Stinkt es aus der Spüle oder läuft das Wasser nur noch träge ab? Ich habe oft gesehen, wie kleine Ablagerungen zu großen Problemen werden — und zwar ausgerechnet dann, wenn es am ungünstigsten passt. Lies weiter, wenn du diesen Monat etwas Zeit hast: die Routine ist schnell, günstig und verhindert teure Handwerker-Rechnungen.
Warum Hausmeister überhaupt Salz nutzen
Viele Hausmeister in Wohnblocks in Deutschland greifen regelmäßig zur einfachen Salzlösung — nicht weil es magisch ist, sondern weil Salz praktisch wirkt. Ich habe bemerkt:
- Salz wirkt wie ein grober Reiniger und löst Fettablagerungen mechanisch.
- Es reduziert Gerüche, indem es organische Rückstände austrocknet.
- Es ist billig (ein Kilo Meersalz oder Speisesalz kostet oft nur ~1–2 € bei Aldi, Lidl oder dm).
Wichtig: Salz ist kein Allheilmittel gegen hartnäckige Verstopfungen — aber als monatliche Pflege ist es sehr effektiv.

Monatliche Schritt-für-Schritt-Anleitung
Das ist die Routine, die ich in Häusern und Wohnanlagen beobachtet habe. Dauert 10–15 Minuten, spart Ärger.
Was du brauchst
- Ein Glas grobes Speisesalz oder Steinsalz (ca. 100 g)
- Heißes Wasser (kein kochendes, wenn du PVC-Rohre hast)
- Eimer, Handschuhe, optional Pömpel (Saugglocke)
So gehst du vor
- Schritt 1: Stelle einen Eimer unter den Siphon und schraube ihn auf, wenn du dich traust. Reinige grobe Ablagerungen mit einer Bürste — das ist oft der Hauptgrund für Gestank.
- Schritt 2: Gib das Salz direkt in den Abfluss (ca. 3–4 Esslöffel pro Waschbecken; 100 g bei starker Ablagerung).
- Schritt 3: Gieße langsam sehr heißes Wasser (nicht zwingend kochend) hinterher — etwa 1 Liter. Das löst Fett und spült den Schmutz weiter.
- Schritt 4: Bei Geruch zusätzlich: 2 EL Natron + 100 ml Essig, Deckel drauf, 10–15 Minuten warten, dann mit heißem Wasser nachspülen.
Pro Tipp: Setze danach ein Sieb ein, damit Haare und Essensreste nicht wieder den Siphon verstopfen.
Was Hausmeister anders machen — und was du beachten musst
Ich habe gelernt, dass Profi-Hausmeister zwei Dinge anders machen:
- Sie kontrollieren zuerst den Siphon statt nur zu gießen — das spart oft den ganzen Einsatz.
- Sie dosieren Salz moderat und wiederholen die Maßnahme monatlich statt einmal heftig.
Aber es gibt Nuancen, die viele übersehen:
- Alte Metallrohre (Guss, verzinktes Eisen) können durch ständige Salz-Einwirkung korrodieren. Keine Dauerlösung bei solchen Rohren.
- Bei Hausanlagen mit Septiktank: zu viel Salz kann die Bakterienkultur stören — vorher informieren.
- Mische niemals Salz mit Bleichmitteln oder anderen starken Chemikalien.

Weitere schnelle Tricks, die wirklich helfen
- Regelmäßig einen Draht-Kleiderbügel (aufgebogen) nutzen, um Haare rauszuziehen — das ist oft wirkungsvoller als Chemie.
- Im Winter: Außenabläufe braucht man anders behandeln; Streusalz draußen ist normal, aber nicht ins Hausrohr schütten.
- Wöchentliches Abspülen mit heißem Wasser nach fettreichem Kochen verhindert Ablagerungen.
Ein einfacher Hack, den ich selbst teste
Seit einigen Monaten mache ich das so: Einmal im Monat Salz + heißes Wasser. Wenn Gerüche auftreten, folgt Natron+Essig etwa 2 Tage später. Ergebnis: weniger Geruchs-Beschwerden, seltener Pömpel-Einsatz — und die Mieter sind entspannter.
Kurzfazit
Salzwasser ist kein Wundermittel, aber als monatliche Pflege ein günstiges und praktisches Werkzeug. Es entfernt Fett, reduziert Gerüche und funktioniert besonders gut in Kombination mit mechanischer Reinigung (Siphon, Sieb). Trotzdem: bei alten Rohren, Septik-Systemen oder starken Verstopfungen lieber den Profi rufen.
Hast du das schon ausprobiert — oder hat dein Hausmeister einen anderen Geheimtrick? Schreib kurz, was bei dir am besten wirkt.
