Dir ist schon mal die Steckdosenleiste heiß geworden oder die Sicherung gefallen? Mir ist das öfter aufgefallen — fast immer weil ein Mehrfachstecker falsch eingesetzt wurde. Das ist nicht nur nervig, das ist gefährlich. Lies jetzt weiter: Ein kleiner Check bringt Sicherheit, und ich zeige dir genau, wie.
Warum das so oft schiefgeht
In meiner Recherche und Gesprächen mit Elektrikern fiel mir eines auf: Viele unterschätzen, wie viel Leistung moderne Geräte ziehen. In deutschen Haushalten wird eine Steckdosenleiste wie ein Tram benutzt — möglichst viele Menschen reinpressen, bis es knallt.
- Viele kaufen Billig‑Steckdosenleisten bei Discountern (Aldi, Lidl) oder online — ohne VDE/GS‑Prüfzeichen.
- Hohe Verbraucher wie Wasserkocher, Heizdecken, Heizlüfter werden an die Leiste gehängt.
- Mehrere Leisten hintereinander („daisy‑chain“) sind Standard in WG‑Küchen.
- Verklebte oder dunkle Kontakte, lockere Stecker — Warnzeichen, die oft ignoriert werden.
Was Elektriker konkret alarmiert
Ich habe mit einem Elektriker gesprochen: Er sieht täglich geschmolzene Steckkontakte und Brandspuren. Das passiert meist langsam — zuerst riechst du Plastik, dann wird die Leiste warm. Viele reagieren erst, wenn die Sicherung ausgelöst hat oder Rauch aufsteigt.

Gefährliche Gewohnheiten — erkennst du dich wieder?
Ich habe bei Freunden, in Büros und in Ferienwohnungen die gleichen Fehler gesehen. Kurze Liste, damit du sofort weißt, ob du betroffen bist:
- Mehrere Großverbraucher gleichzeitig an einer Leiste (z. B. Wasserkocher + Mikrowelle).
- Ketten aus Mehrfachsteckern oder Verlängerungen.
- Verwendung von Steckdosenleisten ohne Schutzkontakt für Geräte mit Schutzklasse I.
- Verstaute Leisten unter Teppichen oder hinter Möbeln — schlechte Wärmeabfuhr.
- Billigprodukte ohne Prüfzeichen gekauft in Baumärkten wie Obi/Hornbach oder bei Online‑Schnäppchen.
Wie du sofort prüfst — schneller Sicherheitstest
Ich selbst teste Steckdosenleisten so: kurz, praktisch, und ohne Spezialwissen. Probier das auch.
- Zieh alle Stecker, schau die Leiste an (Risse, Verfärbungen, Geruch).
- Suche das Prüfzeichen: VDE oder GS — CE allein reicht nicht.
- Steck die Leiste ein, dann die Geräte einzeln rein und beobachte: Wird die Leiste heiß?
- Nutze ein einfaches Energieverbrauchsmessgerät (gibt’s bei MediaMarkt/Saturn oder Amazon) und messe die Wattzahl.
- Bei mehr als ~3.500 W (bei einer 16‑A‑Sicherung) sofort aufteilen oder einen zusätzlichen Stromkreis legen lassen.
Kurzanleitung: So misst du echten Verbrauch
Das ist mein Alltagstipp für mehr Sicherheit in der Küche oder im Home‑Office:
- Besorge ein Energieverbrauchsmessgerät (~10–30 €).
- Steck das Messgerät in die Wand, dann die Mehrfachsteckerleiste in das Messgerät.
- Schalte alle Geräte an, lies die Wattzahl ab.
- Liegt der Wert nahe oder über 3.000–3.500 W? Dann trennt die Last auf mehrere Steckdosen oder ruft einen Elektriker.
Praktische Alternativen und was der Profi empfiehlt
Ich habe das mit Elektrikern ausprobiert: Oft ist die beste Lösung keine teure Leiste, sondern eine andere Steckdose.

- Für Küche & Heizung: feste Installation durch einen Elektriker — neue Steckdose pro Großverbraucher.
- Für PCs und TV: Überspannungsschutzleisten mit VDE + integrierter Sicherung.
- Bei Baustellen oder Garten: Leisten mit FI‑Schutz (RCD).
- Bei Unsicherheit: Kurz checken lassen in einem Baumarkt (Hornbach/Bauhaus bieten Beratungen) oder direkt einen Elektriker rufen.
Ein Bild, das du dir merken solltest
Stell dir eine Straßenbahn vor, prall gefüllt an einem Weihnachtsmarkt in Berlin — wenn noch 20 Leute zusteigen, passiert etwas. So verhält sich eine Steckdosenleiste mit zu vielen Geräten: irgendwann gibt es Überlastung.
Finale: Was du heute tun kannst
Mach diesen einfachen Test: 1) Sichtprüfung, 2) Messgerät anschließen, 3) bei über 3.000 W umverteilen oder Fachmann rufen. Ich habe das selbst bei Familienmitgliedern gemacht — die Erleichterung war sofort spürbar.
Was ist dir schon passiert — oder hast du heimlich mehrere Heizlüfter an einer Leiste laufen? Schreib kurz, wie du deine Steckdosen organisiert hast.
