Installateure warnen: Dieses Öl ruiniert Ihre Rohre dauerhaft

Installateure warnen: Dieses Öl ruiniert Ihre Rohre dauerhaft
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Dein Abfluss stinkt, arbeitet nur noch halbherzig oder ist komplett dicht? Ich habe in meiner Praxis oft gesehen, wie ein „kleiner“ Löffel Öl über Monate zu einer teuren Rohrkatastrophe wurde. Lies das jetzt — bevor du das nächste Mal das Bratfett in den Ausguss kippst.

Warum dieses Öl Ihre Rohre langsam, aber sicher zerstört

Gebrauchtes Speiseöl — von Bratfett bis Frittieröl — sieht harmlos aus. In Wahrheit verhält es sich wie Kerzenwachs: heiß flüssig, kalt fest.

  • Wenn du Öl in den Abfluss schüttest, bleibt ein Film an den Rohrwänden kleben.
  • Mit jedem Liter sammeln sich Fettschichten; zusammen mit Essensresten und Toilettenpapier entsteht ein harter Klumpen.
  • In kalten Monaten (ja, hier in Deutschland passiert das schneller) verfestigt sich das Fett noch früher.

Schon kleine Mengen addieren sich über Monate zu einem Rohrverschluss. Und das ist nicht nur eine lästige Verstopfung — das kann Leitungen dauerhaft beschädigen und die Kanalisation belasten.

Häufige Missverständnisse

  • „Mit heißem Wasser nachspülen und fertig“ – funktioniert kurzfristig, aber das Fett setzt sich weiter hinten in der Leitung ab.
  • „Biotonne ist die Lösung“ – falsch: gebrauchtes Öl gehört meist nicht in die Biotonne und zieht Schädlinge an.
  • „Chemische Rohrreiniger beseitigen das Problem“ – oft nur temporär und können alten Leitungen schaden.

Was ich in der Praxis sehe — und warum Installateure plötzlich alarmiert sind

Ich habe Installateure begleitet, die Siphons aufgemacht haben und statt Wasser eine zähe, bräunliche Masse entfernten — wie verfestigtes Erdnussbutter-Teer-Gemisch. Die Folge: mehrfaches Aufstemmen der Straße oder Austausch von Rohren.

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  • Beliebte Problemstellen: Küchenspüle, Siphon, Anschlussleitungen zur Kommune.
  • Belastung für Kommunen: Reinigungsfahrzeuge und Monteure müssen öfter ausrücken — Kosten, die wir indirekt in Steuern sehen.
  • Besonderes Risiko im Winter und bei Altbauten mit verengten Rohren.

Schnelle Hilfe: Was du heute tun kannst, wenn der Abfluss schon langsam dicht ist

Bevor du den teuersten Handwerker rufst, probiere diese Schritte. Ich habe sie selbst angewendet — oft bringen sie Erleichterung und kaufen Zeit.

Sofortmaßnahme (sofort, sicher, ohne aggressive Chemie)

  • Zieh Handschuhe an und stell einen Eimer unter den Siphon.
  • Schraube den Siphon ab (meist mit der Hand oder einem verstellbaren Schlüssel) und entferne die Fettschicht manuell.
  • Wisch das Innere mit Küchenpapier aus und entsorge das Papier im Restmüll.
  • Spüle mit sehr heißem Wasser und etwas Spülmittel nach — kein kochendes Wasser bei Kunststoffrohren.

Wenn das nichts bringt: Nutze eine Rohrreinigungsspirale (Rohrfrei-Spirale) oder ruf einen Installateur — je länger du wartest, desto teurer wird es.

Langfristiger Schutz: So verhinderst du das nächste Rohr-Drama

Veränder ein paar Gewohnheiten in der Küche — das spart Nerven und Geld. In Deutschland gibt es dafür praktikable Lösungen und Entsorgungswege.

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  • Sammle gebrauchtes Öl in einer alten Flasche oder Dose (z. B. alte Ökoflasche). Verschließen, beschriften und beim nächsten Wertstoffhof abgeben.
  • Alternativ: Öl im Kühlschrank erstarren lassen, dann im Restmüll entsorgen (in Papier wickeln).
  • Filter das Öl nach dem Braten durch einen Kaffeefilter, um Feststoffe zu entfernen — so lässt es sich besser wiederverwenden oder sauber entsorgen.
  • Nutze biologische Rohrreiniger (Enzyme) beim ersten Anzeichen von Verlangsamung — regelmäßig angewendet können sie Fettabbau fördern.
  • Informiere dich bei deiner Stadt/Gemeinde: Viele Wertstoffhöfe in Deutschland nehmen Altöl zurück; manche Kommunen bieten Sammelaktionen an.

Ein praktischer Life-Hack, den ich empfehle

So entsorgst du Küchenschmalz sauber und kostenlos:

  • Lass das Fett abkühlen, fülle es in ein leeres Glas (z. B. Einmachglas).
  • Stell das Glas in den Kühlschrank, damit das Fett fest wird.
  • Schraube den Deckel drauf und entsorge das Glas im Restmüll (Deckel und Glas je nach Kommune trennen).
  • Oder bring das volle Glas zum Wertstoffhof — dort wird es fachgerecht entsorgt oder recycelt.

Was du niemals tun solltest

  • Nie Öl in die Toilette kippen — das verschlimmert das Problem im Kanalnetz.
  • Keine aggressiven Laugen in alten Zink- oder Gussrohren einsetzen — das kann Korrosion fördern.
  • Keine falschen Annahmen treffen: „Kleines bisschen ist okay“ — Fett kumuliert.

By the way: Viele Drogeriemärkte (DM, Rossmann) und Baumärkte (Bauhaus, OBI) haben enzymatische Reiniger. Frag im Wertstoffhof deiner Stadt nach speziellen Sammelstellen — das variiert.

Kurzes Fazit

Gebrauchtes Speiseöl ist keine harmlose Flüssigkeit, sondern ein stiller Rohrkiller. Ich habe gesehen, wie einfache Gewohnheitsänderungen teure Rohrreparaturen verhindern. Also: sammel das Öl, entsorg es richtig und vermeide den Ausguss.

Hast du schon eine fette Rohr-Pleite erlebt oder einen guten Trick zur Ölentsorgung? Schreib es unten — andere Leser und ich wollen wissen, was bei euch geholfen hat.