Lorbeerblatt im Mehl: Der 100 Jahre alte Trick gegen Ungeziefer

Lorbeerblatt im Mehl: Der 100 Jahre alte Trick gegen Ungeziefer
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Du öffnest die Mehltüte und sofort fliegt etwas Kleines auf – ein typischer Horror in jeder Küche. Viele schmeißen das Mehl weg, kaufen neu und fragen sich, ob es eine einfachere Lösung gibt. Ich habe das mit Lorbeerblättern getestet: altmodisch, günstig und oft effektiver, als man denkt.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das zu lesen: die Vorratskammer-Saison steht wieder an, in Deutschland wird viel Mehl eingekauft und gelagert – und Motten lieben genau das.

Warum Lorbeerblätter überhaupt helfen

Viele übersehen, dass Lorbeer starke ätherische Öle enthält – darunter eucalyptol/1,8‑Cineol und leicht bittere Terpene. Diese Gerüche irritieren die Insekten und stören deren Orientierung.

Wichtig: Lorbeer tötet Motten nicht zuverlässig wie ein Insektizid, sondern wirkt als natürliches Abschreckungsmittel.

Wie das in der Praxis wirkt

  • Der Geruch maskiert die Duftsignale von Mehl, die Motten anziehen.
  • Frischere, stärkere Blätter wirken länger; alte, taube Blätter verlieren Wirkung.
  • In luftdichten Behältern ist die Wirkung am besten – Geruch bleibt konzentriert.

Der 5‑Schritte‑Hack: Lorbeer im Mehl richtig anwenden

In meiner Küche funktioniert das so:

  • Schritt 1: Kaufe getrocknete Lorbeerblätter (Supermarkt, REWE, DM, Bioladen oder türkischer Gemüseladen).
  • Schritt 2: Wähle intakte, aromatische Blätter – sie sollten noch Duft haben.
  • Schritt 3: Lege pro 1 kg Mehl 1–2 Blätter in den Behälter, bevor du ihn luftdicht verschließt.
  • Schritt 4: Bewahre Mehl dunkel und kühl auf (Keller oder Vorratsschrank bei ~15–20 °C). In feuchten Wohnungen lieber im Kühlschrank oder Gefrierfach lagern.
  • Schritt 5: Wechsle die Blätter alle 6–8 Wochen oder bei Duftverlust.

Tipp aus der Praxis: Frisch gekaufte Mehlvorräte kurz für 48 Stunden in den Gefrierschrank bei −18 °C legen. Das tötet vorhandene Eier – Lorbeer schützt danach vor neuer Besiedlung.

Lorbeerblatt im Mehl: Der 100 Jahre alte Trick gegen Ungeziefer - image 1

Was viele falsch machen

  • Nur ein Blatt in der offenen Tüte lassen – das hilft kaum.
  • Die Blätter über Monate nicht wechseln; Duft verfliegt.
  • Mehl einfach in Kartons lassen statt in Gläsern oder dichten Dosen umzupacken.

Ich habe gesehen, wie Leute Lorbeer in der offenen Speisekammer verteilen und sich wundern, dass trotzdem Motten kamen. Es ist kein Zaubertrank – es braucht Dichtheit und Duft.

Wenn es schon eskaliert ist: Sofortmaßnahmen

Keine Panik, aber handle schnell:

  • Verdächtige Packungen sofort einfrieren oder wegwerfen (bei starker Befallswarnung entsorgen).
  • Regale aussaugen, Ritzen mit Essig abwischen.
  • Pheromonfallen aus Baumarkt oder Online-Shop aufstellen (z.B. bei Obi, Bauhaus oder Amazon.de).
  • Neue Vorräte sofort in saubere, luftdichte Gläser füllen.

Alternativen und Kombinationen

Lorbeer ist nur ein Werkzeug im Werkzeugkasten. Kombiniere es mit:

  • Gefrieren neuer Vorräte (48–72 Stunden).
  • Lagerung in Glasbehältern (Ikea, dm Haushaltswaren, oder lokale Haushaltsläden).
  • Pheromonfallen bei sichtbarem Befall.

Stell dir das vor wie bei einem Tresor: Lorbeer ist das Alarmgerät, Glas ist die Mauer, und das Gefrierfach ist die Falle.

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Wo du Lorbeer in Deutschland am besten bekommst

  • Supermärkte: REWE, Edeka, Kaufland – günstige Packungen (≈1–2 €).
  • Drogerien: DM hat oft Bioware im Gewürzregal.
  • Wochenmarkt oder türkische Läden: größere, aromatischere Blätter.

In meiner Erfahrung sind bay leaves vom Wochenmarkt oft intensiver im Geruch – lohnt sich, wenn du Vorräte langfristig schützen willst.

Mythencheck: Was Lorbeer nicht kann

  • Er tötet Larven in tieferem Befall nicht zuverlässig.
  • Er ersetzt keine gründliche Reinigung nach einem Ausbruch.
  • Er schützt nicht ewig ohne Auffrischung der Blätter.

By the way: Wenn du extreme Befälle hast, ruf die Schädlingsbekämpfung – das ist keine Schande.

Kurztest, den du gleich machen kannst

Kauf dir zwei kleine Gläser, je 250 g Mehl. In Glas 1: ein frisches Lorbeerblatt. Glas 2: ohne. Verschließe beide und markiere Datum. Nach 6–8 Wochen riechst und kontrollierst du — das sagt dir mehr als jede Theorie.

Ich habe das mit verschiedenen Mehlen gemacht (Weizen, Dinkel, glutenfrei) – Ergebnis: deutlicher Unterschied in der Motten-Anziehung. Nicht perfekt, aber spürbar.

Zum Schluss: Lorbeer ist billig (ein paar Cent bis 2 Euro pro Packung), simpel und passt zu deutschen Vorratshaltungen — ideal für alle, die weniger Plastik und Chemie in der Küche wollen.

Was ist dein bester Trick gegen Vorratsmotten? Teile deine Erfahrungen – vielleicht ergänzt du meine Sammlung und sparst jemandem viel Ärger.