Elektriker verraten: Welche Geräte Sie nachts wirklich ausstecken sollten

Elektriker verraten: Welche Geräte Sie nachts wirklich ausstecken sollten
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Dein Steckdosenbrett ist nachts kein harmloser Möbelrest – es frisst Geld und kann gefährlich werden. Ich habe festgestellt, dass viele Haushalte in Deutschland unnötig Strom verlieren und ein unnötiges Brandrisiko haben. Jetzt handeln spart bares Geld und gibt ein besseres Schlafgefühl. Lies kurz, was wirklich wichtig ist.

Warum du das nicht auf morgen verschieben darfst

Die Energiepreise sind in Deutschland hoch; ein paar Watt im Standby summieren sich. In meiner Praxis sehe ich außerdem regelmäßig verschmorte Steckdosenleisten und überhitzte Ladegeräte.

Kurzes Beispiel zur Einordnung: Bei 0,40 €/kWh (aktueller Vergleichswert) verursacht ein Gerät mit 10 W Dauerverbrauch ca. 35 € pro Jahr. Klingt klein? Multipliziert mit Fernseher, Receiver, Router, Ladegeräten wird das schnell ärgerlich.

Die 7 Geräte, die du nachts ausstecken solltest

  • Handy- und Laptop-Ladegeräte – ziehen auch ohne angeschlossenes Gerät Strom und können überhitzen.
  • Fernseher und Receiver (Sat/TV-Box) – Standby-Verbrauch ist größer als du denkst.
  • Spielekonsolen (PS, Xbox) – aktualisieren sich nachts und verbrauchen Energie.
  • Smart-TVs und Streaming-Sticks – immer online heißt immer Stromverbrauch.
  • Kaffeemaschine mit elektronischer Uhr – hat oft versteckten Verbrauch.
  • Zimmerbrunnen, LED-Beleuchtungen mit Netzteil – laufen heimlich weiter.
  • Billige Netzteile und Nachrüstlösungen – sind häufig Brandursache.

Was du unbedingt angesteckt lassen solltest

  • Kühlschrank und Gefriertruhe – nicht ausstecken!
  • Rauchmelder, medizinische Geräte, Aquarium-Heizer – lebenswichtig.
  • Wenn du Home-Alarm- oder Hausautomationssysteme brauchst: Router/Hub bleiben.

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Wie du in 5 Minuten prüfst, wer die Stromfresser sind

Viele übersehen: Du brauchst keine Elektro-Fachkraft, um die größten Verursacher zu finden. Ich habe das mit einem einfachen Energiekostenmesser gemacht – das geht so:

  • Schritt 1: Besorg dir ein Energiekostenmessgerät (bei MediaMarkt, Conrad, Amazon oder Lidl-Aktion).
  • Schritt 2: Stecke das Messgerät in die Steckdose und dann das zu testende Gerät hinein.
  • Schritt 3: Notiere den Verbrauch im Leerlauf (Standby) für ein paar Minuten; rechne auf 24 Stunden hoch.
  • Schritt 4: Multipliziere kWh/Jahr mit deinem Strompreis (z.B. 0,40 €/kWh), um die jährlichen Kosten zu sehen.
  • Schritt 5: Entscheid: ausstecken, Schalterleiste oder smarte Zeitschaltung verwenden.

Praktischer Life-Hack: Die Nacht-Aus-Routine

Ich habe für meine Wohnung eine einfache, zuverlässige Lösung gebaut. Du brauchst eine schaltbare Steckdosenleiste oder einen smarten WLAN-Stecker (gibt’s bei Saturn/MediaMarkt oder online).

  • Schritt 1: Sammle alle mobilen Verbraucher (TV, Konsole, Ladegeräte) an einer Leiste.
  • Schritt 2: Verwende eine Steckdosenleiste mit Schalter oder einen Smart-Plug.
  • Schritt 3: Stelle die Zeitschaltung auf 23:00–07:00 oder nutze die „Gute-Nacht“-Routine in deiner Smart-Home-App.
  • Schritt 4: Kontrolliere einmal pro Monat mit dem Energiekostenmesser, ob sich etwas geändert hat.

Bonus-Trick: Falls du Kabelsalat hast: Beschrifte die Leiste mit Klebeetiketten (z. B. „TV“, „Ladegeräte“). So vermeidest du versehentliches Ausstecken der wichtigen Geräte.

Sicherheits-Check: Worauf Elektriker wirklich achten

  • Keine überlasteten Mehrfachsteckdosen – das ist ein häufiger Fehler in deutschen Wohnzimmern.
  • Billige Chinesen-Ladegeräte ersetzen; sie sind oft schlecht isoliert und überhitzen.
  • Rauch und Brandgeruch sofort ernst nehmen: Steckdose ausschalten und Fachbetrieb rufen.
  • Bei Unsicherheit: jährliche Sichtprüfung durch einen Elektriker (z. B. Handwerksbetrieb aus der Nachbarschaft oder Fachbetriebe bei MyHammer/Berufsverbänden).

Was es kostet — und was du sparst

Rechenbeispiel, kurz und schmerzlos:

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  • 1 W Dauerverbrauch = 8,76 kWh/Jahr → bei 0,40 €/kWh = ~3,50 €/Jahr
  • 10 W Dauerverbrauch = ~87,6 kWh/Jahr → ~35 €/Jahr
  • Mehrere Geräte zusammen können locker 50–150 € pro Jahr verschlingen.

Manchmal ist der größte Gewinn nicht der Euro, sondern die Ruhe: weniger Kabel, weniger Risiko, besser schlafen.

Und jetzt das Schwierige: Gewohnheiten ändern

Ich weiß, es ist lästig. Viele sagen: „Das macht doch nichts.“ Aber ich habe Fälle gesehen, bei denen ein simples Ladegerät einen Kurzschluss ausgelöst hat. Das weckt auf.

Übrigens: In Deutschland gibt es günstige Smart-Plugs schon für unter 15 €, und Baumärkte wie OBI, Bauhaus sowie Discounter bringen oft Aktionsware. Für die meisten Haushalte rechnet sich die Investition in weniger als ein Jahr.

By the way: Willst du eine Checkliste für deinen Haushalt, die du abhaken kannst? Ich habe eine kompakte Version vorbereitet—sag kurz Bescheid.

Was hältst du davon: Steckst du abends alles aus oder lässt du Geräte im Standby? Schreib kurz, was bei dir funktioniert — oder welche Horror-Story du zur Steckdose hast.