Dein WC läuft nicht mehr ab? Das kann jeden Morgen eine Horrorshow werden — und sehr teuer. Ich habe bemerkt, dass viele Haushalte in Deutschland die gleichen Fehler machen, die zu verstopften Rohren, Gestank und Rechnungen von mehreren hundert Euro führen.
Lesen lohnt sich jetzt, besonders vor faulen Feiertagen oder kalten Winterwochen: Die falsche Entsorgung kann Dein Abwasser komplett blockieren. Hier zeige ich, was sofort raus aus dem Klo muss — und wie Du es ohne Panik wieder in den Griff bekommst.
Warum das plötzlich nicht mehr funktioniert
In meinen Gesprächen mit Klempnern und bei einigen Einsätzen fiel mir auf: Die Rohre in deutschen Altbauten sind oft älter und enger als gedacht. Wenn etwas hineingerät, das sich nicht zersetzt, bildet sich schnell ein Klo-Drama.
Und ja — in Städten wie Berlin oder München kann eine Notfall-Öffnung am Wochenende schnell 200–400 € kosten. Das ist kein Scherz.
Diese 4 Sachen gehören niemals ins Klo
1. Feuchttücher & Reinigungstücher
Feuchttücher fühlen sich wie Papier an — aber sie reißen nicht. Sie sammeln sich in Rohren und bilden mit Fett sogenannte „Fatbergs“. In meiner Recherche sagte ein Klempner: „Ein Paket Feuchttücher kann ein ganzes Haus stilllegen.“
- Entsorgung: In den Restmüll (nicht in die Biotonne).
- Warum das Problem in Deutschland wächst: Viele kaufen Feuchttücher beim DM oder Rossmann, denken sie seien „flushable“. Sie sind es nicht.
2. Fett und Öl
Aus dem Topf direkte in die Toilette zu kippen ist typisch — aber fatal. Fett verflüssigt sich warm, härtet in den Rohren aus und haftet wie Sekundenkleber.

- Folge: Langsam verengte Rohre, üble Gerüche und teure Rohrreinigung.
- Entsorgung in Deutschland: Kleinen Rest in ein Glas geben und im Restmüll entsorgen; größere Mengen zum Wertstoffhof bringen.
3. Tampons, Binden, Windeln
Diese Produkte quellen im Wasser auf und verstopfen sofort. Ich habe gesehen, wie eine einzelne verstopfte Windel das komplette System blockiert.
- Entsorgung: In den Mülleimer — Windeln in den Restmüllbeutel, Binden und Tampons ebenfalls.
- Emotionaler Punkt: Niemand spricht gern darüber, aber der Mülleimer ist hier Held.
4. Medikamente & Chemikalien
Tabletten oder flüssige Medikamente ins Klo zu kippen schadet der Umwelt: Rückstände gelangen in Flüsse und Grundwasser.
- Entsorgung in Deutschland: Bring Altmedikamente zurück in die Apotheke — sie nehmen sie kostenlos zurück.
- Chemische Rohrreiniger sind oft schädlich für Rohre und Kläranlagen; sie lösen manchmal das Problem, machen aber langfristig mehr kaputt.
Praktische Tipps — so verhinderst Du eine Verstopfung
Viele denken, ein bisschen Wasser und einige Spülungen würden helfen. In meiner Praxis als Journalist bei Vor-Ort-Reportagen mit Klempnern habe ich effektivere, einfache Tricks gelernt:
- Immer einen kleinen Mülleimer mit Deckel im Bad haben — bei REWE oder bei dm bekommst Du günstige Modelle.
- Keine „biologisch abbaubaren“ Feuchttücher kaufen, wenn Du unsicher bist.
- Für Öl: Ein Einmachglas sammeln und beim nächsten Wertstoffhof abgeben.
- Altmedikamente zur Apotheke bringen.
Was tun, wenn’s schon verstopft ist — Schritt für Schritt
Panisch fluten hilft nicht. Mach das Folgende ruhig und systematisch:
- Stopp! Nicht weiter spülen — sonst steigt Wasser hoch.
- Absperren: Finde den Absperrhahn (meist hinter dem WC oder an der Wand) und dreh ihn zu.
- Plunger-Methodik: Setz den Sauger bündig auf, 5–10 kräftige Pumpstöße, dann kurz ziehen. Wiederhole.
- Hausmittel: Ein Schuss Spülmittel + heißes (nicht kochendes) Wasser aus Hüfthöhe langsam ins Becken gießen — bei Fettverstopfung oft hilfreich.
- Wenn das nicht hilft: Rufe einen Klempner. In Deutschland kostet ein Notfall am Wochenende schnell 100–250 € nur für den Anfahrtsdienst; rechnest Du die Arbeit, bist Du bei 200–500 €.
Vorsicht mit Rohrreinigern
Rohrreiniger können kurzfristig wirken, aber sie sind aggressiv. Ich habe gesehen, wie Kunststoffteile darunter leiden — und die Kläranlage auch. Lieber erst mechanisch probieren oder den Profi rufen.

Ein einfacher Life-Hack, den kaum jemand nutzt
Wenn Du in einer Mietwohnung mit älteren Rohren lebst (typisch in vielen deutschen Altbauvierteln), lege Dir eine kleine Spirale (Sanitärspirale) zu — kostet bei OBI oder Hornbach unter 20 €.
So wendest Du sie richtig an:
- Zieh Handschuhe an und führ die Spirale langsam ins Becken, bis Du einen Widerstand spürst.
- Dreh im Uhrzeigersinn, damit sich die Spitze durch das Hindernis fressen kann.
- Zieht die Spirale raus und entsorgt das Material im Restmüll. Wiederhole bei Bedarf.
Das ist kein Profi-Ersatz, aber oft die günstigste Rettung am Wochenende.
Merke: Vorbeugen ist billiger als Reparieren. Ein paar Euro für einen Mülleimer und etwas Disziplin sparen Dir später hunderte Euro.
Zum Schluss
Diese vier Dinge — Feuchttücher, Fett, Hygieneartikel und Medikamente — sind die größten Fehler, die ich bei routinemäßigen Einsätzen gesehen habe. Wenn Du heute eine kleine Änderung machst, kannst Du morgen eine teure Klempnerrechnung vermeiden.
Welche Regel nervt Dich am meisten oder hast Du einen eigenen Trick gegen Verstopfungen? Schreib es unten — ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen.
