Klempner warnen: Niemals diese 3 Dinge in die Toilette werfen

Klempner warnen: Niemals diese 3 Dinge in die Toilette werfen
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Verstopfte Toilette mitten am Wochenende — das ist der Horror, den wir alle kennen. Klempner rufen immer öfter an, weil Leute Dinge gespült haben, die dort nichts zu suchen haben. Das kann dich Hunderte Euro kosten und stinkt tagelang nach Ärger.

Jetzt lesen, bevor du das nächste Mal denkst: „Ach, das geht schon runter.“ Ich erkläre kurz, warum das wichtig ist — und wie du es sofort verhinderst.

Warum das schiefgeht: Die Toilette ist kein Mülleimer

Toilettenrohre sind für Fäkalien und Toilettenpapier ausgelegt — nichts anderes. Alles, was nicht zerfällt, bleibt hängen oder verbindet sich mit Fett und bildet knubbelartige Verstopfungen.

In meiner Praxis habe ich Fälle gesehen, da war der ganze Hausanschluss voller zusammengebackener Feuchttuch-Fladen — die Stadtwerke mussten anrücken. Das ist kein Drama, das ist teures Handwerk.

Die 3 Dinge, die du nie spülen darfst

1. Feuchttücher (auch „spülbare“)

Viele Marken behaupten, sie seien flushable. Ich habe das Material unter die Lupe genommen — die Teile reißen nicht auf und verklumpen im Rohr.

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  • Feuchttücher saugen Wasser und werden zu zähen Matten.
  • Sie fangen Haare und Fett, bilden dichte Stopfen.
  • Rechnung: 100–500 € für Rohrarbeiten, bei städtischem Einsatz noch deutlich höher.

2. Damenhygieneprodukte & Windeln

Tampons, Binden und Windeln quellen auf und bauen Barrieren im Abfluss. Ich habe gesehen, wie ein einzelner Tampon in Kombination mit Fett einen kompletten Strang verstopfte.

  • Quellen stark auf — sie expandieren und verstopfen.
  • Sind kein biologisch abbaubarer Ersatz für Klopapier.
  • Am besten separat in den Restmüll (DM, Rossmann haben Diskret-Behälter).

3. Katzenstreu & Hundeschmutz

Katzenstreu funktioniert wie Kleber im Rohr: Es bindet Wasser, wird schwer und setzt sich fest. Hundekot gehört auch nicht in das städtische Abwassersystem — das kann Gesundheitsrisiken für Kanalnetzarbeiter bringen.

  • Klumpende Streu unterschätzt man schnell — sie verklumpt in jedem Rohrbieger.
  • Bei uns in Deutschland verlangen manche Gemeinden wegen Rückstau zusätzliche Gebühren.
  • Besser: Bio-Streu nutzen und Tierkot in Plastiktüten in die Restmülltonne.

Praktische Life-Hack: So rettest du eine fast verstopfte Toilette

Ich verrate dir eine Methode, die bei 8 von 10 Fällen hilft — bevor du den Klempner rufst.

  • Schritt 1: Stöpsel ins Becken (Handschuhe anziehen).
  • Schritt 2: Eine große Portion (ca. 100 ml) Geschirrspülmittel ins Wasser geben — das löst Fett und Schmier.
  • Schritt 3: Heißes, nicht kochendes Wasser aus Hüfthöhe in die Schüssel gießen.
  • Schritt 4: 10–15 Minuten warten, dann mit einem guten Saugglocken-Pump kräftig pumpen.
  • Wenn das nicht hilft: Rohrspirale (Hand-Auger) aus dem Baumarkt (z. B. OBI) benutzen oder Fachbetrieb rufen.

Vorbeugen — die einfache Routine, die Geld spart

Viele übersehen die kleine Müllbox im Bad. Ich empfehle das folgende Set-up — günstig und wirksam:

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  • Kleine Abfalleimer mit Deckel im Bad (2–5 € bei Lidl oder dm).
  • Regel: Alles, was nicht Toilettenpapier ist, kommt in den Eimer.
  • Einmal pro Woche entsorgen — in Deutschland kein Problem, die Restmüllabfuhr nimmt das mit.
  • Für alte Öle: Nicht in WC oder Spüle kippen — Kühl werden lassen und in dicht verschlossenen Behältern zur Schadstoff- oder Recyclingstelle bringen.

Übrigens: Enzymreiniger (Abfluss-Enzyme) aus dem Baumarkt helfen vorbeugend — aber sie sind kein Freifahrtschein für alles.

Was passiert, wenn du es falsch machst?

Rückstau, übler Geruch, Schäden am Estrich, Schimmel im Bad. Ich habe Familien gesehen, die wochenlang provisorisch lebten, während die Rohre repariert wurden.

Und noch was: Wenn das Abwassersystem der Gemeinde verstopft und die Stadtwerke ausrücken, kann das auf deine Rechnung gehen.

Und jetzt das Interessanteste: Die Entscheidung, einen kleinen Eimer ins Bad zu stellen, kann dir nicht nur Nerven, sondern auch mehrere hundert Euro sparen.

Kurz gefasst: Kein Feuchttuch, keine Tampons/Binden, kein Katzenstreu in die Toilette — und ein kleiner Eimer löst viele Probleme.

Was ist dir schon mal durchgerutscht und hat Ärger gemacht? Schreib es unten — deine Erfahrung kann anderen helfen.