Zeitungspapier im Schrank – der alte Trick gegen Feuchtigkeit funktioniert immer noch

Zeitungspapier im Schrank – der alte Trick gegen Feuchtigkeit funktioniert immer noch
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Muffiger Geruch in deinem Kleiderschrank? Feuchte Jacken nach einem Regentag — und plötzlich fängt die Wäsche an zu riechen. Jetzt, wo das Wetter in Deutschland öfter unberechenbar ist, musst du das jetzt angehen, nicht irgendwann.

Mir ist aufgefallen: Viele übersehen den einfachsten Helfer im Haushalt — Zeitungspapier. Ich habe das getestet, verfeinert und in Wohnungen von Freunden in Berlin, Hamburg und München ausprobiert. Das Ergebnis? Überraschend zuverlässig.

Warum Zeitungspapier noch immer funktioniert

Stell dir Zeitungspapier vor wie einen Mini-Schwamm, der Feuchtigkeit aufnimmt, bevor sie sich in Textilien und Geruch verwandelt. Es ist simpel, billig und meist sofort verfügbar.

Die Wissenschaft in zwei Sätzen

Frisches Zeitungspapier saugt kondensierende Feuchte auf und verteilt sie über die Papierfasern — ähnlich wie ein Kaffeefilter, der Flüssigkeit hält, aber Luft durchlässt. Dadurch verhinderst du Staunässe und muffigen Geruch.

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Wann es nicht reicht

Bei sichtbarem Schimmel, starken Wasserschäden oder sehr hoher Luftfeuchte (z. B. in unbeheizten Kellern im Norden) brauchst du stärkeres Gerät: Entfeuchter, Lüften, oder professionelle Trocknung.

  • Gut für: Schränke, Schuhe, Schubladen, temporäre Trocknung nach Regen.
  • Weniger geeignet für: große Kellerräume, dauerhaft nasse Stellen.
  • Sicherheits-Tipp: Keine feuchten Zeitungsbündel direkt auf empfindliche Stoffe legen — zuerst eine Schicht Stoff oder Pappe dazwischen.

Praktischer Hack: So machst du es richtig (Schritt-für-Schritt)

Und jetzt für das Wichtigste: so geht’s wirklich — mit Details, die kaum jemand nennt.

  • Material: alte Zeitungen (keine Hochglanzmagazine), eine Schere, optional Kaffeefilter oder dünne Papiertüten.
  • Vorbereitung: Zeitung locker zerknüllen — nicht zu fest. Dadurch vergrößerst du die Oberfläche.
  • Platzieren: Die Knäuel in Ecken, auf Böden von Schuhen oder zwischen Winterjacken legen. Bei Schubladen reicht eine Reihe am Rand.
  • Austausch: Nach 7–10 Tagen wechseln, öfter bei sehr feuchter Luft oder nach Regen. Wegwerfen im Papiermüll (kein Plastik drumherum!).
  • Vermeidung von Tinte: Falls du Tintenflecken fürchtest, lege zuerst eine Lage Paketpapier oder einen Kaffeefilter auf empfindliche Stoffe.

Mini-Optimierung für deutsche Wohnungen

  • Bei hoher Luftfeuchte in Städten wie Hamburg oder an der Küste: Zeitung mit Aktivkohle kombinieren (gibt’s günstig bei DM oder Rossmann für circa 3–6 €).
  • Für Mietwohnungen ohne Balkon: Lüfte stoßweise morgens und abends, dann Zeitung reinlegen – so bleibst du unter der Mieterschutz-Grenze für Schimmelrisiko.

Clevere Varianten, die noch besser wirken

Ich habe ein paar Tricks ausprobiert, die überraschend gut funktionierten — probier eine davon, wenn die einfache Methode nicht ausreicht.

  • Mix Zeitung + Katzenstreu (nicht-klumpend): Zeitung in Tüte, kleine Öffnungen, Katzenstreu hinein — nimmt Feuchte schnell auf.
  • Aktivkohle-Säckchen mit Zeitung kombinieren: Die Zeitung fängt Feuchte, die Kohle Gerüche.
  • In Schuhen: Zeitung rollen und fest hinein, das formt die Schuhe und saugt die Feuchte.

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Fehler, die viele machen

Ich habe oft gesehen, wie Leute Zeitung feucht werden lassen oder zu fest stopfen — das reduziert die Wirksamkeit. Ein paar Fallen, die du umgehen kannst:

  • Nicht nass machen! Nasses Papier schimmelt schneller.
  • Keine dichten Plastiktüten drum — das hält die Feuchte fest statt sie aufzunehmen.
  • Zeitungen nicht ewig drin lassen — sie sättigen sich und können dann stinken.

Übrigens: Für schnelle Hilfe nach einem Regenguss reicht oft schon eine Nacht mit zerknülltem Zeitungspapier in den Taschen deiner Jacke.

Fazit

Der Zeitungstrick ist kein Wundermittel, aber eine low-budget-Erste-Hilfe gegen Feuchtigkeit im Schrank — besonders praktisch in deutschen Wohnungen mit wechselhaftem Wetter. Ich benutze ihn selbst nach verregneten Wochenenden und habe so weniger muffige Pullis.

Probier es aus und erzähl: Hast du schon Zeitung im Schrank ausprobiert — oder hast du einen besseren Hausmittel-Trick?