Du willst backen — und findest statt Mehl ein Nest aus Mottenlarven. Nervig, ekelig und teuer: Vorratsschädlinge ruinieren Lebensmittel in deutschen Küchen, besonders im Herbst und Winter. Lies weiter, weil ich das selbst getestet habe und dir in wenigen Minuten zeige, wie du das Problem mit einem 100 Jahre alten Hausmittel in den Griff bekommst.
Warum viele Vorratsschutz-Methoden versagen
Ich bemerkte schnell, dass elegante Plastikschüsseln allein nicht ausreichen. Motteneier sind winzig, haften an Verpackungen und überstehen Wochen in dunklen Schränken.
Typische Fehler, die ich immer wieder sehe:
- Mehl in dünner Papiertüte lassen
- nur ein paar Sekunden auf Verdacht absaugen statt gründlich kontrollieren
- chemische Sprays in der Küche verwenden (kein Spaß für’s Gebäck)
Warum Lorbeerblatt funktioniert
Bay leaves — also Lorbeerblätter — enthalten ätherische Öle wie 1,8‑Cineol und Linalool. Diese Stoffe stören Geruchssinn und Verhalten von kleinen Insekten. In meiner Praxis war das Ergebnis kein «alles wird magisch gut», aber ein klarer Rückgang der Neubesiedlung.
Wichtig: Das ist ein Abschreckungs‑Trick, kein Allheilmittel bei schwerem Befall.

Was du in der Küche merken solltest
- Lorbeerblätter sind in Deutschland günstig und überall erhältlich: Rewe, Edeka, Wochenmarkt oder Gewürzläden.
- Sie geben kaum Geschmack ab, wenn die Blätter ganz bleiben und in luftdichten Behältern liegen.
- Bei starker Befallsgefahr: erst einfrieren oder entsorgen, dann lagern.
Praktische Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung (funktioniert hier in Deutschland)
Ich habe es so gemacht: schnell, günstig und ohne Chemie — ideal, wenn du in einer Mietwohnung bist oder kleine Kinder hast.
- Kontrolle zuerst: Schau Mehltüten, Dosenränder und Schrankfugen durch. Wenn du lebende Motten oder viele Larven siehst: Mehl wegwerfen.
- Neues Mehl behandeln: Lege frisches Mehl vor dem Einräumen 48 Stunden in den Gefrierschrank (-18 °C). Das tötet Eier.
- Abfüllen: Fülle das Mehl in saubere, luftdichte Glasbehälter oder starke Kunststoffdosen.
- Lorbeerblatt platzieren: Pro 500 g Mehl 1 Lorbeerblatt in den Behälter legen. Bei großen 2–3 kg‑Behältern 3–4 Blätter.
- Regelmäßig erneuern: Wechsle die Blätter alle 3 Monate oder wenn der Geruch deutlich nachlässt.
Schneller Zusatz‑Hack
Wenn du keine Zeit hast: Ein kleines Baumwollsäckchen mit 3–4 zerknitterten Lorbeerblättern in den Schrank legen. Das ist wie ein Schlüsselloch‑Duft, der Eindringlinge nervt.
Was viele falsch machen — und wie du es besser machst
Viele zerkrümeln die Blätter direkt ins Mehl. Ergebnis: Du bekommst leicht herbe Noten im Backgut. Ich habe das ausprobiert — bitterer Geschmack bei feinen Backwaren.
- Falsch: Gemahlene Blätter ins Mehl mischen.
- Richtig: Ganze Blätter separat in den Behälter legen oder in Stoffbeutel packen.
- Falsch: Lorbeerblatt als einzige Maßnahme bei starkem Befall.
- Richtig: Lagern, Tiefkühlen, reinigen — und dann Lorbeer als Präventivmaßnahme nutzen.
Wann du das Mehl wirklich entsorgen solltest
Ich sage es klar: Siehst du lebende Larven oder viele Löcher in Verpackungen — weg damit. Sparen am falschen Ende ist teuerer, wenn anschließend Schimmel oder Geruchsprobleme entstehen.

By the way, in Regionen mit hoher Luftfeuchte (z. B. Keller in alten Berliner Altbauten) ist regelmäßiges Prüfen Pflicht.
Alternativen und Kombinationen
Lorbeer funktioniert am besten in Kombination mit einfachen Hygienemaßnahmen:
- Glasbehälter oder dichte Dosen
- Tiefkühlbehandlung neuer Vorräte
- Lavendel, Nelken oder schwarze Pfefferkörner als zusätzliche Barriere
Pro‑Tipp: Eine Mischung aus Lorbeer + ein paar Nelken in einem Stoffbeutel hat bei mir die besten Ergebnisse gezeigt — wie ein kleines, unsichtbares Wachpersonal im Schrank.
Kurzes Resümee
Das Lorbeerblatt ist kein Hexenwerk, aber ein praktisches, günstiges Mittel für die Alltagsvorsorge. In meiner Praxis hat es die Rückkehr von Motten reduziert, solange man die Grundregeln der Vorratshygiene beachtet.
Hast du dieses Hausmittel schon ausprobiert — oder ein anderes, kurioseres Rezept, das bei dir funktioniert? Schreib’s in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Tricks.
