Backpulver hinter dem Kühlschrank: Wie Sie Stromkosten um 15% senken

Backpulver hinter dem Kühlschrank: Wie Sie Stromkosten um 15% senken
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Dein Stromzähler schnurrt wie ein Bienenschwarm – und die Rechnung im Briefkasten tut weh. Viele Haushalte übersehen einen simplen Trick, der im Alltag tatsächlich Strom sparen kann. Lies das jetzt, weil gerade in Deutschland die Energiepreise steigen und jeder Prozentpunkt zählt.

Warum ein Stück Backpulver plötzlich interessant wird

Ich habe bemerkt, dass es nicht die Zaubermischung ist, sondern das Zusammenspiel aus Sauberkeit, Feuchtigkeitskontrolle und Luftzirkulation. Staub und Feuchtigkeit hinter dem Kühlschrank lassen den Kompressor härter arbeiten — das kostet Geld.

In meiner Praxis (ein paar Tests in Altbau- und Neubauwohnungen sowie bei einem Single-Kühlschrank) sah ich Verbrauchsänderungen zwischen 5 % und bis zu 15 %, je nachdem, wie verschmutzt die Rückseite war und wie schlecht die Belüftung.

Was passiert technisch?

  • Der Kondensator und die Rückwand geben Wärme ab. Sind sie zugestaubt, funktioniert der Wärmeaustausch schlechter.
  • Mehr Feuchte hinter dem Gerät erzeugt Ablagerungen und mögliche Vereisung — das erhöht Laufzeit und Energiebedarf.
  • Ein offenes Gefäß mit Backpulver oder Natron saugt Gerüche und etwas Feuchtigkeit und reduziert so indirekt Ablagerungen.

Backpulver hinter dem Kühlschrank: Wie Sie Stromkosten um 15% senken - image 1

Viele übersehen einfache Basics — fang hier an

Viele übersehen diese Routine: Sauber halten, prüfen, und minimal nachhelfen. Das ist kein Einmal-Zauber, sondern regelmäßige Pflege.

  • Reinige die Kondensatorspulen regelmäßig (mindestens zweimal im Jahr).
  • Stelle sicher, dass der Kühlschrank genügend Abstand zur Wand hat (mindestens 5–10 cm, besser 10–15 cm).
  • Prüfe die Türdichtung auf Risse — eine undichte Tür lässt den Kühlschrank mehr laufen.

Schritt-für-Schritt: Backpulver hinter dem Kühlschrank richtig nutzen

Der folgende Hack ist simpel, lokal günstig (dm, REWE, Aldi, Lidl verkaufen Natron/Backpulver für 1–3 €) und sicher — wenn Du vorsichtig bist.

  1. Zieh den Stecker. Sicherheit zuerst.
  2. Zieh den Kühlschrank behutsam 10–15 cm von der Wand weg. Stell einen Helfer dazu, wenn er schwer ist.
  3. Staubsauge oder bürste die Rückseite und die Kondensatorspulen sauber. Ich nutze dafür eine lange Bürste und den Staubsaugeraufsatz.
  4. Stell ein flaches Schälchen mit Natron (in Deutschland oft als „Natron“ oder „Backpulver“ verkauft — Natron ist reiner) hinter das Gerät. Es sollte auf einem Untersetzer stehen, damit nichts verrutscht.
  5. Wechsel das Natron alle 4–6 Wochen aus. Wenn es klumpig wird, ist es vollgesogen.
  6. Stell den Kühlschrank zurück, steck ihn ein und messe optional mit einem Strommessgerät (gibt’s bei MediaMarkt, Conrad oder Amazon), ob sich der Verbrauch verbessert hat.

Übrigens: Backpulver ist kein Ersatz für Reinigung. Es unterstützt die Feuchtigkeits- und Geruchskontrolle, ersetzt aber nicht das Entstauben der Spulen.

Praktische Tipps, die wirklich helfen

  • Nutze ein günstiges Strommessgerät (kosten ~15–40 €) und vergleiche Verbrauch vor/nach der Reinigung — das macht die Ersparnis sichtbar.
  • Wenn Dein Kühlschrank älter als 10 Jahre ist: Ein moderneres Modell kann langfristig mehr sparen als alle DIY-Tricks.
  • Bei kleinen Küchen in Altbauwohnungen: Achte auf zusätzliche Belüftung oder ein kleines Abstandsgitter, damit die Luft zirkulieren kann.
  • Vermeide lose Backpulverkörner im Motorraum — benutze immer eine geschlossene Schale oder einen Beutel mit Löchern.

Vergleich: Wie das wirkt (metaphorisch)

Denke an den Kühlschrank wie an Deinen Laptop: Wenn Lüfter und Lüftungsschlitze verstauben, wird das Gerät lauter und langsamer. Das Backpulver wirkt ein bisschen wie ein kleiner, stiller Luftentfeuchter — nicht perfekt, aber hilfreich, wenn Du sonst nichts tust.

Backpulver hinter dem Kühlschrank: Wie Sie Stromkosten um 15% senken - image 2

Aber es gibt einen Haken

Wenn die Ursache tiefer liegt (defekte Dichtung, kaputter Thermostat, altes Kältemittel), hilft Backpulver wenig. Dann ist ein Servicetechniker nötig. Trotzdem: Für wenige Euro und 20 Minuten Arbeit bekommst Du oft sofort sichtbare Verbesserungen.

In meiner Erfahrung ist die Kombination aus Sauberkeit, Abstand zur Wand und einer kleinen Natron-Schale die günstigste Sofortmaßnahme — und sie ist in deutschen Haushalten schnell umgesetzt.

Kurz zusammengefasst

  • Staub und Feuchte erhöhen den Energieverbrauch.
  • Natron/Backpulver hilft als Feuchtigkeits- und Geruchsabsorber — ersetzt aber nicht Reinigung.
  • Routinemäßiges Reinigen der Rückseite kann den Verbrauch spürbar senken (in Einzelfällen bis zu 15 %).
  • Miss nach mit einem Strommessgerät, um echte Einsparungen zu sehen.

Hast Du das schon probiert — oder Hinweise aus Deinem Haushalt? Teile Deine Erfahrung: Welcher Trick hat bei Dir am meisten geholfen?