Backpulver hinter dem Kühlschrank: Das Geheimnis gegen Geruchsprobleme

Backpulver hinter dem Kühlschrank: Das Geheimnis gegen Geruchsprobleme
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Stinkt es hinter deinem Kühlschrank nach Moder oder abgestandenem Wasser? Ich habe das in meiner Berliner WG monatelang ignoriert – bis Gäste die Tür zum Technik-Schrank nicht mehr schließen wollten. Jetzt verrate ich dir, was wirklich hilft und warum ein Päckchen Backpulver allein oft nicht reicht.

Warum der Raum hinter dem Kühlschrank überhaupt riecht

Hinter dem Kühlschrank sammeln sich Ablagerungen, Kondenswasser und gelegentlich Lebensmittelreste – ein kleines Paradies für Bakterien und Schimmel. Besonders in feuchteren Sommern oder in älteren Mietwohnungen ohne moderne Dämmung riecht es schnell muffig.

Viele übersehen außerdem die Ablaufwanne und die Rückseite des Kompressors: dort bleibt Wasser stehen und fängt an zu „duften“.

Die einfache Chemie dahinter

Backpulver (in Deutschland oft Backpulver, nicht Natron) enthält Natriumhydrogencarbonat plus Zusatzstoffe. Es kann Gerüche neutralisieren, aber nicht so effektiv wie reines Natron. Feuchtigkeit reduziert die Wirkung zusätzlich.

Meine Tests: Backpulver vs. Natron vs. Holzkohle

Ich habe drei Varianten 4 Wochen lang getestet: offenes Päckchen Backpulver, Natron in einem Glas mit Löchern und Aktivkohle in einem Säckchen.

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  • Backpulver: leichte Verbesserung, bei hoher Luftfeuchte schnell durchfeuchtet.
  • Natron: deutlich länger wirksam, neutralisiert säureartige Gerüche besser.
  • Aktivkohle: am effektivsten gegen tiefsitzende Gerüche, kostet aber etwas mehr.

Fazit aus meiner Praxis: Backpulver hilft, ist aber kein Allheilmittel. Wenn du nur ein Päckchen zur Hand hast, ist das besser als nichts – aber Natron oder Aktivkohle sind die bessere Wahl für dauerhafte Ergebnisse.

So machst du es richtig: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Keine Experimente mit offenem Pulver auf Elektrik oder direkt auf Kühlrippen. Mach es sauber und sicher:

  • Schritt 1: Kühlschrank vom Strom trennen oder zumindest Stecker ziehen (Sicherheit zuerst!).
  • Schritt 2: Mit einem feuchten Tuch die Rückseite und die Ablaufwanne reinigen. Wenn Schimmel sichtbar ist, mit warmem Seifenwasser und Handschuhen schrubben.
  • Schritt 3: 3–4 Esslöffel Backpulver oder Natron in ein kleines Glas füllen. Deckel mit drei bis vier Löchern versehen oder das Glas in einen Baumwollsack geben.
  • Schritt 4: Glas oder Säckchen hinter den Kühlschrank stellen, aber so, dass keine Feuchtigkeit direkt hineintropft.
  • Schritt 5: Alle 4 Wochen austauschen; bei hoher Luftfeuchte früher.

Wenn du Natron kaufst: dm, Rossmann oder Rewe haben meist günstige 500-g-Packungen – kostet in der Regel nur ein paar Euro.

Fehler, die alle machen (und wie du sie vermeidest)

  • Offenes Päckchen direkt auf den Boden legen – zieht Feuchtigkeit und verliert Wirkung. Stattdessen Glas oder Stoffbeutel nutzen.
  • Nur Duftspray nutzen – kaschiert, löst das Problem aber nicht.
  • Rückseite nie sauber machen – schlechte Idee. Geruch kommt oft von Dreck und stehender Flüssigkeit, nicht nur von Luft.

Alternativen und wann du einen Profi brauchst

Wenn der Geruch trotz Reinigen und Natron bleibt, könnte es Schimmel im Inneren des Geräts oder in der Wand hinter dem Kühlschrank sein. Dann lohnt sich ein Blick vom Vermieter oder ein Handwerker, gerade in älteren Altbauwohnungen in Hamburg oder München.

Backpulver hinter dem Kühlschrank: Das Geheimnis gegen Geruchsprobleme - image 2

Alternative Geruchsabsorber:

  • Aktivkohle-Säckchen (gute Drogerie-Auswahl)
  • Wiederverwendbare Silikampflegeprodukte
  • Kaffeesatz in einem offenen Behälter (kurzfristig günstig und lokal verfügbar)

Ein praktischer Life-Hack, den kaum jemand nutzt

Statt ein Glas neben den Kühlschrank zu stellen, probiere diese Kombi aus: eine kleine Plastikschale mit 2–3 EL Natron + ein paar Tropfen ätherisches Öl (z. B. Zitrone) in einem durchlöcherten Deckel. Das Natron zieht Gerüche, das Öl sorgt für einen frischen Start, ohne zu überdecken.

Funktioniert besonders gut in Mietwohnungen mit wenig Luftaustausch – ich mache das regelmäßig vor der Adventszeit, wenn die Küche mehr genutzt wird.

Übrigens: Wenn du gerade in Norddeutschland mit hoher Luftfeuchte kämpfst, erneuere das Natron öfter. In beheizten Wohnungen im Winter hält es länger.

Zum Schluss: Ein sauberes Kühlschrank-Außenspiel ist oft nur ein kleines Ritual entfernt. Ein bisschen Natron, ein sauberes Tuch und ein Glas sind billiger als teure Neutralisierer und wirken oft ebenso zuverlässig.

Welche Methode hast du schon ausprobiert – Backpulver, Natron oder Aktivkohle? Teile deine Erfahrung unten.