Du zahlst jeden Monat viel Strom, ohne zu wissen warum? Ich habe oft gesehen, wie genau eine einzelne Steckdose die Rechnung sprengt. Jetzt, wo die Preise hoch sind und der Winter kommt, solltest du das sofort prüfen.
Welche Steckdose ist die teure Falle?
Viele denken an Herd oder Waschmaschine — aber die echte Überraschung ist oft eine Steckdose mit einem dauerhaft betriebenen Gerät:
- Steckdose für einen alten elektrischen Heizlüfter oder Standheizung
- Steckdose mit dauerhaft laufendem Server/NAS, Router und Switch
- Steckdose, an der ein alter Kühlschrank oder Gefrierschrank hängt (insbesondere im Keller oder in der Garage)
- Steckdose mit smarten Geräten, die viel Standby verbrauchen (alte Smart-Home-Hubs, manche LED-Trafos)
Wie viel ist 300 € eigentlich in Verbrauch?
Kurze Rechnung, damit du ein Gefühl bekommst: Bei etwa 0,40 €/kWh entspricht 300 € rund 750 kWh im Jahr — das heißt ein Gerät, das dauerhaft etwa 80–90 Watt zieht, kostet dich so viel.

Warum das passiert — die 5 häufigsten Fallen
- Versteckter Dauerbetrieb: Das Gerät läuft 24/7, du siehst es aber selten (Keller, Flur, Büro).
- Standby-Sumpf: Router + NAS + Smartphone-Ladegeräte summieren sich.
- Alte Heizgeräte: Ein halber Raumheizer zieht konstant 1.000 W, falsch angeschlossen wird’s teuer.
- Defekte Elektrik: Wackelkontakte oder alter Trafo können ineffizient Wärme produzieren.
- Falsches Nutzerverhalten: „Stecker drin lassen“ bei selten genutzten Geräten.
Sofort-Checks: Wie du die teuerste Steckdose findest
Ich habe das mehrfach bei Kunden getestet — brauchst du nur 20 Minuten.
- Besorg dir ein Energieverbrauchs-Messgerät (Zwischenstecker) — gibt’s bei Hornbach, OBI oder MediaMarkt für 10–30 €.
- Stecke es nacheinander in alle Steckdosen mit angeschlossenen Geräten (auch Keller/Garage).
- Notiere Watt-Angabe und berechne: Watt × 24 × 365 ÷ 1000 = kWh pro Jahr; kWh × dein Tarif = Kosten.
Praktischer Life-Hack: In 5 Schritten messen und sparen
- Step 1: Kaufe oder leihe ein Energiekosten-Messgerät.
- Step 2: Messe zuerst die Steckdose, die selten kontrolliert wird (Keller/Garage/Arbeitszimmer).
- Step 3: Schreibe Watt, lasse 10 Minuten laufen für stabile Werte.
- Step 4: Rechne hoch (Beispiel unten) und entscheide: Ausschalten, ersetzen oder Elektriker holen.
- Step 5: Ersetze Dauerläufer durch eine schaltbare Steckdosenleiste oder smarten Zwischenstecker mit Zeitplan.
Beispielrechnung: Ein Gerät zieht 85 W dauerhaft → 85 W × 24 × 365 = 744 kWh/Jahr → bei 0,40 €/kWh ≈ 298 €.
Konkrete Sparmaßnahmen (die wirklich funktionieren)
- Schaltbare Steckdosenleiste für mehrere Geräte kaufen (ein Klick = alles aus).
- Alte Heizlüfter, Kühlschränke oder Trafo-behaftete Geräte ersetzen oder überprüfen lassen.
- Router + NAS: Nacht-Zeitpläne oder energiesparende Hardware verwenden.
- Smart-Plugs mit Verbrauchsanzeige: Du siehst live, was frisst.
- Wenn du ein seltsames Brummen, Hitze oder Flackern spürst: Ruf einen Elektriker. Das kann ein Sicherheitsrisiko sein.
Wenn es kein Gerät, sondern die Steckdose selbst ist
Manchmal liegt der Grund in der Installation: Korrosion, schlechte Kontakte oder falsch dimensionierte Leitungen können Verluste und Wärme erzeugen. Das ist kein DIY-Fall — hier gehört ein Profi hin.

Typisch Deutschland: Wo die Problem-Steckdosen wohnen
- Keller/Waschkeller mit altem Gefrierschrank
- Garagensteckdose für Werkstatt-Heizlüfter
- Arbeitszimmer mit Dauer-Ladegeräten, Drucker und NAS
- Flur/Bad mit elektrisch betriebenen Handtuchheizkörpern
Ich habe bei einer Familie in Berlin eine vergessene Server-Kiste im Gästezimmer gefunden — 60 W Dauerlast, 200 € extra im Jahr. So nah liegt es oft.
By the way — schnelle Prioritätenliste
- Finde Dauerläufer (mit Messgerät).
- Schalte oder trenne sofort, was du nicht ständig brauchst.
- Investiere in eine schaltbare Leiste oder smarten Stecker.
- Bei Verdacht auf Elektrik-Problem: Elektriker anrufen.
Wenn du nur eines machst: Miss einmal alle Steckdosen mit einem Energiekosten-Messgerät. Das bringt Klarheit — und oft direkt 100–300 € Ersparnis pro Jahr.
Was hat dich am meisten überrascht, als du deinen Stromverbrauch gemessen hast? Schreib’s in die Kommentare — vielleicht hat jemand den gleichen „Spar-Fund“ wie du.
