Zeitung unter die Türspalte – warum das Zugluft um 40% reduziert

Zeitung unter die Türspalte – warum das Zugluft um 40% reduziert
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Ziehst du beim Betreten der Wohnung zuerst die Jacke an, weil es an der Tür zieht? Ich habe das auch oft erlebt — besonders an windigen Wintertagen in Berlin und bei Heizkosten, die jeder spare will. Lies das jetzt, weil es drei Minuten kostet und im schlimmsten Fall deine Heizrechnung um ein paar Euro senkt.

Warum eine Zeitung unter die Tür überhaupt wirkt

Ich habe das experimentell ausprobiert: eine gefaltete Zeitung ist kein Wundergerät, aber sie verändert, wie Luft durch den Spalt strömt.

Kurz erklärt: Luft folgt dem Weg des geringsten Widerstands. Ein Papierbündel verengt den Spalt, reduziert die freie Querschnittsfläche und sorgt für mehr Reibung — dadurch sinkt die Strömung.

So funktioniert es in einfachen Worten

  • Der Spalt wird kleiner → weniger Luft kann durch.
  • Die Luft muss um das Papier herumströmen → mehr Turbulenz, weniger Durchsatz.
  • Das Papier isoliert zusätzlich leicht, ähnlich wie ein dünner Dichtungsschlauch.

In meinem Test fühlte sich der Zug um etwa 40% schwächer an — nicht wissenschaftlich akkurat, aber deutlich spürbar.

Wann das klappt — und wann nicht

Viele übersehen, dass nicht jeder Türspalt gleich ist. Das Ergebnis hängt von Breite und Form des Spalts ab.

  • Gute Fälle: schmale Spalte (3–15 mm), glatte Bodenkante, Holz- oder Metalltüren.
  • Schlechtere Fälle: sehr breite Lücken (>15 mm), unebener Boden, Türen mit Lüftungsschlitzen.
  • Extremsituationen: bei starkem Wind hilft nur eine richtige Türdichtung oder eine Schwelle.

Ein Vergleich, der hilft: Denk an einen Kaffeefilter

Stell dir vor, Luft ist wie Wasser durch einen Kaffeefilter: Ein größeres Loch lässt alles raus, ein feinporiges Hindernis dämpft den Durchfluss. Die Zeitung ist kein Filter, sie arbeitet aber nach dem gleichen Prinzip — sie verengt den Weg.

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Praktischer Life Hack: Zeitung als Zugluftstopper — Schritt für Schritt

Ich zeige dir, wie ich die Methode zuhause gemacht habe. Du brauchst keine speziellen Werkzeuge.

  • Materialien: 1–2 alte Zeitungsseiten, Klebeband (Tesafilm reicht), optional eine kleine Dose oder ein schweres Buch.
  • Dauer: 2–5 Minuten.

So geht’s:

  • 1) Zeitung flach ausbreiten. Wenn der Spalt groß ist, nimm zwei Seiten.
  • 2) Längs falten, bis das Bündel die Dicke hat, die den Spalt fast komplett ausfüllt (es darf leicht drücken).
  • 3) Quer festkleben, damit die Rolle nicht auseinandergeht.
  • 4) Kante des Bündels an die Türunterkante schieben. Falls nötig, das Bündel mit einem Buch fixieren.
  • 5) Test: Halte eine brennende (sichere) Kerze oder ein Tissue nahe dem Spalt — Flamme/Tissue sollte weniger flackern.

Bei mir reichte das für die Abendstunden; über Nacht tausche ich oft gegen einen Stoff-Türstopper aus dem Drogeriemarkt oder Baumarkt (z. B. Obi, Hornbach). Kosten: Zeitung = 0 €, fertiger Schaumstoffstopper ~3–10 € in Deutschland.

Alternativen und Upgrades

Wenn du dauerhafter dichten willst, bietet der deutsche Markt viele günstige Optionen.

  • Türdichtung aus Schaumstoff oder Gummi — erhältlich bei Obi, Hornbach, Bauhaus (€5–15).
  • Selbstklebende Dichtstreifen — schnell montiert, gutes Ergebnis für 5–10 €.
  • Fertige Zugluftstopper (Sack mit Füllung) — optisch schöner, 10–25 €.

By the way: Discounter wie Tedi oder Aktionen bei Aldi/Lidl haben oft saisonale Türdichtungen für kleines Geld.

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Mein Mini-Experiment: Wie ich die 40% geschätzt habe

Ich bin kein Labor, aber ich habe pragmatisch getestet:

  • Messmethode: Fühltest + Kerzenflamme + Raumthermometer.
  • Vorher: deutliches Flackern der Flamme, spürbarer Kaltzug am Knöchel.
  • Nachher (Zeitung gedrückt): Flamme stabiler, fühlbarer Temperaturunterschied am Fußboden kleiner.

Aus der Kombination dieser Eindrücke schätzte ich die Verringerung des gefühlten Zuges auf rund 40%. Wenn du es genauer willst, nimm ein Infrarot-Thermometer oder eine einfache Anemometer-App.

Schnelle Fehler, die du vermeiden solltest

  • Zu dick packen: Die Tür schließt dann nicht richtig und erzeugt neue Luftwege.
  • Feuchtigkeit: Nasse Zeitung schimmelt und stinkt — lieber wechseln.
  • Feuergefahr: Keine brennende Zigarette oder Kerze auf die Zeitung stellen.

Warum es trotzdem Sinn macht, das jetzt auszuprobieren

Heizkosten steigen gern im Winter; kleine Maßnahmen summieren sich. Eine Zeitung kostet nichts, dauert Minuten und kann dir schon helfen, bis du in den Baumarkt gehst.

Und: Es ist eine typische DIY-Lösung, die in deutschen Haushalten mit Holz- oder Metalltüren oft effektiv ist — besonders in Altbauwohnungen in Städten wie Hamburg oder Leipzig, wo Türunterkanten uneben sind.

By the way, wenn du öfter improvisierst: Sammle ein paar alte Handtücher oder Stoffreste als wiederverwendbare Alternative.

Interessiert an einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos? Oder hast du einen besseren Trick aus deinem Haushalt? Schreib es unten — ich bin neugierig, was bei euch wirkt.