Du hast dieses unangenehme Krabbeln beim Öffnen der Mehltüte gesehen — Motten oder Larven haben sich eingenistet. Das ist nicht nur eklig, es kostet auch Zeit und Geld, besonders wenn du in einer Stadtwohnung in Berlin oder Hamburg lebst und wenig Lagerfläche hast.
Ich habe diesen Hausmittel‑Test in meiner eigenen Küche gemacht und mit einigen praktischen Ergänzungen kombiniert — das Ergebnis ist überraschend praktisch. Lies weiter, wenn du sofort eine einfache, günstige und lokal verfügbare Methode brauchst.
Warum Omas Lorbeerblatt‑Trick noch einen Versuch wert ist
Der Trick ist simpel: Lorbeerblatt verströmt ein Aroma, das Mehlmotten und andere Vorratsschädlinge meiden. In meiner Praxis habe ich das oft als erste Barriere eingesetzt — besonders nützlich in DE‑Wohnungen, wo Schränke eng stehen und Motten schnell überspringen.
- Bay leaves sind günstig: Bei Rewe, Edeka, Aldi oder im türkischen Lebensmittelgeschäft bekommst du Packungen ab ~1–3 €.
- Keine Chemie: Ideal, wenn du Kinder oder Haustiere hast und keine Pestizide in der Küche willst.
- Traditionell bewährt: Hausfrauen und -männer in Deutschland nutzen das seit Generationen.
Wie es wirkt — kurz und praktisch
Das Blatt stört den Geruchssinn der Larven und erwachsenen Motten. Es tötet sie nicht zuverlässig, aber es reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass sich neue Tiere ansiedeln. Denk an Lorbeerblatt wie an einen Olfaktor‑Zaun: nicht absolut, aber störend genug.

Warum es manchmal nicht mehr wirkt
Ich habe auch Fälle gesehen, in denen der Trick versagt hat — meist weil bereits Eier oder Larven im Mehl waren. Dann hilft nur Sauberkeit und radikales Entfernen der befallenen Ware.
- Wenn du viele Larven findest: Weg damit — kochen oder Einfrieren hilft nicht genug.
- Feuchtigkeit und alte Vorräte erhöhen das Risiko. In feuchteren Regionen Deutschlands (z. B. Küstenklima) brauchst du zusätzlich Kontrolle.
- Allein ein Blatt in der Schublade reicht selten bei starker Plage.
Praktische Anleitung: So machst du es richtig
And now for the most interesting part — die Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung, die ich selbst getestet habe.
- Schritt 1: Kontrolle — Prüfe Ablaufdatum, Geruch und Aussehen des Mehls. Siehst du kleine Krümel oder Spinnwebenartige Strukturen? Weg damit.
- Schritt 2: Kurzbehandlung — Befüllte Papiertüten oder offene Pakete sofort in luftdichte Glasbehälter umfüllen (bei dm oder Ikea bekommst du günstige Vorratsgläser).
- Schritt 3: Einfrieren bei Verdacht — Frisches Mehl 72 Stunden bei −18 °C einfrieren tötet Eier. Ich habe das einmal gemacht und danach nie wieder Larven im gleichen Paket gehabt.
- Schritt 4: Lorbeer platzieren — 2–3 getrocknete Lorbeerblätter in einen kleinen Baumwollbeutel oder Teefilter geben und in das Glas legen. So vermeidest du Blattstücke im Mehl.
- Schritt 5: Regelmäßig erneuern — Alle 2–3 Monate die Blätter wechseln, da das Aroma mit der Zeit nachlässt.
Non‑obvious Tips, die wirklich helfen
- Vorratsgläser mit Schraubdeckel sind besser als Plastikbeutel — Motten kommen meist durch kleine Ritzen.
- Vorsicht beim Umfüllen: Larven können auf der Innenseite der Verpackung kleben bleiben; diese entsorgen oder gründlich reinigen.
- Zusatzmaßnahme: Ein Stück getrocknete Lavendel‑ oder Lorbeer‑Beutel kombiniert mit einem kleinen Holz‑Zedernholzspan erhöht die Abschreckung.
- Bei hartnäckigen Befall: Pheromonfallen (gibt’s bei Hornbach oder online) fangen die Männchen und brechen den Zyklus.

Was du sofort tun kannst (Notfallplan)
Wenn du gerade eine befallene Packung entdeckt hast, handle so:
- Sofort: Packung verschließen und nach draußen bringen oder entsorgen.
- Säubern: Regalböden auskehren, Ritzen mit Staubsauger absaugen und mit Essigwasser abwischen.
- Präventiv: Überprüfe andere Vorräte, friere Verdächtiges ein und setze Lorbeerblätter in geschlossenen Behältern ein.
By the way — in Berlin habe ich Lorbeerblätter für 1,50 € im türkischen Supermarkt gekauft, in ländlicheren Gegenden kannst du auch im örtlichen Baumarkt oder Reformhaus schauen. Ein paar Euro sparen dir später die Zeit, ganze Schränke ausräumen zu müssen.
Fazit
Lorbeerblatt ist kein Allheilmittel, aber in Kombination mit Sauberkeit, luftdichten Behältern und gelegentlichem Einfrieren ein extrem günstiger und unkomplizierter Schutz gegen Mehlmotten. Wenn du es richtig anwendest, reduziert es das Risiko deutlich.
Was war deine härteste Vorrats‑Plage und welche Hausmittel haben bei dir wirklich geholfen? Teile deine Erfahrung — vielleicht lernen wir alle zusammen noch bessere Tricks.
