Deine Pfanne sieht aus wie nach einem Brand und du greifst automatisch zum Scheuerschwamm? Halt kurz: Das ruiniert oft die Beschichtung und kostet dich unnötig Zeit und Geld. Backpulver (bzw. Natron) und grobes Salz können die gleiche Arbeit leisten – schonender, günstiger und meist effektiver.
Ich habe das in meiner Küche getestet und dabei gelernt, welche Kombination für welche Pfanne wirklich hilft. Lies weiter – es spart dir einen Neukauf.
Warum Scheuermittel oft versagen
Viele scheuern bis die Pfanne glänzt – und wundern sich später über abgeplatzte Beschichtungen oder Rost. Scheuermittel zerkratzen feine Oberflächen und lösen nicht immer die eingebrannten Reste, sie verteilen sie nur.
Chemie gegen Material: das eigentliche Problem
Eingebrannte Rückstände bestehen aus verkohlten Proteinen und Fett. Mechanisch schrubben kann helfen, aber nur, wenn die Struktur der Rückstände aufgelöst ist. Genau da setzen Backpulver und Salz an: sie lockern und absorbieren.
Backpulver vs. Natron – kleiner Unterschied, große Wirkung
In Deutschland findest du zwei Begriffe: „Backpulver“ (enthält Säure + Triebmittel) und „Natron“ (reines Natriumhydrogencarbonat). In meiner Praxis wirkt Natron etwas milder und flexibler, Backpulver funktioniert aber auch.
- Natron (Drogerien wie DM, Müller) – stärker bei Gerüchen und hartnäckigen Verkrustungen.
- Backpulver (Supermarkt: REWE, Edeka) – praktisch, weil viele es schon zu Hause haben.
- Grobkörniges Salz (Lidl, Penny, REWE) – wirkt wie winziger Sand, aber kontrollierter.
Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung: So bekommst Du die Pfanne sauber
Hier die Methode, die ich am häufigsten benutze. Sie ist simpel, günstig und funktioniert für die meisten Pfannenarten.

- Pfanne (leer) mit warmem Wasser ausspülen.
- 2 EL Backpulver oder Natron gleichmäßig auf den Boden streuen.
- 1–2 EL grobes Salz dazugeben – das Salz wirkt mechanisch, das Natron chemisch.
- Heißes Wasser einfüllen, so dass die Kruste bedeckt ist (bei starkem Schmutz kurz aufkochen).
- 5–15 Minuten stehen lassen, dann mit einem Holzspatel oder weichem Schwamm lösen.
- Bei Gusseisen: kein Spülmittel, danach Pfanne abtrocknen und dünn einölen.
Tipp: Für schicke Edelstahlpfannen kannst du noch einen Schuss weißen Haushaltsessig (Essigessenz verdünnt) ins Wasser geben – das löst Kalk und bringt Glanz.
Varianten für verschiedene Pfannen
Teflon/Antihaft
Vorsichtig vorgehen: Nicht zu stark reiben, keine Stahlwolle. Nutze Natron + warmes Wasser, einweichen lassen und mit weichem Schwamm abwischen. Wenn ein Geruch bleibt: mit Spülmittel und warmem Wasser kurz nachspülen.
Gusseisen
Kein Backpulver in großer Menge nötig; grobes Salz ist hier König: mit heißem Wasser und Salz abreiben, restliche Partikel mit einem Papierhandtuch wegwischen, dann dünn einölen. Ich habe schon Pfannen jahrelang so konserviert.
Edelstahl
Natron + Essig hilft. Kurz aufkochen, einwirken lassen, dann mit einem Kunststoffschaber arbeiten. Edelstahl verträgt stärkere Maßnahmen als Antihaft, aber Kratzer bleiben sichtbar.
Was viele übersehen (und ich anfangs auch)
- Backpulver ist kein Wunderpulver: Zeit plus Wärme helfen.
- Zu hartes Schrubben zerstört Beschichtungen – Geduld zahlt sich aus.
- Bei verbranntem Zucker immer erst einweichen, Zucker verwandelt sich beim Kratzen in klebrigen Brei.
Übrigens: In Deutschland kosten ein Päckchen Natron oder Backpulver meist unter 1–2 €, grobes Salz ist noch günstiger. Für wenige Euro sparst du dir oft eine neue Pfanne.

Schneller 3-Minuten-Notfall-Hack
Wenn Besuch kommt und die Pfanne furchtbar aussieht, probier das:
- 1 EL Natron + 1 EL Salz in die Pfanne, heißes Wasser angießen.
- Kurz aufkochen lassen (2–3 Minuten), Herd aus, 5 Minuten stehen lassen.
- Mit Holzlöffel und Schwamm die Rückstände abheben – meist lösen sie sich sofort.
Das ist wie ein kleiner sanfter Sandstrahl kombiniert mit einer Seifen-Attacke von innen.
Fehler, die ich gemacht habe (damit Du sie nicht nachmachst)
- Zu früh geschrubbt: Die Kruste war noch fest, ich verkratze die Pfanne.
- Zu viel Essig bei Gusseisen genutzt: Rostgefahr.
- Backpulver mit Scheuermittel kombiniert – das war übertrieben und überflüssig.
In meiner Küche hat die einfache Kombination aus Natron/Backpulver + Salz öfter geholfen als teure Pasten aus dem Baumarkt.
Zum Schluss: Mein persönliches Fazit
Wenn Du die Pfanne retten willst, probier erst die schonenden Hausmittel. Backpulver/Natron + Salz sind billig, umweltfreundlich und erhalten das Material besser als aggressive Scheuermittel. Nur bei extremen Fällen ist spezieller Reiniger nötig.
Welche Methode nutzt Du gegen eingebrannte Pfannen? Hast Du einen Geheimtipp aus Omas Küche oder einen Trick, der hier fehlt? Schreib’s in die Kommentare — ich teste gern neue Ideen.
