Ihr Netflix stockt immer genau dann, wenn es spannend wird? Oder das Smart‑TV verliert ständig die Verbindung? Das ist kein Zufall. Lesen Sie weiter — jetzt gleich — bevor Sie wieder die Fernbedienung anfluchen.
Ich habe in meiner Arbeit als Elektriker oft gesehen, wie ein kleiner Stellfehler das ganze Zuhausenetz sabotiert. Viele übersehen, wie sehr der Standort des Routers Alltag und Geräte beeinflusst.
Warum das gerade jetzt wichtig ist
Fernseher, Set‑Top‑Boxen und Router sind heute dauernd an. In deutschen Wohnungen, besonders in Altbauten mit dicken Wänden, merkt man den Unterschied sofort: ein Meter Platz macht oft mehr aus als ein teurer Tarifwechsel.
Wie sich Probleme äußern
Das sind die typischen Beschwerden, die ich regelmäßig höre:
- Streaming pausiert oder springt in schlechter Qualität.
- WLAN‑Abbrüche in einem Raum, obwohl der Router direkt daneben steht.
- Router wird ungewöhnlich heiß oder die Geräte fühlen sich langsamer an.

4 technische Gründe — kurz und konkret
Stellen Sie den Router nicht direkt neben den Fernseher. Das klingt simpel, ist aber wirkungsvoll.
- Signalabschattung: Flache Fernseher und Metallhalterungen wirken wie Mauern für das WLAN‑Signal — das trifft oft die 2,4‑ und 5‑GHz‑Frequenzen.
- Elektromagnetische Störungen: Netzteile, Tuner und Lautsprecher im TV erzeugen Interferenzen, die das Funkfeld verändern.
- Wärme: Beide Geräte produzieren Hitze. Ein zugestellter Router überhitzt schneller und drosselt die Leistung.
- Mechanische Risiken: Kabelsalat und Verrücken beim Putzen führen zu versehentlichem Ziehen oder Knicken der Kabel — Ausfallgefahr.
Ein Bild, das hilft
Stellen Sie sich vor: Der Router neben dem Fernseher ist wie ein DJ direkt neben dem Sänger — keiner klingt mehr klar. Das WLAN wird überdeckt, statt frei zu senden.
Fehler, die ich oft sehe — und wie Sie sie sofort vermeiden
- Router in Möbeln verstecken: Das ist praktisch, aber schlecht fürs Signal.
- Router hinter dem TV‑Schrank: Metall und Kabel reflektieren oder schlucken Funkwellen.
- Alles an eine Steckdose: Zu viele Geräte an einer Leiste erhöhen Wärme und Störgeräusche.
Einfacher 5‑Minuten‑Hack: So testen Sie es selbst
Ein einfacher Test kann viel bringen. Nehmen Sie Ihr Smartphone und machen Sie diesen Check:
- Schritt 1: Starten Sie eine Speedtest‑App (z. B. Ookla Speedtest). Notieren Sie Download und Ping direkt am Fernseher.
- Schritt 2: Gehen Sie 1–2 Meter vom Fernseher weg (z. B. auf den Couchtisch oder an ein Regal). Wiederholen Sie den Test.
- Schritt 3: Wenn die Werte deutlich besser sind, verlegen Sie den Router dauerhaft an diesen Platz — höher, frei stehend, nicht hinter Metall.
- Schritt 4: Testen Sie alternative Kanäle in der Router‑Konfiguration oder aktivieren Sie „Auto Channel“; nutzen Sie dazu eine WLAN‑Analyzer App (Android/iOS).
Wenn Sie den Router nicht verlegen können — praktische Alternativen
Manchmal lässt sich die Wohnung nicht umstellen. In deutschen Haushalten mit engen Wohnbereichen sind das die besten Optionen:

- Powerline‑Adapter: In MediaMarkt oder Saturn ab ca. €30–€60 — nutzt die Stromleitung, um das Signal zu verlagern.
- Mesh‑System: Für größere Wohnungen oder Altbauwände; Einsteiger kosten ab ~€100.
- WLAN‑Repeater: Kurzfristig nützlich, aber oft mit Performanceverlust verbunden.
Ein kleiner, nicht offensichtlicher Tipp
Stellen Sie den Router nicht einfach auf einen niedrigen Schrank — hängen Sie ihn mit einer kleinen Wandhalterung etwa 1,5 Meter hoch auf. Das vermeidet Reflektionen durch Möbel und reduziert Wärmeansammlungen.
Das sollten Sie noch wissen — schnelle Fakten
- 2,4 GHz dringt besser durch Wände, 5 GHz ist schneller, aber anfälliger für Blockaden.
- Mehr Leistung = nicht immer besser: Platzierung übertrumpft oft teurere Hardware.
- In städtischen Gebieten (Berlin, Hamburg, München) lohnt sich öfter ein Kanalwechsel wegen vieler Nachbarn.
Übrigens: Ich habe in Altbauwohnungen gesehen, dass eine kleine Veränderung (25–50 cm) die Downloadgeschwindigkeit verdoppeln kann — ohne zusätzliche Kosten.
Fazit
Der Router gehört nicht neben den Fernseher. Ein kleiner Standortwechsel, eine schnelle Messung mit dem Smartphone oder eine günstige Powerline‑Lösung aus dem Elektronikmarkt kann Streams retten, Geräte schonen und Nerven sparen.
Wie ist es bei Ihnen: Steht Ihr Router noch neben dem Fernseher — oder haben Sie schon einen Trick gefunden, der wirklich hilft?
