Verstopfte Rohre können deinen Morgen ruinieren und deinen Geldbeutel in Deutschland schnell um mehrere Hundert Euro erleichtern. Gieß dieses eine Öl in den Abfluss und du riskierst verkrustete Rohre, üble Gerüche und eine Nacht mit dem Schraubenschlüssel. Lies weiter — ich erkläre dir direkt, wie du das Problem vermeidest und was du stattdessen tun musst.
Warum dieses Öl so gefährlich ist
Ich habe oft gesehen, wie ein harmloser Kochmoment in einer Katastrophe endete: Frittieröl, Bratfett oder Ölreste aus der Pfanne gelangen in den Abfluss. Zuerst sieht man nichts — dann setzt sich das Öl an den Rohrwänden ab und verbindet sich mit Schmutz.
Was im Rohr passiert
Stell dir vor, dein Abfluss ist ein Glas mit warmem Wachs. Öl kühlt ab und verhärtet sich wie Kerzenwachs oder Speckfett. Mit der Zeit wird der Durchmesser kleiner — bis nichts mehr fließt.
- Öl haftet an Rohrwänden und zieht Haare & Essensreste an.
- Bei niedrigen Temperaturen verfestigt es sich und bildet „Fettklumpen“.
- Mechanische und chemische Reinigungen werden schwieriger und teurer.
Welche Öle sind besonders tückisch
Viele übersehen: Nicht nur das dicke Frittierfett ist problematisch. Diese Liste ist überraschend kurz — und gefährlich:
- Pflanzenöle (Sonnenblumen-, Rapsöl)
- Frittier- und Bratfett
- tierische Fette (Bratensud, Speckfett)
By the way: Selbst kleine Mengen wiederkehrend in den Abfluss zu kippen ist schlimmer als einmal eine große Menge. Es baut sich Schicht um Schicht auf.

Warum chemische Rohrreiniger keine Lösung sind
Ich habe in meiner Praxis oft gesehen, wie scharfe Rohrreiniger kurzfristig helfen — dann aber Leitungsmaterial und Dichtungen angreifen. Das ist so, als würdest du Rost mit Säure bekämpfen.
- Chemikalien können PVC-Rohre beschädigen.
- Bei verfestigtem Fett helfen sie selten dauerhaft.
- In Deutschland entsorgen Haushalte solche Chemikalien oft falsch — das belastet Umwelt und Abwasser.
Was du stattdessen tun musst — konkrete Schritte
Gieß niemals Öl in den Abfluss. Hier ist ein einfacher, praxiserprobter Plan, den ich selbst empfehle:
- Abkühlen lassen: Öl komplett auskühlen lassen.
- Absieben: Größere Reste mit Küchenpapier oder einem Sieb auffangen.
- Behälter füllen: Öl in eine alte Flasche oder ein Schraubglas füllen.
- Entsorgen: Kleiner Menge fest verschlossen in den Restmüll geben; größere Mengen zum Wertstoffhof bringen.
Step-by-step Life Hack für die Küche
Viele vergessen diesen einfachen Trick: Nach dem Kochen Pfanne mit Haushaltspapier auswischen, das Papier in ein Glas geben und in den Restmüll werfen. So bleibt kaum Öl übrig und der Abfluss bleibt sauber.
Wenn du regelmäßig größere Mengen hast (z. B. nach dem Frittieren für Gäste): Sammle das Öl in einer verschließbaren PET-Flasche und bring es zum nächsten Wertstoffhof oder zur kommunalen Sammelstelle. In vielen Städten (z. B. Berlin, Hamburg, München) gibt es dafür Informationen auf der Webseite der Stadtreinigung.
Wenn es schon zu spät ist — erste Hilfe gegen Fettverstopfung
Keine Panik — probier diese Reihenfolge, bevor du den Klempner rufst:

- Heißes Wasser + Spülmittel: Spülmittel löst Fett; heißes (nicht kochendes) Wasser nachgießen.
- Plunger: Mehrfach kräftig pumpen, oft löst sich die Verkrustung.
- Mechanische Spirale (Reinigungswelle): Beim Baumarkt (z. B. Hornbach, OBI) ausleihen oder kaufen.
Aber es gibt Grenzen. Wenn das Wasser weiter steht oder faul riecht, ruf einen Profi — die Rechnung ist zwar unangenehm, aber oft günstiger als eine beschädigte Leitung langfristig zu reparieren.
Wie du Geld sparst und Umwelt schützt
Viele denken, Öl im Abfluss spart Zeit. In Wahrheit kostet es dich später Zeit und Geld. So sparst du dir teure Klempnerrechnungen und tust etwas für die Umwelt:
- Kleine Reste: Restmüll nach Einpacken.
- Große Mengen: Wertstoffhof oder kommunale Sammelstelle.
- Restaurants/DIY-Betriebe: Entsorgungsvertrag mit Altölsammler abschließen.
In Deutschland lohnt sich ein kurzer Blick auf die Webseite deiner Stadtverwaltung (z. B. „Altöl entsorgen [dein Stadtname]“). Dort stehen oft kostenlose Angebote oder Termine für Sonderabfall.
Und noch ein Vergleich: Fett im Rohr verhält sich wie Kaugummi in einem Zahnrädchen — erst ist es nur lästig, dann blockiert es alles.
Zum Schluss
Ich habe zu viele verstopfte Küchen gesehen, die mit einem Glas Öl im Müll hätten verhindert werden können. Mach es dir leichter: Abkühlen, abfüllen, entsorgen — fertig. Das ist keine große Mühe und spart Ärger.
Welche Erfahrungen hast du mit Fett im Abfluss gemacht? Gibt es in deiner Stadt eine praktische Sammelstelle, von der andere profitieren könnten?
