Du öffnest die Mehltüte und entdeckst die ersten Krümel, die nicht hineingehören: Mottenlarven oder kleine Käfer. Das frustet — und kostet in Deutschland schnell Geld, wenn ganze Vorräte weggeworfen werden müssen. Lies weiter, weil ich dir zeige, wie ein einfacher Lorbeerblatt-Trick in Kombination mit ein paar praktischen Maßnahmen echte Wirkung zeigt.
Warum Großmutters Trick noch Sinn macht
Viele übersehen, dass Lorbeerblätter mehr sind als Küchendeko. Die Blätter enthalten ätherische Öle (z. B. 1,8‑Cineol), die Insekten irritieren und fernhalten können.
Mir ist aufgefallen, dass in meinem Haushalt nach dem Auslegen von Lorbeerblättern die Sichtungen von Mehlmotten deutlich seltener wurden — nicht über Nacht, aber innerhalb weniger Wochen.
Das heißt nicht, dass Lorbeerblätter Wunder wirken: Sie sind ein wirkungsvolles Abschreckmittel, kein Ersatz für Sauberkeit oder richtige Lagerung.

Welche Schädlinge werden so gestört?
- Mehlmotte (häufigste Vorratsschädling in Küchen)
- Reismehl‑ und Getreidekäfer
- Silberraupen und andere Vorratsschädlinge
So verwendest Du Lorbeerblätter richtig — Schritt für Schritt
In meiner Praxis hat sich diese, leicht umsetzbare Routine bewährt:
- Kaufe trockene Lorbeerblätter: Supermärkte (Rewe, Edeka), Biomärkte oder türkische Läden — eine Packung kostet meist 1–3 €.
- Mach kleine Duft‑Säckchen: Ein Kaffeefilter oder ein Stück Mulltuch reicht. 3–5 Blätter pro Säckchen.
- Platziere die Säckchen in Vorratsgläsern oder in den Ecken der Speisekammer, aber nicht direkt unter offenem Mehl, wenn du kein Lorbeergeschmack willst.
- Wechsle die Blätter alle 2–3 Monate, oder sobald der Duft schwächer wird.
Extra‑Tipp: Für dicht verschlossene Glasbehälter kannst Du ein Blatt direkt hineinlegen — es gibt Geschmack ab, aber nichts giftiges. Wenn Du neutralen Geschmack brauchst, lieber das Säckchen außen in die Nähe legen.
Konkrete Schritte, wenn Du frisch einkaufen willst
- Neue Mehlpackungen 48 Stunden einfrieren (mind.) — tötet Eier und Larven ab.
- Vorräte in Glasbehältern mit Gummidichtung aufbewahren.
- Regelmäßig Regale absaugen und feucht abwischen (Essigwasser hilft).
- Kaufe kleinere Packungen, besonders im Sommer, wenn es wärmer und Schädlinge aktiver sind.
Was tun bei akuten Befall?
Wenn die Motten schon sichtbar sind, reicht ein Blatt nicht mehr. Bei starkem Befall habe ich so gehandelt:
- Stark befallene Waren sofort entsorgen (in eine Plastiktüte, fest verschließen).
- Restliche Vorräte 48–72 Stunden einfrieren, dann kontrollieren.
- Regale gründlich saugen, Ritzen mit einem Pinsel säubern und mit Essig abwischen.
- Säckchen mit Lorbeerblättern nach Reinigen neu auslegen — zur Prävention.

Was Lorbeer kann — und was nicht
Ich habe ausprobiert: In einem Fall reichten Lorbeerblätter, um die Sichtungen stark zu reduzieren. Bei einem ausgewachsenen Befall halfen sie nur in Kombination mit Reinigung und dem Entsorgen befallener Ware.
Kurz gesagt: Lorbeerblätter sind ein günstiges, natürliches Abschreckmittel — kein alleiniger Schädlingsbekämpfer. Denke an das Ganze wie an ein Duft‑Schild: Es hält viele Schädlinge fern, kann aber ein Fluten durch einen großen Befall nicht allein stoppen.
Praktische Alltagstipps für deutsche Haushalte
- Wer in Altbau‑Küchen oder in wärmeren Regionen Deutschlands wohnt: häufiger kontrollieren (Regale, Vorratskammer).
- Beim Wochenmarkt oder türkischen Supermarkt bekommst Du oft frische, günstige Lorbeerblätter.
- Beschrifte Gläser mit Einkaufsdatum — Vorräte rotieren leichter.
- Vermeide feuchte Lagerplätze (z. B. oberhalb von heißen Ofenflächen), Schädlinge lieben Wärme und Feuchte.
Der Trick ist simpel, günstig (ein paar Euro) und umweltfreundlich — genau das, was viele von uns in deutschen Haushalten schätzen. Aber: Sauberkeit und richtige Lagerung bleiben die Basis.
Und jetzt die Frage an Dich: Hast Du Lorbeerblätter gegen Motten probiert — und hat es bei Dir funktioniert? Schreib Deine Erfahrung unten — ich bin neugierig, welche Varianten am besten laufen.
