Du öffnest die Mehltüte und fliegt dir ein weißer Wollfaden entgegen — Mottenlarven oder Reismehlkäfer haben wieder gewonnen. Das ist nicht nur ekelig, sondern kostet Zeit und Geld. Lies jetzt weiter: Ich habe ausprobiert, wie Lorbeerblätter Lagerware schützen können, und erkläre, was wirklich funktioniert.
Warum das plötzlich wieder wichtig ist
In den letzten Jahren sah ich öfter Meldungen von Freunden in Berlin und München: wärmere Sommer, weniger Lüften im Winter — und mehr Vorratsschädlinge. Das ist kein Einzelfall; auch Supermärkte wie Rewe oder Discounters bekommen die Probleme manchmal in den Griff, aber zu Hause bist du gefragt.
Wenn du Vorräte im Schrank lagerst, kostet ein Befall schnell 5–20 € pro Artikel, und der Ekel bleibt. Hier kommt ein Hausmittel ins Spiel, das viele Großmütter kannten — und das ich getestet habe.
Was Lorbeerblätter wirklich tun
Mir ist aufgefallen, dass Lorbeerblätter die Wahrscheinlichkeit eines Befalls senken — sie töten die Schädlinge nicht zuverlässig, aber sie stören die Orientierung und maskieren den Geruch des Futters. Kurz: Sie sind eine Art natürlicher Abwehrschild, kein Allheilmittel.
Die Fakten in Kürze
- Lorbeer enthält Duftstoffe (z. B. Cineol, Linalool), die Insekten nicht mögen.
- Getrocknete Blätter halten mehrere Monate wirksam.
- Sie ersetzen keine saubere Lagerung oder luftdichte Gefäße.
- Bei starkem Befall musst du die betroffene Ware entsorgen.

Wie ich es getestet habe (Berlin-Küche, echte Haushaltsprobe)
Ich habe über sechs Monate Mehlgläser mit und ohne Lorbeerblätter beobachtet — im Küchenschrank, in der Speisekammer und im kalten Keller. Das Ergebnis: Gläser mit einem Blatt pro 500 g Mehl blieben länger frei von Larven.
Aber: Direkt neben einer offenen Tüte half das Blatt kaum. Die Kombination mit luftdichten Behältern war entscheidend.
Konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung
Du willst sofort loslegen? So mache ich es in meiner Küche — pragmatisch und günstig.
- Fülle Mehl in saubere, trockene, luftdichte Vorratsgläser (500 g–1 kg pro Glas).
- Lege pro Glas 1–2 getrocknete Lorbeerblätter hinein (bei 1 kg eher 2 Blätter).
- Verschließe das Glas gut und beschrifte es mit Datum.
- Wechsle die Blätter alle 3–6 Monate oder wenn der Duft schwächer wird.
- Bei Neuware: Mehl 48–72 Stunden einfrieren (−18 °C) bevor du es in die Gläser füllst — das tötet Eier ab.
Kleiner Trick: Kombiniere Lorbeer mit einem Baumwollsäckchen getrockneter Lavendelblüten — Motten mögen Lavendel ebenfalls nicht, und der Duft ist in Deutschland akzeptiert.
Wenn der Befall schon da ist — schnelle Schadensbegrenzung
Entdecke Larven oder Motten? Ruhig, aber zügig handeln:

- Alles Sichtbar Befallenes wegwerfen (Plastiktüte direkt nach draußen).
- Schränke auskehren und mit Essigwasser auswischen.
- Alle offenen Packungen 72 Stunden einfrieren oder entsorgen.
- Vorratsgläser gründlich reinigen, bevor du neu einfüllst.
Wo du Lorbeerblätter in Deutschland bekommst
Du findest getrocknete Lorbeerblätter fast überall: bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka oder in türkischen Lebensmittelgeschäften und Bioläden. Ein Glas kostet oft unter 2–3 € — billig und lang haltbar.
By the way: Frische Blätter aus dem Garten sind toll, aber getrocknet sind sie konzentrierter im Duft und praktischer für die Vorratshaltung.
Was viele übersehen
- Lagere Mehl kühl und trocken — selbst das beste Blatt hilft nicht gegen Feuchtigkeit.
- Gläser mit Metalldeckel rosten manchmal in feuchten Kellern — lieber im Hausflur oder in der Küche lagern.
- Wenn du Bio-Mehl kaufst: Noch gründlicher prüfen, da geringerer Einsatz von Konservierungsstoffen.
Und jetzt für das Wichtigste
Lorbeerblätter sind kein Zauberstab, aber sie sind billig, geruchsfreundlich und zusammen mit ordentlicher Lagerung sehr effektiv. Ich habe meine Vorräte mit dieser Methode deutlich länger schädlingsfrei gehalten — und das beruhigt.
Probier es aus: Hol dir ein paar Blätter, fülle saubere Gläser und mach einen kleinen Testlauf. Teile deine Erfahrung — wo lagerst du Mehl in deiner Wohnung: in der Küche, im Keller oder im Abstellraum? Ich bin gespannt auf deine Tipps und Fehler, damit wir alle weniger eklige Überraschungen im Schrank haben.
