Klempner warnen: Diese Speiseöle gehören niemals in den Abfluss

Klempner warnen: Diese Speiseöle gehören niemals in den Abfluss
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Verstopfte Spüle? Riecht es nach altem Fett? Ich habe gesehen, wie ein kleines Glas Öl eine ganze Küche lahmlegen kann – und die Rechnung kann in Deutschland schnell dreistellig werden. Lies das jetzt, bevor du das nächste Mal Öl in den Abfluss gießt: Es geht nicht nur um deine Rohrleitung, sondern um die Kanalisation deiner Stadt.

Warum das Ausgießen harmlos aussieht — und trotzdem gefährlich ist

Ich habe in meiner Praxis gelernt: Öl wirkt flüssig und unschuldig, aber im Rohr verhält es sich wie flüssiges Wachs. Beim Abkühlen verfestigt es, haftet an Innenwänden und bildet mit Seifenresten harte Klumpen.

Ein Esslöffel kann auf lange Sicht großen Schaden anrichten — das ist keine Panikmache, das ist Praxis: kleine Mengen addieren sich im Laufe der Monate zu einem echten Rohr-Problem.

Was in den Rohren passiert

  • Öl kühlt ab und verfestigt sich — wie Kerzenwachs im Rohr.
  • Mit Seifenresten verbindet es sich zu einer zähen Masse, die Wasser blockiert.
  • Diese Masse wächst, fängt Essensreste ein und verursacht Geruch, Rückstau und Rohrbrüche.
  • Die Entsorgungskosten für Städte steigen — und du kannst die Rechnung bekommen.

Diese 7 Öle gehören niemals in den Abfluss

Viele übersehen, dass auch „flüssige“ Speiseöle langfristig Probleme machen. Hier die Liste, die Klempner am häufigsten nennen:

  • Butter und Margarine (Bratfett) — tierische Fette verfestigen besonders stark.
  • Schmalz (z. B. Gänseschmalz) — setzt sich schnell als Klumpen fest.
  • Kokosöl — bei Raumtemperatur oft fest, verhält sich wie Fettwachs.
  • Palmöl — zäh und schwer abbaubar, klebt an Rohren.
  • Olivenöl (auch natives) — hochwertig, aber trotzdem ein Verstopfungsrisiko.
  • Raps- und Sonnenblumenöl — flüssig, aber im Abfluss langfristig genauso schädlich.
  • Gebrauchte Frittieröle — mit Essensresten und Wasser gemischt, besonders problematisch.

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Das passiert nicht nur deinem Haus: Das betrifft ganz Deutschland

In Städten wie Berlin, Hamburg oder München führen Fettansammlungen regelmäßig zu aufwändigen Reparaturen an Hauptkanälen. Viele Gemeinden bieten Sammelstellen für Altöl an — schau beim örtlichen Wertstoffhof oder deiner Kreisverwaltung nach. Ich habe beim letzten Einsatz gesehen, wie ein Fettberg die Straße verstopfte und stundenlange Sperrung nach sich zog.

Warum die Jahreszeit eine Rolle spielt

Im Winter wird es schlimmer: Kälte macht Fett noch schneller fest. Denk an deutsche Wintertemperaturen — was im Sommer flüssig wirkt, wird in der Leitung zur festen Bremse.

Praktische Hacks: So entsorgst du Speiseöl richtig (Schritt für Schritt)

Ich habe diese Routine jahrelang getestet — sie rettet dir Zeit, Geld und Nerven.

  • Abkühlen lassen: Lass das Öl komplett auf Raumtemperatur kommen.
  • Absieben: Grobe Essensreste in den Restmüll oder Kompost geben (kommunale Regeln prüfen).
  • Aufbewahren: Öl in eine leere Flasche oder Einmachglas gießen, verschließen.
  • Entsorgen: Gebinde im Restmüll entsorgen oder bei einer Altöl-Sammelstelle (Wertstoffhof) abgeben.
  • Wiederverwenden: Sauberes Öl für ein zweites Braten filtern und dunkel lagern.
  • Sofortmaßnahme: Pfanne mit Papiertüchern auswischen (Papiertuch in Restmüll), dann spülen.

Life‑hack: Gieße kleine Ölreste in einen leeren Karton oder in gebrauchte Kaffee-/Teereste — das Öl bindet sich und kann so in den Restmüll. In vielen Gemeinden ist das die praktischste Lösung.

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Was du bei einer Verstopfung tun kannst — ohne den Profi gleich zu rufen

Ich habe in kniffligen Fällen einfache Methoden gesehen, die helfen, das Problem zu entschärfen — aber Achtung: Nicht alle Hausmittel sind harmlos.

  • Heißes Wasser und Seife: Mehrere Liter sehr heißes Wasser in Etappen gießen, um Fett zu lösen. Oft nur eine temporäre Lösung.
  • Biologische Enzymreiniger: Diese lösen organische Ablagerungen ohne Rohre zu schädigen.
  • Mechanisch: Saugglocke (Plunger) oder Rohrspirale (Handspirale) — wirkungsvoll bei akuten Blockaden.
  • Was du vermeiden solltest: Stark ätzende Abflussreiniger (NaOH) regelmäßig benutzen — sie können Rohre und Dichtungen beschädigen.

Kurzer Vergleich: Öl im Abfluss ist wie Kaugummi im Turbolader

Stell dir vor, du klebst Kaugummi in einen Motor — zunächst stört es wenig, nach einer Weile führt es zu teuren Schäden. So ist es mit Öl im Rohr: Es fängt harmlos an und endet mit großem Ärger.

Übrigens: Viele Supermärkte und Wertstoffhöfe in Deutschland bieten Sammelbehälter für Speiseöl an — ein kurzer Check auf der Webseite deiner Stadt lohnt sich.

Fazit

Gieß dein Öl nicht in den Abfluss. Kleine Gewohnheitsänderungen — Öl in Flaschen sammeln, Pfanne mit Tuch ausreiben, nachfragen beim Wertstoffhof — sparen dir später Zeit und Geld. Ich habe Haushalte gesehen, die jahrelang ohne Probleme lebten, weil sie ein simples Glas zur Ölaufbewahrung nutzten.

Hast du einen eigenen Trick gegen Fett in der Spüle oder schon einmal eine fette Rohrreparatur bezahlt? Teile deine Erfahrung — das hilft anderen Lesern (und vielleicht deinem Nachbarn).