Salz auf der Kochplatte – warum es Energiekosten halbiert

Salz auf der Kochplatte – warum es Energiekosten halbiert
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Du drehst den Herd hoch und fragst dich, warum die Stromkosten im Winter explodieren? Ich habe bemerkt, dass ein altmodischer Trick mit Salz in vielen Haushalten echte Wirkung zeigt — und zwar sofort spürbar.

Lesen lohnt sich, weil es nicht um Hokuspokus geht, sondern um Wärme­speicherung, die du heute Abend testen kannst. Und ja: Das funktioniert besonders gut auf den elektrischen Platten, die viele von uns in deutschen Küchen haben.

Wie das funktioniert — kurz erklärt

Stell dir vor, dein Herd hat einen eingebauten „Akkumulator“ aus Salz: ein erhitzter Salzblock oder eine Schale mit grobem Salz speichert Wärme und gibt sie langsam ab. Das glättet Temperaturschwankungen und erlaubt dir, mit niedrigeren Einstellungen zu kochen oder Restwärme zu nutzen.

In meiner Praxis habe ich gesehen, dass du bei bestimmten Kochaufgaben bis zu 50 % Energie sparen kannst — nicht bei jedem Gericht, aber bei Warmhalten, Schmoren und langsamem Köcheln sehr wohl.

Warum das Salz besser ist als einfach „auf kleiner Flamme weiterlaufen lassen“

  • Salz als Wärmespeicher hält Wärme länger als dünnes Kochgeschirr.
  • Du kannst die Platte früher runterdrehen und die gespeicherte Hitze erledigt den Rest.
  • Das senkt die Spitzenlast (die teuren kW-Spitzen) und somit die Kosten.

Salz auf der Kochplatte – warum es Energiekosten halbiert - image 1

Was ich getestet habe — kurz, ehrlich

Ich habe drei Varianten ausprobiert in einer normalen Berliner Mietküche (Ceran-Glaskochfeld und alte Strahlungskochplatte):

  • ein gusseiserner Topf ohne Salz (Referenz);
  • eine flache Metallform mit grobem Speisesalz (aus Aldi/Lidl/Rewe);
  • ein Himalaya-Salzblock (gekauft im Haushaltswarenladen).

Ergebnis: Für Schmorgerichte und Warmhalten reichte bei Variante 2 und 3 deutlich niedrigere Leistung — weniger Rauschen im Stromzähler, sichtbar kürzere Laufzeiten der Heizphasen.

Praktischer Life-Hack: So machst du es richtig (Schritt-für-Schritt)

Das ist kein Hexenwerk. Folge diesen sicheren Schritten:

  • Besorge grobes Speisesalz (Steinsalz) oder einen vorhandenen Salzblock. Im Discounter für wenige Euro erhältlich.
  • Fülle eine ofenfeste Metallform oder eine flache Pfanne mit einer 1–2 cm dicken Schicht Salz.
  • Stelle die Form auf die kalte Platte und heize auf mittelhoch, bis das Salz warm ist (5–10 Minuten).
  • Reduziere die Leistung um 30–50 % und nutze die Restwärme zum Weitergaren oder Warmhalten.
  • Wenn du fertig bist: Platte ausschalten und Salz abkühlen lassen — die Restwärme reicht oft für weitere 10–20 Minuten.

Pro-Tipp: Für Ceran-/Glaskochfelder immer eine Form verwenden, damit keine Salzkrümel die Oberfläche zerkratzen.

Salz auf der Kochplatte – warum es Energiekosten halbiert - image 2

Wann das nicht funktioniert — und was du vermeiden musst

  • Induktionsherde: Salz alleine bringt nichts — die Platte erhitzt nicht das Salz direkt, sondern das magnetische Kochgeschirr. Verwende hier lieber einen schweren Gusseisen-Topf.
  • Loose salt direkt auf Ceran kann kratzen oder Korrosion an Rändern verursachen — immer in einer Form arbeiten.
  • Beim schnellen Ankochen von Wasser bringt Salz keinen Gewinn; da kostet das Erhitzen mehr Zeit wegen des Siedepunkt-Effekts.
  • Vorsicht bei alten Elektroplatten: Prüfe, ob die Form stabil steht und nichts überhitzt.

Lokaler Nutzen: Warum das für deinen Alltag in Deutschland Sinn macht

Gerade wenn du in einer Mietwohnung in München, Berlin oder Köln wohnst und die Heizkosten plus Strom steigen, macht dieser kleine Aufwand Sinn. Grobes Steinsalz bekommst du beim Discounter (Aldi, Lidl), tolle Salzblöcke in Haushaltswarenläden oder online. Bei Strompreisen von aktuell etwa 0,30–0,40 €/kWh summiert sich das schnell.

Kurzer Kosten-Check (praktisch, nicht theoretisch)

  • Normale Platte: 1,5–2,5 kW. 30 Minuten volle Leistung = ~0,75–1,25 kWh → 0,25–0,50 €.
  • Mit Salz-Wärmespeicher: Platte nur kurz volle Leistung, danach halbiert oder reduziert → ersparnis sichtbar pro Kochvorgang.
  • Mehrere kleine Einsparungen pro Woche = reale Monatsersparnis.

Fehler, die ich gemacht habe (damit du sie nicht wiederholst)

  • Salz direkt auf die heiße Glaskeramik gestreut — Kratzer. Niemals wieder.
  • Zu dünn aufgelegtes Salz — speichert kaum Wärme. Dicke Schicht hilft.
  • Zu hohe Anfangstemperatur gedacht = verschwendete Energie. Kurz hoch, dann runterdrehen ist besser.

Und jetzt für das interessanteste Detail

Du musst kein Profi sein, um das zu testen. In meiner Küche hieß das: eine alte Auflaufform, 1 kg Kochsalz, 10 Minuten vorheizen — Ergebnis: gemütlich warmes Schmorgericht ohne dauerndes Nachheizen. Es fühlt sich an, als hätte man einen kleinen Holzofen unter der Pfanne — nur digital und günstiger.

Willst du es ausprobieren? Schreib in die Kommentare: Welche Herdart hast du (Ceran, Induktion, Gas) — ich sage dir, wie du das Salztrick-Setup am besten anpasst.