Plastikfolie auf dem Fenster: Der Winter-Trick, den Mieter nicht kennen

Plastikfolie auf dem Fenster: Der Winter-Trick, den Mieter nicht kennen
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Ziehst Du im November die Heizung an und fragst Dich, warum die Räume trotzdem kalt bleiben? Ich habe das same-Spiel jahrelang mitgemacht, bis mir ein simpler Trick half, die Kälte am Fenster zu stoppen.

Wenn Du jetzt handelst, kannst Du Heizkosten sparen, weniger Zugluft spüren und Schimmel vorbeugen. Lies weiter — es dauert kaum 20 Minuten pro Fenster und kostet kaum mehr als ein Abendessen beim Italiener.

Warum Plastikfolie am Fenster wirklich hilft

Fenster sind wie dünne Eimer: Wärme entweicht dort am schnellsten. Plastikfolie schafft eine zweite Lufthülle zwischen Glas und Raum — wie ein zusätzlicher Daunenmantel fürs Fenster.

Ich habe verschiedene Varianten getestet: statische Folie, selbstklebende Bänder und Schrumpffolien, die mit dem Föhn festgezogen werden. Die Ergebnisse waren überraschend konsistent.

  • Reduziert spürbar Zugluft an alten Rahmen.
  • Hilft, Heizkosten zu senken — Nutzer berichten von Einsparungen zwischen rund 10–30 % (abhängig von Fensterqualität und Heizverhalten).
  • Verringert die Oberfläche, an der sich kalte Luft sammelt, und damit Kondensation.

Welche Folien gibt es — und welche kaufen?

In Deutschland findest Du die Folien bei Obi, Hornbach, Bauhaus, Aldi oder Amazon. Preise liegen meist zwischen 3 € und 15 € pro Set, abhängig von Größe und Typ.

Plastikfolie auf dem Fenster: Der Winter-Trick, den Mieter nicht kennen - image 1

  • Statische Fensterfolie (haftet ohne Kleber) — einfach, wiederverwendbar.
  • Selbstklebende Dichtungsbänder — ideal für sehr schmale Rahmen.
  • Schrumpffolie mit Klebeband + Föhn — die dichteste Lösung, wirkt am besten bei alten Holzrahmen.

So montierst Du die Schrumpffolie richtig — Schritt für Schritt

Ich habe das bei meinem Berliner Altbaufenster gemacht — keine Vorkenntnisse nötig. Folge diesen Schritten und spare Dir unschöne Blasen und Reste.

  • Messen: Fensterbreite und -höhe genau abmessen und 5–10 cm zur Überlappung dazugeben.
  • Reinigen: Rahmen und Glas mit Alkohol oder Glasreiniger säubern — Fett verhindert Halt.
  • Klebeband anbringen: Doppelseitiges Montageband ausschließlich auf den Rahmen kleben, nicht auf die Dichtung.
  • Folie zuschneiden und befestigen: Folie über den Rahmen legen und am doppelseitigen Band andrücken.
  • Schrumpfen: Mit einem Föhn (mittel bis heiß) in konstanten Bahnen über die Folie blasen, bis sie straff sitzt.
  • Trimmen: Überstehende Ränder mit Cutter sauber abschneiden, Griff- und Scharnierbereiche aussparen.

Tipp aus meiner Praxis: Teste zuerst an einem kleinen Fenster. Wenn Du beim Schrumpfen zu nah bist, können sich kleine Falten bilden — Abstand halten, gleichmäßig arbeiten.

Was viele übersehen — die Risiken und der Umgang damit

Der Trick ist simpel, aber es gibt Fallen, die Du kennen musst. Ich habe einmal eine Folie falsch angebracht — und dann Schimmel an der Laibung entdeckt.

  • Belüftung nicht vergessen: Stoßlüften bleibt Pflicht. Wenn die Folie Feuchtigkeit einschließt, droht Schimmel.
  • Keine Löcher in Rahmen bohren ohne Erlaubnis: Als Mieter solltest Du Kleber oder Tape benutzen, das rückstandsfrei entfernt werden kann.
  • Achte auf Tür- und Fenstergriffe — du musst Fenster weiterhin öffnen können.

Übrigens: Wenn der Vermieter schriftlich Reparaturen verlangt, entferne die Folie und dokumentiere den Zustand.

Plastikfolie auf dem Fenster: Der Winter-Trick, den Mieter nicht kennen - image 2

Meine drei Profi-Hacks, die kaum jemand kennt

  • Schneide in der unteren Mitte kleine, diskrete Luftschlitze (1–2 cm), wenn Du oft kochst — verhindert, dass sich warme, feuchte Luft sammelt.
  • Für Mietwohnungen: Nutze wiederablösbares Montageband von Marken wie Tesa oder 3M — es hält gut und hinterlässt kaum Rückstände.
  • Bei sehr kalten Nächten zusätzlich eine Rollo- oder Thermogardine nutzen — zwei Schichten sind effektiver als eine dicke Folie.

Wo Du das Material günstig bekommst (lokal & online)

In deutschen Baumärkten wie Obi, Hornbach oder Bauhaus findest Du komplette Sets. Discounter wie Lidl oder Aldi bringen saisonal günstige Angebote. Amazon und eBay bieten die größte Auswahl an Größen.

  • Budget-Set: ca. 3–6 € (eher dünneres Material).
  • Qualitäts-Set: 10–15 € (besseres Klebeband, stabilere Folie).

Fazit — lohnt sich das für Dich?

Ja — wenn Du in einer älteren Wohnung mit Einfachverglasung oder dünnen Rahmen wohnst, ist die Folie eine günstige Zwischenlösung bis zur richtigen Sanierung. Du spürst weniger Zugluft, die Heizkosten gehen runter und das Raumklima verbessert sich.

Aber: vergiß nicht zu lüften und kläre größere Veränderungen mit dem Vermieter. Für langfristige Einsparungen lohnt sich irgendwann die Investition in bessere Fenster.

Hast Du das schon ausprobiert oder willst Du es dieses Wochenende testen? Schreib, welche Fenster bei Dir am schlimmsten sind — ich antworte mit Tipps für genau Dein Fenster.