Installateure warnen: Dieses Öl zerstört Ihre Rohre unwiederbringlich

Installateure warnen: Dieses Öl zerstört Ihre Rohre unwiederbringlich
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Haben Sie schon einmal Fettreste in den Abfluss geschüttet, weil es „nur ein bisschen“ war? Genau daraus entstehen die schlimmsten Rohrprobleme — und zwar schnell. Lesen Sie jetzt, wie normales Speiseöl Ihre Leitungen langfristig ruinieren kann und was Sie sofort tun sollten.

Ich habe bemerkt, dass viele Haushalte in Deutschland diesen Fehler machen — aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit. In meiner Praxis sah ich Rohre, die nach Jahren voller Ölablagerungen ersetzt werden mussten. Das ist teuer, stinkend und vermeidbar.

Warum dieses Öl so gefährlich ist

Es geht nicht um Motoröl oder Chemikalien — es geht um das, was viele täglich nutzen: Brat‑ und Frittieröl, Butterfett oder Pflanzenöle. Kurz: Fette und Öle aus der Küche.

Was passiert im Rohr?

  • Heißes Öl fließt zunächst weg, kühlt ab und wird fest — ähnlich wie fettiger Schokopudding, der in der Rohleitung kleben bleibt.
  • Die Ablagerungen sammeln Haare, Seifenreste und Essensreste und wachsen über Monate zu dicken „Kuchen“ an.
  • Bei steilen Rohren kann das Fett Risse und Korrosion an alten Metallverbindungen fördern — das ist nicht nur lästig, sondern kann zu undichten Stellen führen.
  • Das Schlimmste: Sobald sich feste Fettsteine gebildet haben, hilft oft nur noch das Aufschneiden oder der Austausch von Rohrabschnitten.

Realität in Deutschland: Warum das bei uns häufiger ist

Unsere Häuser sind älter, viele Leitungen sind aus Guss oder haben alte Dichtungen. Bei kalten Wintern bilden sich in kalten Rohren schneller Ablagerungen.

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  • In Altbauten (Berlin, Hamburg, Ruhrgebiet) sind Leitungen oft empfindlicher gegenüber Ablagerungen.
  • Viele Kommunen verbieten, Öl in die Biotonne zu werfen — dennoch landet es oft im Abfluss.
  • Wertstoffhöfe nehmen gebrauchtes Speiseöl meist an — aber das wissen viele nicht.

Tipps vom Installateur: So verhindern Sie teure Schäden

  • Gießen Sie kein Öl in den Abfluss. Auch kleine Mengen summieren sich.
  • Sammeln Sie Öl in einer alten PET‑Flasche oder Glasbehälter und bringen Sie es zum Wertstoffhof.
  • Wischen Sie Pfannen mit Küchenpapier aus — Papier in Restmüll, nicht in die Toilette.
  • Bei kleinen Verstopfungen zuerst mechanisch arbeiten: Saugglocke oder Rohrspirale einsetzen.
  • Chemische Rohrreiniger sind oft aggressiv und können PVC‑Siphons sowie Dichtungen schädigen — vermeiden, wenn möglich.

Der einfache Life‑Hack, den viele übersehen

Ich habe in meiner Arbeit eine Methode oft empfohlen, die funktioniert und praktisch ist:

  • Abkühlen lassen: Lassen Sie Öl in der Pfanne abkühlen.
  • Absieben: Gießen Sie das Fett durch ein altes Kaffeefilter oder ein Sieb in eine verschließbare Flasche.
  • Lagern oder entsorgen: Kleine Mengen können eingefroren und später in den Restmüll, größere Mengen zum Wertstoffhof.

Das klingt banal — aber viele spülen direkt mit heißem Wasser weg. Das ist der Fehler.

Was Sie bei einer bereits begonnenen Verstopfung tun können

  • Versuchen Sie zuerst mit heißem Wasser und Spülmittel (mehrfach, nicht nur einmal): heißes Wasser löst frisch anhaftendes Fett.
  • Nutzen Sie eine Saugglocke (Pümpel) — oft hilft das mehr als chemische Mittel.
  • Eine Rohrspirale (ab 10 € im Baumarkt) entfernt mechanisch Fettklumpen.
  • Bei starker Geruchsbildung oder Rückstau lieber den Profi rufen — je länger gewartet wird, desto größer das Risiko für irreparable Schäden.

Warum manche „Hausmittel“ schaden

Viele greifen zu Backpulver + Essig oder zu handelsüblichen Abflussreinigern — versteht mich nicht falsch, das kann kurzfristig helfen. Langfristig aber greifen aggressive Reiniger Dichtungen an und verändern Kunststoffleitungen. Das entfaltet dann später größere Kosten.

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Übrigens: In vielen deutschen Gemeinden gibt es Sammelstellen für Altöl und sogar Öl‑Container in Supermärkten oder beim Recyclinghof. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Rathaus oder online auf der Seite Ihrer Gemeinde.

Das kostet es, wenn Sie nichts tun

  • Ein einfacher Rohrreinigungsdienst: 80–200 €.
  • Teilweiser Rohrtausch durch Aufgraben oder Innenrohrsanierung: 500–3.000 €.
  • Vollständiger Leitungsersatz in Altbauten: mehrere tausend Euro — plus Schmutz, Handwerk und Stress.

Ich habe gesehen, wie ein einzelner, falsch entsorgter Ölkanister eine ganze Hausgemeinschaft in den Wahnsinn trieb. Das ist vermeidbar.

Letzte konkrete Schritte — sofort umsetzbar

  • Haben Sie Öl im Abfluss? Gießen Sie heißes Seifenwasser nach, saugen Sie mit der Saugglocke und rufen Sie bei anhaltendem Rückstau den Installateur.
  • Sammeln Sie ab heute Öl getrennt: Flasche + Deckel, beschriften, zur nächsten Wertstoffannahmestelle bringen.
  • Wenn Sie in einer Mietwohnung sind: Sprechen Sie mit der Hausverwaltung — Prävention schützt alle Mieter.

Ich hoffe, Sie nehmen das ernst — einmal festsitzende Fettsteine bedeuten oft nur noch Austausch statt Reinigung. Vorbeugen ist günstiger und hygienischer.

Was war Ihre schlimmste Erfahrung mit verstopften Rohren? Teilen Sie es — vielleicht hilft Ihre Lösung anderen Lesern.