öl‑Entsorgungs‑Hack (Step‑by‑Step)

  • Abkühlen lassen und grobe Reste durch ein Küchentuch filtern.
  • In eine dicht schließende Glasflasche oder Altöl‑Kanister füllen.
  • Etikettieren (z. B. „Speiseöl“) und beim nächsten Besuch dem Wertstoffhof/Schadstoffannahme übergeben.
  • Bei sehr kleinen Mengen: Papier / \u00c4hnliches aufsaugen und in den Restmüll (gemeindespezifisch prüfen).

Gib Altöl nicht in die Kanalisation und vergiss das Klo.

Was tun, wenn es schon verstopft ist?

Bevor du zu chemischen Abflussreinigern greifst (die Rohre und Umwelt schädigen):

  • Versuche es mit einem Saugglocke/Plunger – kraftvoll, aber kontrolliert.
  • Heißes Wasser + Spülmittel: Gieße langsam nach, das löst Fett.
  • Rohrspirale (Handsnake) bei festeren Blockaden.
  • Wenn nichts hilft: Klempner rufen. Frühzeitiges Handeln spart oft die hohe Spezialreinigung.

By the way — Bußgelder und regionale Regeln

In Deutschland regeln Gemeinden, wie gefährliche Abfälle zu entsorgen sind. Wer Farbe, Öl oder Sondermüll illegal entsorgt, riskiert Kosten und Bußgelder.

Die genaue Höhe hängt vom Schadensausmaß und der Kommune ab – also besser vorher informieren (z. B. bei deinem Wertstoffhof oder der Stadtverwaltung).

Kurze Checkliste vor dem Spülen

  • Ist es biologisch abbaubar? Wenn nein: nicht spülen.
  • Würde das Teil quellen oder verklumpen? Dann ab in den Restmüll.
  • Sind es Chemikalien / Farbe? Zum Schadstoffhof.
  • Unsicher? Lieber in die Tonne oder zu einer kommunalen Annahmestelle bringen.

Ich habe in Gesprächen mit Klempnern oft gehört: „Die dummen Fälle sind die teuersten.“ Du kannst das verhindern – mit ein bisschen Vorsicht und dem richtigen Entsorgungsverhalten.

Übrigens: Hast du schon einmal einen Klogriff mit einem kuriosen Fund erlebt? Teile deine Geschichte — welche Geheimtipps haben dir geholfen?