Du öffnest die Mehltüte und findest feine Gespinste oder kleine „Würmchen“ — der Schock sitzt tief. Lebensmittelmotten verbreiten sich schnell und machen Vorräte unbrauchbar.
Ich habe das selbst erlebt: Ein Kilo Mehl war plötzlich kontaminiert, und nur mit Lorbeerblättern plus ein paar simplen Maßnahmen ließ sich der Befall stoppen. Lies weiter, denn besonders jetzt, wenn Weihnachtskekse anstehen und viele Vorräte gekauft werden, kann schnelles Handeln viel Geld und Ärger sparen.
Warum Großmutter Lorbeerblätter ins Mehl legte
Viele übersehen, dass einfache Gewürze mehr können als schmecken. Lorbeerblätter enthalten ätherische Öle wie Cineol und Linalool — das macht den starken Geruch.
Dieser Geruch stört die Orientierung von Motten. Das heißt nicht, dass Lorbeerblätter allein alle Motten killen, aber sie wirken wie ein Duftzaun: abschreckend, nicht tödlich.

Wie gut funktioniert das in der Praxis?
- Vorteile:
- günstig (eine Packung Lorbeerblätter kostet bei Lidl/Rewe meist unter 2 €)
- natürlich und ungiftig für den Haushalt
- einfach anzuwenden — kein Spezialgerät nötig
- Nachteile:
- kein Wundermittel bei starkem Befall
- duftet sichtbar — nicht jeder mag den Geruch in der Küche
Was viele falsch machen
- Mehl, Nüsse oder Reis einfach offen lassen — Motten legen ihre Eier in kleinste Ritzen.
- nur Lorbeerblätter legen, aber nicht gründlich reinigen oder befallene Packungen entsorgen.
- auf billige Pappschachteln setzen statt auf luftdichte Gläser.
Kontrolliere immer Verpackungen — Motten sind Meister im Versteckspiel. Ein intaktes Glas spart dir später viel Ärger.
Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung: Lorbeerblatt richtig einsetzen
Hier mein erprobter Ablauf, den ich in mehreren Haushalten angewandt habe:
- 1) Verdächtige Packungen sofort isolieren. Öffne sie über einem hellen Teller und kontrolliere auf Larven/Netze.
- 2) Befallene Ware entweder wegwerfen oder tiefgefrieren (−18 °C) für mindestens 72 Stunden — das tötet Eier und Larven.
- 3) Schränke leer räumen und gründlich aussaugen. Ritzen mit Essigwasser auswischen (1:1 mit Wasser).
- 4) Umschichten: Mehl & Co. in saubere, luftdichte Glas- oder Plastikbehälter füllen. Verwende pro 500 g eine Lorbeerblatt-Stück (ein ganzes Blatt für größere Behälter).
- 5) Lorbeerblätter oben auf das Lebensmittel legen oder in ein kleines Stoffbeutelchen stecken und in den Behälter legen.
- 6) Alle 2–3 Monate Lorbeerblätter wechseln — der Duft verfliegt mit der Zeit.
Wo du Lorbeerblätter in Deutschland bekommst
- Supermärkte: Rewe, Edeka, Lidl oder Aldi (Gewürzabteilung).
- Drogerien: manche Filialen von DM oder Rossmann führen getrocknete Kräuter.
- Türkische/asiatische Lebensmittelgeschäfte: oft günstiger und in größeren Packungen.
- Online: Amazon oder Gewürzshops aus Deutschland (Schneller Versand, €).
Wenn die Motten schon da sind: Notfall-Tipps
- Alles ausräumen und prüfen — auch Zip-Beutel können Larven enthalten.
- Stark befallene Artikel entsorgen, bevor die Larven weiterwandern.
- Pheromon-Fallen kaufen (Baumarkt, Online) — sie fangen männliche Motten und brechen den Fortpflanzungskreislauf.
- Regelmäßig kontrollieren: Mindestens einmal im Monat die Vorräte durchsehen.
By the way: Lorbeerblätter ersetzen kein gründliches Putzen. Sie sind ein sinnvoller Schutz, aber kein Ersatz für Hygienemaßnahmen.

Warum das in deutschen Haushalten besonders sinnvoll ist
In Deutschland lagern viele Haushalte im Herbst und Winter größere Vorräte für Kekse und Backen. In feuchteren Sommern vermehren sich Motten schneller — gerade in Altbau-Küchen mit vielen Ritzen.
Ein Glas Vorrat vom Wochenmarkt oder Bio-Laden bleibt länger frisch, wenn du es richtig verschließt und mit Lorbeerblättern kombinierst.
Mein kurzes Fazit
Das Lorbeerblatt ist kein Allheilmittel, aber ein pragmatischer Helfer aus Omas Zeiten: günstig, ungiftig und leicht anzuwenden. In meiner Praxis hat die Kombination aus Sauberkeit, luftdichten Behältern und Lorbeerblättern oft ausgereicht, um Neuinfektionen zu verhindern.
Und jetzt du: Hast du Lorbeerblätter schon gegen Motten ausprobiert — oder schwörst du auf ein anderes Hausmittel? Teile deine Erfahrungen unten, vielleicht retten sie gerade jemandem die Weihnachtsplätzchen.
