Kurz vor dem Backen: Du öffnest die Packung Mehl und findest kleine Krümel oder sogar Mottenlarven. Nervig, teuer und vermeidbar. Lies das jetzt, wenn du dieses Jahr keine Tüte wegwerfen willst.
Ich habe das alte Hausmittel getestet und mit modernen Maßnahmen kombiniert — mit überraschenden Ergebnissen, gerade in deutschen Küchen, wo warme Sommer und feuchte Vorratskammern Motten anziehen.
Warum Lorbeerblatt oft hilft (und wann es nicht reicht)
Das Lorbeerblatt gibt ätherische Öle ab, die für viele Vorratsschädlinge wie Mehlmotten oder Rüsselkäfer unangenehm riechen. Viele Haushalte in Deutschland nutzen das seit Generationen — und oft funktioniert es.
Aber: Es ist kein Wundermittel gegen starke Befälle. Wenn du schon bewegliche Larven oder viele Löcher in Packungen siehst, reicht ein Blatt nicht mehr.
Was ich beobachtet habe
Ich habe in meiner Küche drei gleiche 1‑Kg‑Mehlgläser verglichen: eins mit 2 ganzen Lorbeerblättern, eins mit einem Teebeutel Pheromonfalle daneben, und eins ohne Schutz. Nach zwei Monaten hatten das Glas mit Lorbeerblatt und das mit Pheromonfalle deutlich weniger Spuren als das ungeschützte Glas.

Übrigens: Im Sommer in Deutschland steigen die Chancen für Motten — also jetzt reagieren, bevor es zu spät ist.
Praktische Fakten & schnelle Tipps
- Welche Blätter? Frische oder getrocknete Laurus nobilis (Lorbeer) vom Supermarkt oder Kräuterhandel (Rewe, Edeka, Biomarkt). Kosten: meist €1–3.
- Form: Immer ganze Blätter, nicht zerdrücken — der Geruch reicht.
- Haltbarkeit: Lorbeer nutzt sich ab; alle 2–3 Monate austauschen.
- Sicherheit: Für Kinder ungefährlich, aber nicht essen lassen; Haustiere sollten die Blätter nicht fressen.
- Grenzen: Bei sichtbaren Larven oder Mottenfäden besser Gefrierschrank-Methode oder Entsorgung.
Die einfache Anleitung: So machst du es richtig
Ein kleiner Aufwand, großer Unterschied: Du brauchst nur Lorbeerblätter, luftdichte Behälter und Disziplin beim Einräumen neuer Vorräte.
- Schritt 1: Kaufe getrocknete Lorbeerblätter (Laurus nobilis) im Supermarkt oder Drogeriemarkt.
- Schritt 2: Fülle Mehl in luftdichte Gläser oder Behälter (Weck, IKEA‑Dose, Tupper) — nicht in offenen Papierpackungen lassen.
- Schritt 3: Leg pro 500 g–1 kg Mehl 1–2 ganze Lorbeerblätter obenauf, nicht eingerührt.
- Schritt 4: Beschrifte Datum und kontrolliere alle 4–8 Wochen. Blätter wechseln alle 2–3 Monate.
- Schritt 5 (bei Unsicherheit): Neue Mehltüten 48–72 Stunden im Gefrierfach bei −18 °C lagern, bevor du sie einräumst.
Extra‑Hacks aus meiner Praxis
- Nutze zusätzlich Pheromonfallen (gibt’s bei OBI, Amazon, Müller) für Mottenüberwachung.
- Regelmäßig Regale auswischen: Essigwasser entfernt Gerüche und Eier.
- Bei Befall: Entsorge stark befallene Packungen; kleine Mengen kannst du 72 Stunden einfrieren.
- Lagere Mehl kühl und trocken — deutsche Keller sind im Sommer nicht immer ideal.
Aber es gibt einen Haken: Wenn du den Geruch von Lorbeer nicht magst, ist das nicht die richtige Lösung für dich — er ist deutlich, bleibt aber meist nicht im Gebäck, wenn die Blätter nicht mitgerührt werden.

Wann Lorbeer nicht die einzige Maßnahme sein darf
Wenn Motten bereits fliegen oder du Rillen mit Eiern siehst, brauchst du stärkere Maßnahmen. Ich habe in solchen Fällen erst tief gereinigt, dann befallene Lebensmittel getrennt entsorgt und Pheromonfallen platziert.
Und jetzt zum Spannendsten: Kombinierst du Lorbeerblatt mit korrekter Lagerung und gelegentlichem Einfrieren, hast du eine sehr preiswerte, umweltfreundliche Strategie — besonders in Deutschland, wo man für wenige Euro viel erreichen kann.
Abschließende Gedanken
Das Lorbeerblatt ist kein Wundermittel, aber ein einfaches, günstiges und oft wirksames Werkzeug in der Vorratshygiene. Ich habe gesehen, wie es in normalen Küchen Schädlinge fernhält — vorausgesetzt, du nutzt es richtig und kombinierst es mit Sauberkeit und luftdichten Behältern.
Hast du das Lorbeerblatt schon ausprobiert — oder ein anderes Hausmittel, das bei dir funktioniert hat? Teile deine Erfahrung unten.
