Du denkst, ein bisschen Bratöl schadet doch nicht? Ich habe bemerkt, dass genau dieses kleine „nicht schlimm“ oft zu einer Riesensauerei wird — und zwar schnell. Klempner in ganz Deutschland warnen: Öl im Abfluss schafft Blockaden, stinkende Probleme und teure Rechnungen. Lies das jetzt, bevor du wieder Pfanne & Spüle vereinst.
Warum das Öl das Rohr so heimlich zerstört
Viele übersehen, wie Speiseöl sich im Rohr verhält. Heißes Öl fließt erst, kühlt ab und klebt an den Rohrwänden — wie ein schmieriger Teppich.
Im Verlauf sammelt sich daran Staub, Kaffeesatz, Essensreste und es bildet sich ein dichter Pfropf. Das ist kein plötzlicher Knall, sondern ein langsamer Würgegriff für dein Abflusssystem.
Das passiert unter der Oberfläche
- Öl verfestigt sich bei niedrigeren Temperaturen und haftet an Rohren.
- Mit der Zeit entstehen sogenannte „Fettberge“ — das gleiche Problem, das in London oder Hamburg die Kanäle verstopft hat.
- Die Reinigung ist aufwendig: Oft müssen Rohre geöffnet oder sogar ersetzt werden.
Was Klempner wirklich sehen (und was dich die Rechnung kostet)
In meiner Praxis habe ich Rohre gesehen, die wie verstopfte Kerzen aussahen — Schichten von alten Ölen und Essensresten. Solche Fälle enden selten günstig.

- Rohrreinigung ist unangenehm und kostet Zeit.
- Wenn’s dicker wird, sind Kamerainspektion und Austausch nötig.
- Der Geruch nach Fäulnis bleibt oft länger als der Schaden sichtbar ist.
Ein kleiner Löffel Öl heute kann morgen einen Handwerkerbesuch bedeuten.
Und was passiert mit dem Öl in der Kanalisation?
Die Klärwerke sind stark belastet: Öl verändert die Abbauprozesse, schadet Mikroorganismen und kann Gewässer belasten, wenn es in die Umwelt gelangt.
In Deutschland sind die kommunalen Anlagen gut, aber sie sind nicht dafür gebaut, Liter an Speiseöl aufzunehmen — das verschiebt Kosten auf die Allgemeinheit.
Praktische Alternativen: So entsorgst du Öl richtig (Schritt-für-Schritt)
Hier eine einfache Routine, die ich selber benutze und meinen Freunden empfehle. Du brauchst nur ein Glas, etwas Küchenrolle und fünf Minuten.
- Warte, bis das Öl etwas abgekühlt ist — es sollte nicht mehr heiß sein.
- Gieße das Öl in ein altes Schraubglas oder in eine leere Konservendose.
- Wenn es Reste sind: Wische mit Küchenrolle die Pfanne grob aus (Küchenrolle in den Restmüll, nicht in die Biotonne).
- Gefrorene Methode: Fülle das Glas, stell es in den Kühlschrank oder Gefrierschrank. Sobald das Öl fest ist, kannst du es sauber in den Restmüll geben.
- Bring größere Mengen (z. B. nach dem Frittieren) zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffannahme deiner Stadt — das nehmen viele Kommunen kostenlos an.
Tipp aus der Praxis: Ich habe mir ein kleines Sammelglas neben dem Herd. Einmal pro Monat bringe ich es zur Sammelstelle — viel einfacher als ein verstopftes Rohr.

Weitere clevere Tricks
- Altes Bratöl filtern, abkühlen und wiederverwenden — klappt bei neutralen Ölen.
- Kleine Mengen können, fest gemacht (z. B. durch Gel- oder Päckchensubstanzen), in den Restmüll.
- Frage beim Wertstoffhof oder online nach: Manche Supermärkte oder Recyclingstellen sammeln Speiseöl an.
Mythen, die du vergessen kannst
„Heißes Wasser spült alles weg“ — das stimmt nicht. Es verspreitet das Öl weiter, das später wieder fest wird. „Bio-Öl ist harmlos“ — auch pflanzliche Fette verstopfen Rohre genau wie tierische Fette.
Und jetzt das Wichtigste
Wenn du nur eines mitnimmst: Gieße kein Öl in den Abfluss. Es ist ein kleiner Verzicht, aber erspart dir Ärger, Geruch und teure Handwerkerrechnungen.
By the way — in vielen deutschen Städten gibt es inzwischen unkomplizierte Annahmestellen. Schau kurz auf die Webseite deiner Kommune oder fahr zum lokalen Wertstoffhof; fünf Minuten Recherche können viel Geld sparen.
Hast du einen Trick, wie du Öl entsorgst oder wiederverwendest? Schreib es unten — ich sammle die besten Haushaltshacks für einen Follow-up-Artikel.
