Plastikflaschen als Fenster-Isolierung: Warum Berliner Handwerker das empfehlen

Plastikflaschen als Fenster-Isolierung: Warum Berliner Handwerker das empfehlen
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Deine Wohnung zieht wie ein Schiffsrumpf, obwohl die Heizung schon aufgedreht ist? Alte Fenster fressen Heizkosten — besonders in Berliner Altbauten. Ich habe bemerkt, dass viele Handwerker hier auf einen simplen Trick setzen: Plastikflaschen. Lies weiter, wenn du diesen Winter ohne teuren Fensteraustausch dämmen willst.

Warum das tatsächlich hilft (und wann nicht)

Kurz und knapp: Plastikflaschen schaffen zusätzliche Luft- oder Wärmespeicher-Schichten vor dem Glas. Das reduziert Zugluft und Temperaturschwankungen.

  • Alte Einfachverglasung ist ein großer Wärmefresser in vielen Berliner Wohnungen.
  • Eine zusätzliche Schicht innen wirkt wie ein kleiner, tragbarer Rahmen — ähnlich wie ein Thermobecher, der Wärme hält.
  • Handwerker in Berlin empfehlen es als kurzfristige, günstige Maßnahme — nicht als Dauerlösung bei kaputten Rahmen.

Wie es funktioniert — in zwei Sätzen

Entweder füllst du PET-Flaschen mit Luft und nutzt sie als Isolationsluftpolster, oder du füllst sie mit Wasser, um tagsüber Sonnenwärme zu speichern. Beides verändert das Temperatur- und Feuchtigkeitsverhalten am Fenster.

So baust du die Flaschen-Isolierung selbst (Schritt-für-Schritt)

Ich habe das an einem Altbaufenster in Neukölln getestet — günstig, schnell, und ohne Handwerkszeug, das du nicht schon hast.

  • Sammle 1–1,5 Liter PET-Flaschen (aus Supermärkten wie Rewe, Lidl oder aus dem Haushalt).
  • Entscheide: mit Luft (besser isolierend) oder mit Wasser (wärmespeichernd bei sonnigen Tagen).
  • Gut verschließen: Deckel fest zudrehen, bei Wasser-Flaschen auf Dichtigkeit prüfen.
  • Flaschen eng nebeneinander in den Fensterrahmen oder auf die Fensterbank stellen — dicht an der Scheibe.
  • Kanten mit Dichtungsband oder Holzlatten (Bauhaus, OBI, Hornbach) fixieren und mit Doppelklebeband abdichten.

Konkrete Materialliste (Berlin-tauglich)

  • 20–40 PET-Flaschen 1–1,5 l (wiederverwendet)
  • Dichtungsband (Schaumstoff) oder Acrylat-Dichtmasse
  • Doppelseitiges Klebeband oder kleine Holzleisten
  • Optional: schwarze Folie für Sonnenoptimierung tagsüber

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Praktische Tricks, die kaum jemand macht

In meiner Praxis als Testaufbauten habe ich ein paar Kniffe gelernt, die wirklich den Unterschied machen:

  • Für ungerade Fenster: verschiedene Flaschengrößen mischen — sieht chaotisch aus, funktioniert aber.
  • Bei Kondenswasser: Luftgefüllte Flaschen statt Wasser und regelmäßig kurz lüften — sonst droht Schimmel.
  • Willst du sichtbare Optik vermeiden? Stell die Flaschen hinter einen schmalen, selbstgebauten Rahmen oder Stoff.

Vor- und Nachteile — ehrlich gesagt

  • Vorteile:
    • Sehr günstig bis kostenlos (wiederverwertete Flaschen).
    • Schnell aufgebaut — an einem Nachmittag erledigt.
    • Flexibel: leicht zu entfernen für Vermieter oder wenn du umziehst.
  • Nachteile:
    • Optik: sieht oft provisorisch aus.
    • Bei schlechter Montage kann Kondenswasser und damit Schimmel entstehen.
    • Kein Ersatz für echten Fenstertausch — Dämmwirkung ist begrenzt.

Was Berliner Handwerker wirklich meinen

Handwerker, die ich in Prenzlauer Berg und Kreuzberg gefragt habe, sehen das pragmatisch: “Wenn der Vermieter nicht zahlt, muss man kreativ werden.” Sie empfehlen Plastikflaschen als temporäre Maßnahme zwischen Bescheidenheit und Profi-Lösung.

Ein Vergleich, damit du es dir vorstellen kannst

Stell dir vor, dein Fenster ist ein alter Thermosbecher mit kaputter Dämmung. Die Flaschen bauen eine zweite Innenwand — nicht perfekt, aber wie ein Einsätzchen, das Wärme besser hält als nichts.

Mein persönlicher Tipp (non-obvious) — teste so den Effekt

Bevor du alle Fenster vollstellst: mache einen kleinen A/B-Test.

Plastikflaschen als Fenster-Isolierung: Warum Berliner Handwerker das empfehlen - image 2

  • Baue die Flaschen nur an einem Fenster ein.
  • Messte abends nach derselben Heizdauer die Temperatur am Fensterinneren mit einem günstigen Infrarot-Thermometer (gibt’s bei Conrad, Amazon).
  • So siehst du schnell, ob bei dir Luft- oder Wasserfüllung besser wirkt.

Safety-Check und Mietrecht

Wichtig: Blockiere niemals Fluchtwege, platziere keine Flaschen direkt vor Heizkörpern und entferne die Konstruktion vor Durchfeuchtung. In Mietwohnungen vorher kurz mit dem Vermieter klären — meist toleriert, solange nichts beschädigt wird.

By the way: Wer langfristig sparen will, sollte Fenster austauschen lassen — das kostet in Deutschland leicht mehrere hundert bis tausend Euro pro Fenster, je nach Größe und Einbau.

Ich habe bemerkt, dass viele Leute genau aus diesem Grund mit der Flaschen-Methode starten: schnelle Erleichterung, niedrige Kosten, und genug Zeit, einen Handwerkertermin zu organisieren.

Fazit

Plastikflaschen sind kein Permanent-Ersatz, aber eine praktische, günstige Zwischenlösung — besonders in Berliner Mietwohnungen, wenn der Winter naht und das Budget knapp ist. In meiner Praxis reduziert diese Maßnahme spürbar Zugluft und die gefühlte Kälte am Fenster.

Hast du das schon ausprobiert oder willst du es testen? Schreib, welche Fensterform bei dir steht — Altbau, Neubau oder Balkonfront — und welche Flaschen-Methode du wählen würdest.