Du entdeckst beim Aufräumen diesen fiesen weißen Kratzer auf deinem Esstisch — und denkst: wieder Geld für Möbelpolitur. Stopp. Ich habe im Haushalt und bei Freunden ausprobiert, wie oft Zahnpasta kleine Kratzer wirklich verschwinden lässt. Lies weiter, wenn du sofort eine günstige Lösung suchst, die in Deutschland mit Produkten aus DM, Rossmann oder dem Baumarkt funktioniert.
Warum Zahnpasta manchmal Wunder wirkt
Viele übersehen, dass normale weiße Zahnpasta ein sehr feines Schleifmittel enthält (meist Hydrated Silica). Das ist wie sehr feines Schleifpapier — nur deutlich sanfter.
- Feine Körnung glättet winzige Kratzer in Klarlack oder Lackschichten.
- Keine chemische Politur nötig, wenn es sich um Oberflächenkratzer handelt.
- Günstig: Eine Tube kostet in Deutschland meist 1–3 € und reicht für viele Anwendungen.
Aber es gibt einen Haken
Nicht jede Oberfläche ist geeignet. Auf geöltem Holz, Furnier oder sehr matt lackierten Flächen kann Zahnpasta die Oberfläche heller oder fleckig machen. Teste immer an einer unauffälligen Stelle.

Welche Zahnpasta und Werkzeuge du brauchst
- Weiße Zahncreme ohne Gel und ohne starke Aufheller (kein Farbstoff).
- Weiches Mikrofasertuch (bei DM/Rossmann für 1–3 € erhältlich).
- Wattestäbchen für feine Kratzer.
- Klares Wasser und ein trockenes Tuch zum Nachpolieren.
Step-by-step: So entfernst du kleine Kratzer
Ich habe diese Methode an einem lackierten Couchtisch ausprobiert — Ergebnis: deutlich weniger sichtbar.
- Reinige die Stelle mit einem feuchten Tuch und lass sie trocknen.
- Trage eine erbsengroße Menge weiße Zahnpasta auf das Wattestäbchen oder Tuch auf.
- Reibe in kleinen kreisenden Bewegungen mit leichtem Druck über den Kratzer (20–30 Sekunden).
- Wische die Reste mit einem feuchten Tuch ab und trockne nach.
- Buffe die Fläche mit einem sauberen Mikrofasertuch, bis es glänzt.
Wenn der Kratzer nach dem ersten Durchgang noch sichtbar ist, wiederhole den Vorgang maximal zweimal. Zu viel Reiben kann den Lack angreifen.
Alternative Hausmittel, die in Deutschland beliebt sind
- Walnuss: Reibe mit der Schale über kleine Kratzer — das natürliche Öl kaschiert Risse.
- Olivenöl + Essig (50:50): Für kleine Ausbesserungen auf dunklem Holz, danach polieren.
- Gebrauchte Möbelstifte aus dem Baumarkt (Obi, Hornbach) für tiefe Kratzer in der Farbe.
Wann du besser die Profis ranlassen solltest
Für tiefe Kerben, abgehobene Furniere oder Risse, die man mit dem Fingernagel spürt, hilft keine Zahnpasta. Dann ist Schleifen, Neuversiegeln oder professionelle Restaurierung nötig — das kostet in Deutschland schnell 50–200 € je nach Aufwand.

Ein paar Regeln aus meiner Praxis
- Teste immer an unsichtbarer Stelle (unter der Tischkante).
- Benutze nur weiße, nicht abrasive Whitening-Zahncreme.
- Verwende leichtes bis mittleres Druckniveau — denk an einen ruhigen Kreisverkehr, nicht an einen Stampfer.
- Bei geölten Möbeln zuerst Ölprobe machen; Politur kann das Finish ruinieren.
Übrigens: Im Winter, wenn die Heizungsluft Möbel austrocknet, wirken Kratzer deutlicher — deshalb lohnt sich eine schnelle Mini-Reparatur jetzt besonders.
Mein Fazit — ehrlich und kurz
Zahnpasta ist kein Wundermittel, aber ein super günstiger Erste-Hilfe-Trick für feine Kratzer auf lackierten Möbeln. In meiner Praxis hat er häufig funktioniert und viele teure Poliermittel überflüssig gemacht. Doch: Testen, schonend behandeln und bei tieferen Schäden den Profi rufen.
Was ist dein bester Haushalts-Hack gegen Kratzer? Teile deinen Tipp — ich bin gespannt auf eure überraschenden Tricks.
