Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen

Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen
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Verstopfter Abfluss nach dem Sonntagsbraten? Ich habe Klempner getroffen, die mir sagten: Das kostet schnell Hunderte Euro und wochenlange Ärger. Wenn du jetzt noch Öl in die Spüle schüttest, machst du genau das — und viel Schlimmeres für Umwelt und Nachbarn.

Lesen lohnt sich, weil ich selbst ausprobiert habe, wie aus einem winzigen Löffel Fett ein komplett blockiertes Rohr wird — und wie du das in Zukunft einfach vermeidest.

Warum Bratöl im Abfluss so gefährlich ist

Das ist kein Urban Legend: Fett verhärtet sich, verbindet sich mit Schmutz und bleibt an Rohrwänden kleben. Das passiert langsam — und dann ist es zu spät.

  • Fett verhärtet bei kühleren Temperaturen und bildet eine Schicht wie Kalk in einer Wasserleitung.
  • Es bindet Haare, Kaffeesatz und Essensreste und bildet einen dicken „Teppich“ in engen Rohren.
  • In Altbauten mit 40–50 Jahre alten Leitungen führt das schnell zu Rückstau und Gestank.
  • Große Mengen Speiseöl sind zusätzlich ein Umweltproblem, weil sie Kläranlagen belasten.

Das passiert, wenn du es trotzdem tust

Ich sah einen Klempner in Köln, der eine halbe Tonne verkrustetes Fett aus einer Hauptleitung kratzte. Der Kunde dachte, ein bisschen Öl macht nichts. Ergebnis: mehrere Stunden Arbeit, teure Ersatzteile, Aufrufen der Hausverwaltung.

Was viele falsch machen (und warum heißes Wasser allein nicht hilft)

Viele glauben, heißes Wasser löst Fett. Kurzfristig stimmt das — aber beim Abkühlen setzt sich das Fett weiter hinten in der Leitung ab. Du verschiebst das Problem nur.

Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen - image 1

  • Spülmittel + heißes Wasser: gut für frische Reste, aber keine Dauerlösung.
  • Chemische Rohrreiniger können Kunststoffrohre und Dichtungen angreifen.
  • Biologische Enzymreiniger sind schonender, wirken aber langsamer und helfen nicht bei dicken Verklebungen.

Praktische Entsorgungs-Hacks — so machst du es richtig

In meiner Praxis als Reporter habe ich verschiedene Methoden getestet. Die folgenden Schritte sind simpel und funktionieren in jeder Küche in Deutschland.

Wie du Öl sofort und sauber entsorgst (Schritt-für-Schritt)

  • Abkühlen lassen: Lass das Öl in der Pfanne oder Fritteuse komplett abkühlen.
  • Abseihen: Gieße das Öl durch ein Sieb in ein altes Glas oder eine leere PET-Flasche.
  • Lagern: Flasche verschließen und im Schrank sammeln — >0,5 Liter sammeln für die Entsorgung.
  • Wohin damit: Kleine Mengen Küchenpapier in den Restmüll; größere Mengen zum Wertstoffhof bringen oder kommunale Sammelstelle nutzen.
  • Nie in die Biotonne, nie in den Garten, nie in die Toilette.

Viele Städte in Deutschland bieten Sammelstellen an; prüfe die Webseite deiner Stadt (z. B. Stadtverwaltung, Wertstoffhof). In Großstädten wie Berlin oder München gibt es oft eigene Annahmestellen für Altspeiseöl.

Soforthilfe bei leichter Verstopfung (ohne aggressive Chemie)

Falls du gerade ein kleines Problem entdeckst: probiere das zuerst — ich habe es in mehreren Haushalten ausprobiert und es half oft, bevor der Klempner kommen musste.

  • Schritt 1: Entferne sichtbare Reste mit Küchenpapier.
  • Schritt 2: Streue grobes Salz oder Natron in den Ablauf.
  • Schritt 3: Gieße vorsichtig eine Tasse Essig hinterher — es schäumt, das löst Ablagerungen.
  • Schritt 4: Spüle mit heißem Wasser nach (aber nicht kochend bei Kunststoffrohren).
  • Wenn das nicht hilft: Saugglocke (Pümpel) verwenden oder eine Rohrspirale vom Baumarkt (z. B. OBI, Hornbach) ausleihen.

Wenn alles schiefgeht — wann du den Klempner rufen solltest

Ich sah Eigentümer, die tagelang versuchten, selbst zu retten, und am Ende die Rechnung erhöhten. Rufe einen Profi, wenn:

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  • Wasser gar nicht mehr abläuft oder ständig zurückfließt.
  • Starker, anhaltender Geruch aus dem Abfluss.
  • Ein Pümpel und Hausmittel nichts bewirken.

Profi-Tipp: Frage gezielt nach einer mechanischen Reinigung (Spirale) statt chemischer Keule. Das ist für Rohre und Dichtungen schonender.

Warum das Thema heute wichtig ist

In kälteren Monaten setzt Fett schneller, in Altbauten mit engen Rohren steigt das Risiko. Gerade jetzt, wenn viele zuhause kochen (ob Weihnachtsbraten oder Wintergerichte), ist Vorsicht geboten.

Außerdem: Die Entsorgung in der Kanalisation kann Nachbarn und Kläranlagen belasten — und das spricht schnell die Vermieter- oder Hausverwaltungs-Kasse an.

Letzte Hinweise aus meiner Recherche

  • Motoröl und technisches Altöl gehören niemals in die Küche — diese Öle sind giftig und gehören zur Altölannahmestelle.
  • Merke dir: Kein Öl in den Abfluss heißt auch keine kleinen Ausnahmen. Ein Esslöffel pro Woche summiert sich.
  • Wenn du regelmäßig frittiert: Sammle das Öl in einer Flasche und bring es gebündelt weg.

Ich habe gelernt: Ein bisschen Mühe beim Entsorgen spart Zeit, Geld und Ärger mit der Hausverwaltung. Außerdem vermeidest du den ekelhaften Moment, wenn ein ganzes Haus wegen eines Rohres stinkt.

Was ist deine Methode, um Bratöl loszuwerden — sammelst du es, gibst du es weiter oder hast du eine kreative Lösung? Schreib es unten in die Kommentare.