Fett und eingebrannte Reste im Ofen können einen Nachmittag ruinieren. Sie stehen da mit dem Schaber, der Kratzer ins Glas zieht — oder Sie geben auf. Lesen Sie das jetzt, wenn Sie diese Woche noch backen oder Braten planen: Ich zeige eine Methode, die ich oft getestet habe und bei der Sie wirklich nicht kratzen müssen.
Warum herkömmliche Reiniger oft versagen
Viele greifen zu scheuernden Pasten oder aggressiven Chemikalien — das wirkt schnell, aber nicht nachhaltig. Kratzer in der Emaille entstehen, Gummidichtungen leiden, und die nächste Reinigung wird noch schwieriger.
Ich habe bemerkt: Sanfte Reaktionen zwischen Natron und Essig lösen Fett, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Klingt zu schön? Aber es gibt Nuancen.

Wichtig vorab: Für welche Öfen das funktioniert
- Konventionelle und elektrische Backöfen: sehr gut geeignet.
- Pyrolyse-Öfen: unnötig — nutzen Sie das Pyrolyseprogramm laut Hersteller.
- Katalytische Innenwände: Vorsichtig sein; Herstelleranweisungen prüfen.
Die Methode: Schritt-für-Schritt (kein Kratzen)
In meiner Praxis habe ich diese Reihenfolge mehrfach ausprobiert — das ist die effizienteste und schonendste Variante.
- Was Sie brauchen: Natron (Backsoda), Essig oder Essigessenz (verdünnt), lauwarmes Wasser, Sprühflasche, weiches Mikrofasertuch, Plastikspatel oder Silikonspachtel.
- Natronpaste anmischen: 100 g Natron + 2–3 EL Wasser zu einer streichfähigen Paste verrühren.
- Auftragen: Paste auf verschmutzte Stellen aufspritzen bzw. auftragen — besonders an Boden und Rückwand.
- Wartezeit: Mindestens 6 Stunden, besser über Nacht. Ich habe oft 8–12 Stunden als optimal erlebt.
- Essig-Spray: Essigessenz 1:3 mit Wasser verdünnen in eine Sprühflasche füllen. Gleichmäßig auf die getrocknete Paste sprühen — es beginnt leicht zu schäumen.
- Abwischen: Nach 10–20 Minuten löst sich der Schmutz; mit dem Mikrofasertuch und dem Plastikspatel abnehmen. Kein kratzender Stahlschwamm nötig.
- Nachspülen: Mit warmem Wasser nachwischen und trocknen lassen.
Warum das funktioniert (grob erklärt)
Natron löst Fett mechanisch und macht die Kruste poröser, Essig reagiert mit Rückständen und neutralisiert Kalk — zusammen werden Ablagerungen weich. Denken Sie daran: Es ist wie ein sanfter Mini-Backvorgang gegen Schmutz, kein Schleifen mit Sandpapier.
Praktische Hacks, die ich gelernt habe
- Für dicke Krusten: Paste stärker auftragen und einen feuchten Lappen darauflegen — die Feuchtigkeit beschleunigt das Einwirken.
- Bei Glasinnenseite: Soft-Paste auftragen, Essig mit einem Tuch einreiben, kurz einwirken lassen, dann abwischen.
- Wenn Sie in der Stadt sind: Natron gibt’s günstig bei DM oder Rossmann; Essigessenz bei Rewe, Edeka, Aldi oder Bauhaus. Kosten? Meist zwischen 1–4 € pro Packung — günstiger als Spezialreiniger.
- Wintertipp für Deutschland: Bei geschlossenen Fenstern (kalte Tage) kurz stoßlüften, Essiggeruch verfliegt schnell, aber gute Belüftung schützt die Nase.

Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Keine Mischung mit Chlor- oder Ammoniak-Reinigern — gefährliche Dämpfe.
- Nicht auf Heizelementen oder elektronischen Teilen verwenden.
- Essigessenz nicht unverdünnt auf Dichtungen sprühen — das kann Gummi angreifen.
Und wenn’s doch nicht sofort klappt?
Manchmal sitzt Schmutz tiefer — kein Drama. Ich habe erlebt, dass zwei Durchgänge den Rest erledigen. Geben Sie dem Mittel Zeit; aggressives Schrubben macht mehr kaputt als sauber.
Bonus-Hack: Schnelle Auffrischung vor Gästen
- Kurz die Paste punktuell auf Spritzer auftragen (30–60 Minuten einwirken lassen).
- Mit Essig besprühen und einfach mit feuchtem Tuch nachwischen — schneller als komplettes Reinigen.
Fazit: Mit Natron und Essig sparen Sie Zeit, Geld und Ärger — und schonen die Oberfläche Ihres Backofens. Ich habe es mehrfach in Mietwohnungen und bei Familienküchen ausprobiert: Wenn Sie die Schritte einhalten, müssen Sie nicht mehr kratzen.
Haben Sie das schon probiert — oder eine eigene Variante? Erzählen Sie von Ihrem kratzfreien Erfolg oder Ihrer größten Backofen-Pest im Kommentar.
