Klempner warnen: Niemals diese Öle in den Abfluss gießen

Klempner warnen: Niemals diese Öle in den Abfluss gießen
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Schon nach dem Sonntagsbraten passiert es: Das Wasser läuft nur noch langsam ab. Ich habe bemerkt, dass die meisten Menschen erst reagieren, wenn der Geruch nicht mehr zu ignorieren ist.

Warum jetzt lesen? Gerade in den kälteren Monaten und vor Feiertagen häufen sich fette Verstopfungen — das kostet dich schnell 100–300 € oder mehr und stinkt tagelang.

In Gesprächen mit Klempnern und eigenen Tests habe ich gelernt: Ein paar einfache Regeln sparen dir Zeit, Geld und Nerven.

Warum Öl im Abfluss mehr ist als nur „unpraktisch“

Wenn du Fett oder Öl in den Abfluss kippst, passiert nicht sofort ein Rohrbruch. Stattdessen bildet sich eine fettige Schicht an den Rohrwänden, die Staub und Essensreste anzieht.

Das Ergebnis: ein wachsender Fettpfropf, der das Rohr langsam verstopft. In Deutschland, wo es im Winter kälter wird, verhärten tierische Fette noch schneller — fast wie Butter im Kühlschrank.

Was im Rohr wirklich passiert

  • Heißes Fett kühlt ab und wird zähflüssig oder hart.
  • Mit der Zeit verbinden sich Partikel (Kaffeesatz, Mehlreste) und bilden eine klebrige Kruste.
  • Rohrdurchmesser schrumpft — Gerüche und Rückstau folgen.

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Diese 6 Öle niemals in den Abfluss kippen

  • Bratfett und Schmalz — tierische Fette härten im Rohr und verursachen die stärksten Verstopfungen.
  • Pflanzenöle (Raps-, Sonnenblumen-, Olivenöl) — bleiben flüssig, aber binden andere Rückstände und bilden Agglomerate.
  • Frittieröl / mehrfach benutztes Öl — enthält Essensreste, die schnell stinken und fördern Biofilm.
  • Motoröl und Maschinenöl — giftig; gehören nicht in die Kanalisation oder in den Hausmüll.
  • Speiseöle mit Gewürzresten (z. B. Knoblauchöl) — starker Geruch + Verstopfungsgefahr.
  • Ätherische Öle oder Duftöle in großen Mengen — können Rohrdichtungen angreifen und sind schlecht für die Kläranlage.

Kurze Erklärungen — weil Details zählen

Viele übersehen, dass flüssig nicht gleich ungefährlich ist. Pflanzenöl bleibt zwar länger flüssig, verwandelt sich aber mit anderen Ablagerungen zu einem festen Block.

Praktischer Life-Hack: So entsorgst du Fett richtig (Schritt für Schritt)

Ich mache das seit Jahren so — funktioniert besser als teure Rohrreiniger.

  • Abkühlen lassen: Gieße gebrauchtes Fett nicht heiß in den Müll.
  • Abschöpfen: Schöpfe feste Reste mit einem Löffel in ein altes Glas oder in Küchenpapier.
  • Im Kühlschrank verfestigen: Fette im Glas im Kühlschrank fest werden lassen, Deckel drauf — dann in den Restmüll.
  • Flüssige Öle: In eine verschließbare Plastikflasche füllen oder mit Küchenpapier/ Katzenstreu aufsaugen und in den Restmüll entsorgen.
  • Altöl (Motoröl): Unbedingt zur kommunalen Altölannahme / Wertstoffhof bringen oder zur Werkstatt; niemals in den Hausmüll oder in den Abfluss.

By the way: In vielen deutschen Städten (z. B. beim Recyclinghof oder bei manchen Werkstätten) gibt es Sammelstellen für Alt- und Speiseöle — oft kostenlos.

Was tun bei akuter Verstopfung

Ich habe schon mehrfach den Griff zum Telefon vermeiden können, weil diese Reihenfolge geholfen hat:

  • Plunger einsetzen — mehrere kräftige Züge.
  • Heißes Wasser + Spülmittel: Ein Liter sehr heißes (nicht kochendes) Wasser mit einem guten Spritzer Spülmittel nachspülen — löst frische Fettansammlungen.
  • Natron + Essig (vorsichtig): eine halbe Tasse Natron, dann eine halbe Tasse Essig, abwarten und mit heißem Wasser nachspülen.
  • Wenn nichts geht: Rohrreinigungsspirale oder Klempner anrufen.

Wichtig: Mechanische Rohrreiniger (Chemie) können Leitungen und Dichtungen angreifen — das spart selten dauerhaft Geld.

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Extra-Tipps aus der Praxis

  • Stelle ein Einmachglas neben den Herd für gebrauchte Öle — sehr praktisch in Haushalten mit viel Kochen.
  • Für Fritteusen: Filtere und lagere das Öl, sofern es noch verwendbar ist — in Deutschland lohnt sich das oft.
  • Bei kleinen Mengen: Küchenpapier in den Müll, kein Wasser nachspülen, das verteilt das Fett nur weiter.
  • Prüfe lokale Sammelstellen: Manche Gemeinden sammeln Speiseöle für Biodiesel — ein kleiner Umweg, große Wirkung.

Kurzer Kosten-Check (Realität Deutschland)

Wenn der Klempner anrückt, kann das schnell teuer werden: Anfahrt, Zeitaufwand, Maschineneinsatz — die Rechnung landet meist zwischen ~100 € und 300 €, bei hartnäckigen Fällen deutlich höher.

Ein Glas altes Fett im Restmüll kostet dich 0 €, ein verstopftes Rohr nicht.

Und jetzt für die wichtigste Regel: Gieße niemals Fett oder Altöl in den Abfluss.

Fazit

Ich habe vieles probiert und mit Profis gesprochen: Kleine Vorsätze (Glas, Flasche, Sammelstelle) verhindern große Probleme. Es ist simpel — und für deinen Geldbeutel wirksam.

Hast du schon mal wegen Öl den Klempner gerufen oder ein cleveres Entsorgungstrick? Teile deine Erfahrung — vielleicht rettest du damit jemandem in deiner Stadt ein Rohr und 200 €.