Schon mal bemerkt, dass dein Ladegerät warm wird oder komisch riecht? Ich habe in meiner Praxis schon Brandstellen gesehen, die mit genau so einem Adapter begonnen haben. Lies das jetzt – bevor der nächste Funke überspringt. Es geht um einfache Sicherheitschecks, die jeder in Deutschland durchführen kann.
Warum dieser Adapter gefährlich ist
Viele kaufen heute Billig‑USB‑Adapter bei Online‑Marktplätzen oder im Discounter für ein paar Euro. Das Problem: schlechte Isolierung, fehlende Prüfzeichen und überhitzte Elektronik. In meiner Arbeit sehe ich das immer wieder – besonders nach einem Jahr intensiver Nutzung.
Was passiert technisch?
Ein schlechter Adapter ist wie ein verstopfter Wasserhahn: Die Elektronik staut Wärme, Komponenten überhitzen und schmelzen. Bei USB‑C‑PD‑Ladegeräten kommt noch hohe Leistung hinzu – das erhöht das Risiko, wenn die Bauteile minderwertig sind.
Sichtbare Warnsignale – sofort erkennen
- Starker Geruch nach Plastik oder verbranntem Kabel
- Adapter wird so heiß, dass man ihn kaum anfassen kann
- Verformung, Schmelzspuren oder Verfärbungen am Stecker
- Kein oder falsches Prüfzeichen (Achte auf VDE, TÜV, GS)
- Lockere USB‑Ports, Wackelkontakte oder Funken beim Einstecken
Wenn du eines dieser Zeichen siehst: sofort ausstecken. Nicht morgen. Nicht später.

Woher die Adapter normalerweise kommen
- Billigangebote auf Marktplätzen (preislich oft unter 10 €)
- Gratis‑Werbegeschenke oder Fundstücke im Urlaub
- Discounter‑No‑Name‑Adapter (Aldi, Lidl)
- Falsche „CE“‑Kennzeichnung – sieht manchmal merkwürdig aus
So prüfst du deinen Adapter in 5 sicheren Schritten
- Zieh den Adapter aus der Steckdose und lass ihn abkühlen.
- Überprüfe Aufdrucke: Seriöse Kennzeichnungen sind VDE, TÜV, GS und CE richtig geschrieben.
- Rieche und prüfe: Nach Plastik riechen oder sichtbare Verformungen sind Alarmzeichen.
- Teste mit einem USB‑Leistungsmesser (gibt’s bei Conrad, MediaMarkt): Spannung und Strom sollten stabil sein.
- Bei Unsicherheit: Ersetze den Adapter. Gute Marken kosten in Deutschland meist 15–60 € und lohnen sich.
Praktischer Life‑Hack: Temperaturcheck ohne Thermometer
Ich mache das so: Adapter nach 20 Minuten Laden kurz anfassen (vorsichtig!). Wenn er so heiß ist, dass ich ihn nicht festhalten will, ist das ein klares Signal. Lege ihn nicht auf Bettdecken oder Sofa – heiße Teile + Textilien = Brandgefahr.
Sofortmaßnahmen, wenn der Adapter heiß, schmort oder funkt
- Zieh ihn aus der Steckdose – halte ggf. eine trockene isolierende Kleidung dazwischen.
- Wenn er raucht oder brennt: Ruf die Feuerwehr (Notruf 112) und verlasse den Raum.
- Nimm den Adapter nicht direkt mit bloßen Händen aus der Nähe eines Feuers.
- Entsorge defekte Adapter als Elektroschrott (Kommunale Sammelstellen oder Rückgabe im Handel).
Welche Adapter du in Deutschland kaufen solltest
Gute Investition: Marken mit TÜV/VDE‑Prüfung, GaN‑Technologie für kleine Baugröße und stabilen Anschlüssen. Kaufe am besten bei:
- MediaMarkt / Saturn – Beratung und Gewährleistung
- Conrad oder Reichelt – technische Auswahl
- Fachhändler oder direkt bekannte Marken (Anker, Belkin, Ugreen) – oft mit Garantie
Preisrahmen: Rechne mit 15–60 € für sichere, leistungsfähige Ladegeräte. Ein teurerer Adapter ist eine Versicherung gegen Kurzschluss und Brand.

Ein letzter Tipp aus meiner Werkstatt
Bewahre nie mehrere schwere Ladegeräte in einer Mehrfachsteckdose auf, die auf dem Boden liegt und unter dem Schreibtisch verstaubt. Staub ist wie Benzin für kleine Funken. Und: Tausche fünf Jahre alte Adapter lieber aus – Elektronik altert.
By the way: Wenn du ein Gerät mit USB‑C hast, nutze hochwertige Kabel mit entsprechender Kennzeichnung für PD (Power Delivery). Billigkabel können bei hoher Leistung zu einem Kurzschluss führen.
Ich habe viele kleine Brände gesehen, die vermeidbar gewesen wären. Ein kurzer Check dauert zwei Minuten – das kann deinen Wohnungsbrand verhindern.
Steck den Adapter aus, wenn er zu heiß, riecht oder schlecht gekennzeichnet ist. Deine Sicherheit ist mehr wert als ein paar Euro Ersparnis.
Hast du bereits einen verdächtigen Adapter gefunden? Teile deine Erfahrung oder ein Foto in den Kommentaren – das hilft anderen Lesern (und mir) weiter.
