Elektriker warnen: Diese drei Geräte killen deine Steckdose

Elektriker warnen: Diese drei Geräte killen deine Steckdose
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Deine Steckdose flackert, die Sicherung knallt raus oder die Dose wird warm? Das sind keine kleinen Ärgernisse — das sind Warnsignale. Sofort abschalten, wenn du merkst, dass etwas heiß wird oder stinkt.

Ich habe in meiner Praxis öfter gesehen, wie aus überlasteten Steckdosen kurzfristig teure Reparaturen oder schlimmeres werden. Lies das jetzt, besonders wenn du in einer Altbauwohnung in Berlin, einer Mietwohnung in München oder beim Weihnachtsbeleuchtungs-Experiment bist.

Warum das plötzlich auftritt

Viele Steckdosen in deutschen Wohnungen sind auf 16 A abgesichert — das klingt viel, ist aber schnell erreicht. Fehler entstehen nicht nur durch ein Gerät, sondern durch Kombinationen, schlechte Kontakte und billige Mehrfachstecker.

  • Flackern, Knistern oder Geruch sind Alarmzeichen.
  • Alte Dosen haben oft lockere Kontakte — Wärme entsteht, Metall oxidiert, Widerstand steigt.
  • In meiner Erfahrung: Winterzeit + Heizlüfter + Weihnachtsbeleuchtung = häufiger Defekt.

Die drei heimlichen Täter

1. Heizlüfter & elektrische Heizgeräte

Wenn draußen in Deutschland das Thermometer gegen Null geht, greifen viele zu schnellen Heizlüftern oder Radiatoren vom Discounter. Sie saugen beim Einschalten kurzfristig große Ströme.

Das ist wie mit LKW auf der Autobahn: Ein plötzlicher Ansturm bringt alles zum Stocken, die Leitungen werden heiß.

  • Hoher Einschaltstrom kann Sicherungen auslösen.
  • Alte Steckdosen halten die Dauerlast oft nicht aus.
  • Viele nutzen Heizlüfter in Badezimmern — Brandgefahr erhöht.

2. Schnellladende USB-Hubs & Powerbanks

Du denkst: „nur ein Ladegerät“ — aber moderne Schnelllader liefern mehr Ampere, besonders wenn mehrere Geräte an einem USB‑Hub hängen.

Elektriker warnen: Diese drei Geräte killen deine Steckdose - image 1

Ich habe bemerkt, dass in WG‑Küchen oder Home‑Office‑Ecken oft mehrere Hubs an einer Leiste stecken. Das summiert sich zu einer echten Belastung.

3. Alte Steckdosenleisten & Billige Netzteile

Billige Mehrfachleisten aus dem Baumarkt oder Laden um die Ecke mögen günstig sein, aber sie sind oft nicht für Dauerbetrieb ausgelegt.

In meiner Praxis: lockere Kontakte in Mehrfachleisten sind eine häufige Ursache für Erwärmung hinter Möbeln.

  • Kein Serienbetrieb von Steckerleisten (eine Leiste in die andere stecken).
  • Keine ungeprüften Billignetzteile für 24/7‑Betrieb.

Wie du das sofort testen und schützen kannst

Bevor der Geruch oder Rauch kommt: ein schneller Check, den jeder in Deutschland selbst macht.

  • Zieh das Gerät raus und fühle die Steckdose kurz (nicht stundenlang) — wird sie warm? Dann abschalten.
  • Kauf ein kleines Leistungs‑Messgerät (Strommesszange oder Steckdosen‑Wattmeter) bei Conrad, MediaMarkt oder Amazon — kostet ~15–40 €.
  • Misst du dauerhaft über 2.000 W auf einer Steckdose? Zeit für Umsortieren.

Praktischer Life‑Hack: Messanleitung in 5 Schritten

Ich nutze diese Routine, bevor ich neue Geräte dauerhaft anschließe.

  • Schritt 1: Schließe ein Watt‑Meter an die Steckdose an.
  • Schritt 2: Schalte das zu testende Gerät ein und beobachte den Spitzenwert beim Einschalten (Inrush).
  • Schritt 3: Notiere die Dauerleistung nach 5 Minuten (stabilisierter Wert).
  • Schritt 4: Addiere Leistungen aller Geräte, die regelmäßig zusammen laufen.
  • Schritt 5: Liegt die Summe nahe oder über 3.600 W (16 A × 230 V)? Verteile Geräte auf andere Kreise oder rufe den Elektriker.

Ein einfacher Trick: Steckdosentrenner mit eingebautem Schalter oder Zeitschaltuhr hilft, Lastspitzen zu vermeiden — besonders bei Heizgeräten.

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Wann du den Profi holen solltest

Wenn die Dose regelmäßig warm wird, es Funken gab oder die FI‑Schutzschalter auslösen: ruf einen Elektriker. In Deutschland beginnt der Stundensatz meistens bei ca. 50–80 €.

In meiner Praxis hat sich gezeigt: oft ist ein neuer Einsatz oder eine fachgerechte Steckdose günstiger als ein Brandschaden oder teure Renovierung.

Zusätzliche, wenig bekannte Tipps

  • Nutze eine Infrarot‑Messung (Thermometer) hinter Möbeln — viele Baumärkte verleihen Geräte.
  • Tausche alte Schuko‑Dosen gegen solche mit besseren Kontakten (nur durch Elektriker).
  • Vermeide Mehrfachstecker hinter Sofas oder unter Teppichen — schlechte Belüftung erhöht Hitze.
  • Beim Kauf: Auf CE‑Kennzeichnung und Prüfsiegel (GS) achten; billig ist nicht immer sicher.

By the way: Weihnachtsbeleuchtung und Heizlüfter gleichzeitig an einer Dose ist eine schlechte Idee — das sieht jedes Jahr jemand beim Lidl‑Sonderverkauf nicht.

Fazit

Deine Steckdose ist kein Spielzeug. Kleine Geräte summieren sich; alte Dosen und billige Leisten sind oft der Schwachpunkt. Teste mit einem Watt‑Meter, verteile Lasten und ruf den Elektriker, wenn etwas warm wird oder funkt.

Hast du schon mal eine brennende Steckdose erlebt oder einen Trick gegen Überlast? Schreib es in die Kommentare — andere Leser sollten davon wissen.