Wasserränder, matte Armaturen und diese fiesen Kalkflecken — das nervt, gerade wenn Besuch kommt oder du die Wohnung verkaufen willst. Ich habe es oft gesehen: Ein bisschen Zahnpasta, ein Mikrofasertuch und plötzlich sieht die Küche wieder nach Magazin aus. Lies kurz weiter, ich zeige dir, welche Zahnpasta funktioniert, wie du es sicher machst und welche Fallen du vermeiden musst.
Warum das funktioniert — kurz und handfest
Zahnpasta enthält feine Schleifpartikel, die matte Ablagerungen und leichte Kratzer mechanisch entfernen. Das ist kein Zauber, sondern kontrolliertes Schmirgeln: fein genug für Chrom, aber effektiv gegen Trübung.
Wie ich das in meiner Praxis erprobt habe
Ich habe das an drei verschiedenen Armaturen getestet — vom günstigen Küchenhahn (Lidl) bis zur Designer-Armatur aus dem Baumarkt (OBI/Bauhaus). Ergebnis: Weiße, nicht-gelartige Zahncreme poliert zuverlässig; aggressive Whitening-Pasten können zu rau sein.

Welche Zahnpasta nehmen?
- Wähle eine normale, weiße Zahnpasta ohne Gel.
- Vermeide starke „Whitening“-Formeln und grobe Schleifmittel.
- Günstige Marken aus DM, Rossmann oder Aldi (ca. 0,70–2 €) tun ihren Job sehr oft besser als teure Spezialprodukte.
So wendest du die Methode an — Schritt für Schritt
Ich erkläre es so, wie ich es in echten Haushalten mache. Die ganze Prozedur dauert meist 3–5 Minuten pro Armatur.
- Reinigen: Wisch groben Schmutz mit warmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel ab.
- Auftragen: Etwas weiße Zahnpasta (erbsengroß) auf ein Mikrofasertuch oder eine weiche Zahnbürste geben.
- Polieren: In kreisenden Bewegungen leicht reiben — nicht drücken wie ein Berserker. Konzentriere dich auf matte Stellen.
- Abspülen: Mit lauwarmem Wasser abwaschen und mit sauberem Tuch trocknen.
- Finale: Mit einem trockenen Mikrofasertuch kurz nachpolieren — das macht den Hochglanz.
Nützliche Tools
- Mikrofasertuch (aus dem Drogeriemarkt)
- Alte Zahnbürste für Rillen
- Schüssel mit warmem Wasser
Fehler, die viele machen
Ich habe gesehen, wie Leute mit Stahlwolle oder Scheuermitteln ranmarschieren — das kratzt die Chromschicht weg. Nicht jede Chromoberfläche ist gleich: bei dünner Verchromung kannst du mehr Schaden anrichten als Nutzen.
- Test immer zuerst an einer unauffälligen Stelle.
- Keine Scheuermittel oder Stahlwolle benutzen.
- Vorsicht bei Armaturen mit Deko-Lack oder Mattbeschichtungen — Zahnpasta ist dann tabu.

Extra-Tipps aus meiner Praxis
- Bei hartnäckigen Kalkrändern kurz Essigessenz verdünnt (1:1 mit Wasser) anwenden – aber nicht zu lange einwirken lassen und sofort abspülen.
- Für kleine Kratzer: Zahncreme mit etwas Natron mischen (sehr wenig) für leichtes Aufhellen — nur kurz testen.
- Wenn du in Regionen mit sehr hartem Wasser wohnst (Hallo, Deutschland!), trockne Armaturen nach jedem Gebrauch — das reduziert neue Flecken.
Warum das besser ist als teure Poliermittel
Zahnpasta ist günstig, überall erhältlich und in den meisten Fällen ausreichend. Es ist wie Make-up-Entferner für den Wasserhahn: schnell, effektiv und ohne Spezialmittel. Für Profi-Deep-Cleaning brauchst du natürlich anderes Equipment — aber für den schnellen Glanz reicht es.
Meine Kurz-Checkliste vor dem Start
- Zahnpasta: weiße Creme, kein Gel
- Werkzeug: Mikrofasertuch, alte Bürste
- Testfeld: kleine, unauffällige Stelle
- Keine Scheuermittel, keine Stahlwolle
Das wirkt in der Küche, im Bad und sogar an Fahrrad- oder Autoteilen (nur wenn echtes verchromtes Metall vorhanden ist). Ich habe das schon auf einem rostfreien Fahrradlenker angewendet — mit Vorsicht und gutem Ergebnis.
Probier es aus: Ein kleines Tubchen Zahnpasta kostet weniger als 2 €, und du sparst dir den teuren Spezialreiniger aus dem Baumarkt. Und jetzt bist du dran: Welche Armatur würdest du zuerst auf Hochglanz bringen?
