Installateurs warnen: Diese Fette gehören niemals ins Abwasser

Installateurs warnen: Diese Fette gehören niemals ins Abwasser
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Verstopfter Abfluss nach dem Sonntagsbraten? Ich habe selbst schon gesehen, wie ein Handwerker drei Stunden an einem einzigen Fettklumpen herumgekratzt hat. Das kostet Zeit, Nerven und oft Hunderte Euro. Les das jetzt, bevor du das nächste Mal Bratfett in die Spüle kippst.

Warum Fett Rohre und Kanalisation wirklich ruiniert

Fett verhält sich nicht wie Wasser: warm flüssig, kalt fest. In Rohren kühlt es ab, verklumpt und verbindet sich mit Feuchttüchern, Haaren und Bioabfall — so entstehen die berüchtigten Fettberge.

Ich habe bemerkt, dass viele denken: „Ein bisschen Öl ist doch egal.“ Das stimmt nicht. In Städten wie Berlin oder Hamburg sorgen solche Ablagerungen regelmäßig für aufwendige Einsätze der Stadtentwässerung.

Was passiert konkret?

  • Fette kleben an Rohrwänden und verengen den Durchlass.
  • Mit der Zeit bilden sich harte Schichten — das schaffen nur noch Profis mit Spezialwerkzeug.
  • Die Folge: Rückstau, übler Geruch, Schmutzwasser im Haus und teure Rohrreinigung.

Diese 7 Fette gehören niemals in die Spüle

  • Bratfett und Bratensoßen (Rückstände vom Bräter)
  • Reste von Speck, Schmalz und Gänsefett
  • Frittierfett aus der Fritteuse
  • Butter und Margarine (auch kleine Mengen)
  • Mayonnaise, Dressings und fetthaltige Saucen
  • Kokosöl, Palmöl und feste Pflanzenfette
  • Altöl vom Kochen (z. B. aus Pfannen) — auch wenn es flüssig wirkt

Merke: Alles, was bei Raumtemperatur fest wird oder klebrig bleibt, hat in der Rohrleitung nichts zu suchen.

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Was du stattdessen tun solltest

In meiner Praxis als Beobachter von Haushaltsschäden habe ich einfache, funktionierende Methoden gesehen. Die meisten sind günstig und in jedem deutschen Supermarkt möglich.

Step-by-step: So entsorgst du Fett richtig

  • Abkühlen lassen: Lass heißes Fett zuerst auskühlen (nicht in die Spüle).
  • Absieben/abtupfen: Wische Pfannen mit Küchenpapier grob aus.
  • Aufbewahren: Sammle die Reste in ein altes Glas oder eine leere PET-Flasche.
  • Verschließen und entsorgen: Gut verschließen und in die Restmülltonne (Restmüll) geben — in vielen Gemeinden die richtige Lösung.
  • Größere Mengen: Bring gebrauchtes Frittieröl zum Wertstoffhof (Wertstoffhof) — manche Städte nehmen Speiseöle gesammelt an.

Übrigens: In manchen Kommunen gibt es spezielle Sammelstellen für Speisefette — frag beim örtlichen Rathaus oder Online-Angebot deiner Stadt nach (z. B. bei der Abfallberatung deiner Stadt).

Sofort-Helfer bei leichter Verstopfung

Wenn es schon beginnt zu gurgeln, kannst du helfen, bevor der Monteur kommt:

  • Grobe Reste entfernen (mit Handschuhen).
  • Spüle eine großzügige Menge heißes Wasser nach — oft weicht frisches Fett auf.
  • Bei hartnäckigem Fett: Spülmittel (fettlösend) in den Ausguss geben, 10–15 Minuten einwirken lassen, dann mit kochendem Wasser nachspülen.
  • Backpulver + Essig: 3 EL Backpulver, danach 100 ml Essig, kurz schäumen lassen, dann mit heißem Wasser nachspülen — das lockert Ablagerungen.

Aber: Wenn das Wasser weiterhin steht, ruf lieber einen Installateur. Ich habe zu oft gesehen, wie DIY-Aktionen die Situation verschlimmerten.

Langfristige Tricks, die wirklich funktionieren

  • Nutze ein Spülkorb-Sieb (kostet wenige Euro, z. B. bei Obi, Hornbach oder Amazon).
  • Wische Pfannen mit Küchenpapier, bevor du sie unter fließendem Wasser abspülst.
  • Sammle Öl in großen Gläsern — ideal sind alte Einmachgläser von Rewe oder Lidl.
  • Installiere eine kleine Fettfalle, wenn du häufig frittiert (vor allem bei Mehrfamilienhäusern).
  • Reinige den Siphon regelmäßig — dort setzen sich die Reste zuerst ab.

Ein Tipp, den kaum jemand nutzt

Wenn du häufig Öle verwendest: Reinige Pfannen zuerst mit einem Papiertuch, dann mit etwas Spülmittel in kaltem Wasser. So bleibt weniger Fett im Abfluss. Ich mache das seit Jahren — funktioniert.

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Was die Stadtreinigung und Entwässerung sagt

In deutschen Großstädten führen Fettberge zu Einsätzen, die die Kommunen mit Steuergeldern bezahlen. In Medienberichten tauchen immer wieder Zahlen über Meter lange Fettklumpen auf — das ist kein Mythos.

Und noch was: Fett im Abwasser belastet die Kläranlagen. Die Reinigung wird teurer — das zahlt letztlich die Gemeinschaft.

Kurz gesagt: Dein kleiner Abfluss kann große Probleme verursachen.

Abschließend — kurz und praktisch

Ein einfacher Satz, den du dir merken solltest: Gieße kein Fett in die Spüle, sammle es. So sparst du Geld, Ärger und tust der Umwelt einen Gefallen.

Was ist dein Trick gegen fettige Abflüsse? Hast du einen Geheimtipp oder eine Horror-Story mit verstopften Rohren? Schreib es in die Kommentare — ich bin gespannt.