Klempner flehen: Gießen Sie niemals dieses Öl in den Abfluss

Klempner flehen: Gießen Sie niemals dieses Öl in den Abfluss
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Du denkst, ein Schuss Bratfett oder Olivenöl im Abfluss ist harmlos? Ich habe gesehen, wie genau das eine Familie in Berlin zwei Tage ohne Dusche und einen teuren Notdienst zurückließ. Lies das jetzt, bevor du das nächste Mal die Pfanne auskippen willst — es geht nicht nur um Verstopfungen, sondern um Gerüche, Rohrschäden und eine überraschend hohe Rechnung.

Warum Fett im Abfluss so heimtückisch ist

Fett und Öl wirken auf den ersten Blick flüssig — aber im Rohr verhalten sie sich wie klebriger Zement. Heißes Fett setzt sich beim Abkühlen an den Rohrwänden ab und sammelt Dinge wie Haare, Seifenreste und Essensreste ein.

In meiner Recherche und Gesprächen mit Klempnern aus München und Hamburg hörte ich immer wieder: Das Problem beginnt klein und wächst unsichtbar.

Was genau passiert — die 5 Gefahren

  • Rohrverstopfung: Fett bindet Partikel und bildet stabile Beläge.
  • Geruchsbelästigung: Anaerobe Bakterien zersetzen organische Rückstände — das stinkt schnell.
  • Ratten & Schädlinge: Offene Gerüche und Rückstände ziehen Pestizide an.
  • Umweltschäden: In Abwasseranlagen verklumptes Öl stört Klärprozesse.
  • Hohe Kosten: Ein Notdienstbesuch in Deutschland kann schnell 100–300 € kosten; Austausch beschädigter Rohre ist deutlich teurer.

Wie Klempner das sehen — echte Fälle

In meiner Praxis als Reporterin begleitete ich einen Klempner in Köln: Er zeigte mir einen 10 cm dicken Fettpfropf — entstanden durch wiederholtes Auskippen von Bratöl. Der Besitzer dachte, es sei nur „etwas Fett“.

Der Moment, in dem der Abfluss komplett dicht ist, kommt oft überraschend — und immer ungünstig.

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Praktische Alternativen: So entsorgst du Öl richtig (Schritt-für-Schritt)

Hier ist ein Alltagshack, den ich selbst getestet habe — funktioniert in kleinen Küchen und auf dem Land gleichermaßen.

  • Abkühlen lassen: Warte, bis das Öl vollständig auf Raumtemperatur gekommen ist.
  • In Glasgefäß füllen: Gieße das Öl in ein dichtes Glas oder eine leere Flasche (z. B. alte Marmelade oder PET-Flasche).
  • Fest machen oder einfrieren: Kleine Mengen kannst du im Gefrierfach verfestigen (Deckel drauf, dann Restmüll); größere Portionen sammelst du in einem Behälter.
  • Richtig entsorgen: Kleine, verfestigte Mengen gehören in den Restmüll. Große Mengen bringe zum Wertstoffhof oder zur Altöl-Sammelstelle deiner Gemeinde — viele Kommunen in Deutschland bieten Sammelstellen an.
  • Notlösung in der Küche: Trockne Pfannen mit Küchenpapier, das dann in den Restmüll kommt — niemals in den Kompost oder in den Bioabfall.

Warum der „Gelbe Sack“ keine Option ist

Viele glauben, Plastikverpackung + Öl = Gelber Sack. Das stimmt nicht: Öl gehört nicht in den Gelben Sack, sondern in Restmüll oder zu Sammelstellen. In manchen Kommunen kannst du gebrauchte Speiseöle auch bei Sammelaktionen abgeben.

Wenn es schon zu spät ist: Erste Hilfe für verstopfte Rohre

Bevor du zur chemischen Keule greifst (Ätznatron kann Rohre und Umwelt stark schaden), probiere das:

  • Mechanisch arbeiten: Saugglocke (Pümpel) ein paar Minuten versuchen.
  • Rohrspirale: Kurz und gezielt, lieber vom Profi, wenn du keine Erfahrung hast.
  • Biologische Reiniger: Enzymreiniger helfen, Fett biologisch abzubauen — brauchen Zeit, aber sind sicherer.
  • Notfall: Wenn nichts geht, ruf einen Klempner. In der Nacht kostet das mehr, aber spart langfristig Schaden.

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Regionale Tipps für Deutschland

In vielen Städten findest du Altöl-Sammelstellen beim Wertstoffhof oder beim städtischen Bauhof. Supermärkte wie Edeka oder Rewe bieten selten direkte Annahme — informiere dich auf der Webseite deiner Stadt (z. B. „Abfallwirtschaft [Stadtname]“).

Im Winter, wenn du öfter bratest, überprüfe deinen Küchenabfall häufiger — kaltes Fett verklumpt schneller als im Sommer.

Letzte Warnung — kurz und bitter

Du sparst dir einen kurzen Abguss, aber riskierst eine teure Reparatur und Umweltprobleme. Ich habe Klempner gesehen, die nach fünf Minuten Arbeit ein ganzes Haus vor größerem Schaden bewahrten — und trotzdem eine Rechnung hinterließen.

Fazit

Gieß kein Öl in den Abfluss. Punkt. Sammele, verfestige, entsorge korrekt beim Restmüll oder Wertstoffhof — oder nimm eine Glasflasche als „Ölsammelstelle“ in deiner Küche. Deine Rohre, die Nachbarn und das Klima werden es dir danken.

Was machst du mit gebrauchtem Öl? Hast du eine bessere Methode oder eine lokale Sammelstelle in deiner Stadt entdeckt? Schreib es in die Kommentare — ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.