Klempner warnen: Diese drei Öle gehören niemals in den Abfluss

Klempner warnen: Diese drei Öle gehören niemals in den Abfluss
Spread the love

Dein Abfluss riecht nach Frittierfett? Oder das Waschbecken läuft nur noch im Schneckentempo ab? Ich habe oft gesehen, wie solche kleinen Entscheidungen später richtig teuer werden.

Jetzt gerade im Winter, wenn Braten und Pommes häufiger auf dem Teller landen, ist die Gefahr besonders groß. Lies weiter — es kostet weniger als ein neuer Siphon, dafür ein klein wenig Aufmerksamkeit.

Warum Öl im Abfluss zum Albtraum wird

Öl sieht harmlos aus, fließt erst mal weg — und dann? In den Rohren kühlt es ab, verklumpt und bindet Haare sowie Essensreste wie ein Magnet.

In meiner Arbeit als Journalist, der viele Handwerksbetriebe begleitet hat, habe ich gehört: ein Fettberg kann ein ganzen Hausanschluss blockieren — das ist kein Mythos, sondern Alltag für Installateure.

Was genau passiert?

  • Öl verfestigt sich bei niedrigen Temperaturen und legt eine klebrige Schicht an den Rohrwänden an.
  • Mit der Zeit entsteht ein Fettberg, der Rohre verengt oder komplett dicht macht.
  • Reparaturen kosten in Deutschland schnell mehrere hundert Euro — und das ist noch optimistisch gerechnet.

Die 3 Öle, die niemals in den Abfluss gehören

1. Gebrauchte Frittier- und Bratöle

Wenn Du Pommes oder Krapfen zu Hause frittierst, bleibt Öl übrig — bitte nicht ins Becken kippen. Ich habe das bei mehreren Familienfeiern live miterlebt: Ein Eimer wegkippen = Rohr-Drama zwei Wochen später.

Klempner warnen: Diese drei Öle gehören niemals in den Abfluss - image 1

  • Gefahr: Verfestigt sich schnell, bildet große Ablagerungen.
  • Alternativen: In Einmachglas füllen und zum Wertstoffhof bringen oder Sammlungspunkte nutzen.

2. Tierische Fette (Schmalz, Bratenfett)

Speckfett ist wie Kleber für Rohre. Viele denken, es sei biologisch abbaubar — stimmt teilweise, aber nicht in der Kanalisation.

  • Gefahr: Besonders bei kalter Witterung (typisch deutscher Winter) verstopft es binnen Tagen.
  • Tipps: Nach dem Abkühlen mit Küchenpapier auffangen und in den Restmüll geben oder sammeln.

3. Motoröl und sonstige technische Öle

Das ist die gefährlichste Kategorie. Motoröl gehört aus Umwelt- und Rechtsgründen niemals in den Abfluss. In meiner Recherche sagten mir Installateure: Das ist nicht nur Rohrschaden, das ist Umweltdelikt.

  • Gefahr: Giftig für Wasserlebewesen, belastet Kläranlagen massiv.
  • Entsorgung: Werkstatt, kommunaler Schadstoffhof oder Rücknahme beim Händler.

Praktische Schritt-für-Schritt-Hilfe: So entsorgst Du Öl richtig

Ich gebe Dir eine kleine Routine, die seit Jahren in meinem Haushalt funktioniert:

  • Kalt werden lassen: Öl komplett abkühlen lassen.
  • Abfüllen: In dickes Glas oder leere Plastikflasche gießen.
  • Beschriften: „gebrauchtes Speiseöl“ — manche Recyclinghöfe nehmen nur beschriftete Behälter.
  • Abgabe: Zum Wertstoffhof bringen oder bei Sammelstellen abgeben (z. B. manche REWE-/Aldi-Filialen oder lokale Sammelaktionen).

Schneller Notfalltrick gegen kleine Ölreste

Kein Glas zur Hand? So habe ich es oft gemacht:

  • Küchenpapier oder Zeitungstuch in den Abfluss legen — Öl aufsaugen.
  • Mit einem Löffel entfernen und in den Restmüll werfen.
  • Nachspülen nur mit heißem Wasser und Spülmittel — nicht übertreiben, kein Öl komplett mit Wasser wegspülen.

Wenn es doch staut: Erste Hilfe bevor der Monteur kommt

Ich hab erlebt, wie einfache Maßnahmen oft das Schlimmste verhindern:

Klempner warnen: Diese drei Öle gehören niemals in den Abfluss - image 2

  • Plunger (Saugglocke) benutzen — mehrmals kräftig pumpen.
  • Backpulver + Essig: eine halbe Tasse Backpulver, danach Essig, warten, dann heißes Wasser nachgießen.
  • Keine aggressiven Rohrreiniger bei Tierfetten — sie können Rohre und Dichtungen angreifen.

Warum das auch Dich in Deutschland betrifft

Unsere Kanalnetze sind alt, und das Wetter macht es schlimmer: Kaltzeiten lassen Fette schneller erstarren. Kommunale Gebühren steigen, wenn Kläranlagen mehr belastet werden.

In vielen Städten gibt es inzwischen Sammelstellen oder Rücknahmesysteme — frag beim nächsten Wertstoffhof oder im Rathaus nach. Deine lokale REWE- oder Lidl-Filiale hat oft Infos dazu.

Übrigens: Ein klarer Abfluss ist nicht nur Komfort — es spart echtes Geld und Nerven. Ich habe gesehen, wie ein Nachbar nach falscher Entsorgung drei Tage ohne Dusche blieb. Kein schönes Szenario.

Kurzer Spickzettel zum Mitnehmen

  • Nie: Frittier-, tierische oder Motoröle in den Abfluss gießen.
  • Ja: Abkühlen lassen, auffangen, im Glas sammeln, zum Wertstoffhof.
  • Notfall: Küchenpapier aufsaugen, Plunger, Backpulver+Essig.

Zum Schluss: Wer es genau wissen will — frag Deinen Installateur oder den Wertstoffhof in Deiner Stadt. Die Tipps dort sind oft kostenlos und auf lokale Regeln abgestimmt.

Hast Du schon mal eine Rohrverstopfung durch Fett erlebt? Erzähl kurz, wie Du das Problem gelöst hast — ich bin neugierig, welche Tricks bei Dir funktionieren.