Mehlkäfer, Mottenlarven und diese panischen Entdeckungen in der Plätzchentüte sind mehr als nervig — sie fressen Zeit und Geld. Ich habe in meiner Küche gesehen, wie eine Packung Mehl über Nacht ruiniert wurde. Lies weiter, wenn Du jetzt Vorräte für Weihnachten oder den Dauerbedarf sicherst.
Warum viele Methoden versagen — und warum Lorbeerblätter helfen
Viele greifen sofort zu Gift oder entsorgen alles. Kurzfristig logisch, langfristig teuer. In meiner Erfahrung fehlt oft der präventive Schritt.
Lorbeerblätter geben ein Aroma ab, das Schadinsekten meiden. Das klingt altmodisch, aber es wirkt vorbeugend — ähnlich wie ein stiller Türsteher vor der Mehlpackung.
Was Du erwarten kannst
- Reduzierte Neubesiedlung: Motten und Weevils meiden Behälter mit Lorbeerduft.
- Keine Chemiekeule nötig: Ideal für Haushalte mit Kindern und Haustieren.
- Kostengünstig: Ein Pack Lorbeerblätter kostet in Deutschland meist nur 1–3 € (Aldi, REWE, DM oder Bioladen).

Aber es gibt einen Haken
Lorbeerblätter töten Käfer oder Eier nicht zuverlässig. Wenn die Vorräte schon befallen sind, hilft nur gründliches Ausräumen und Reinigung.
Nutze Lorbeerblätter als Prävention, nicht als alleinige Lösung.
So machst Du es richtig: Schritt‑für‑Schritt
Ich habe diese Routine über Monate getestet. Sie kostet wenig und spart oft Nerven.
- Neu gekauftes Mehl: Vor dem Einräumen 48 Stunden einfrieren (-18 °C) — Eier und Larven sterben.
- Umfüllen: Mehl in saubere Einmachgläser mit Gummirand füllen (500 g–1 kg pro Glas).
- Lorbeer platzieren: Pro Glas 1–2 getrocknete Lorbeerblätter direkt auf das Mehl legen oder in ein kleines Stoffbeutelchen stecken.
- Regelmäßig erneuern: Nach 2–3 Monaten das Blatt wechseln — der Duft verblasst.
- Kontrolle: Einmal im Monat kurz schauen, keine verschmutzten Ränder oder Larven.
Praktische Varianten
- Große Vorratsbehälter: Lorbeerblätter in der Deckelrinne befestigen.
- Schnelle Lösung für offene Packungen: 1 Blatt in ein Teefilter-Tütchen legen und oben in die Packung stecken.
- Kombinationstipp: Lorbeer + Vacuum-Seal für Langzeitlagerungen (z. B. für Plätzchenmehl vor Advent).
Weitere Maßnahmen, die wirklich helfen
- Regelmäßig die Regalbretter auswischen (besonders in feuchten Sommern in Deutschland).
- Vorräte nach Kaufdatum rotieren — älteres Mehl zuerst verbrauchen.
- Dichte Glas- oder Metallbehälter verwenden; Plastiktüten lassen häufig Gerüche durch.
- Bei Befall: Alles raus, 60 °C heißes Wasser und Essig zum Reinigen, auf Befallsquelle prüfen.

Meine Warnung
Ich habe gesehen, wie Leute Lorbeer als magische Lösung behandeln. Das ist falsch. Wenn Eier schon im Mehl sind, hilft nur Ausmisten. Lorbeer verhindert meist nur neues Anknabbern.
Übrigens: Die duftende Wirkung von Lorbeer ist kein Ersatz für Sauberkeit — eher eine zweite Verteidigungslinie.
Fazit
Lorbeerblätter sind kein Allheilmittel, aber ein günstiger, natürlicher und bewährter Trick gegen Neubefall. In Kombination mit Einfrieren, luftdichten Gläsern und regelmäßiger Kontrolle sparst Du oft teure Neuanschaffungen.
Hast Du Lorbeerblätter schon ausprobiert — oder hast Du einen anderen Vorratstrick aus Omas Zeiten? Schreib’s in die Kommentare.
