Klempner warnen: Dieses Öl gehört niemals ins Abwasser

Klempner warnen: Dieses Öl gehört niemals ins Abwasser
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Du hast das Bratfett nach dem Kochen schon mal schnell in den Ausguss gekippt? Ich auch — und ich bemerkte sofort den Geruch und die erste kleine Verstopfung eine Woche später. Das ist kein kleiner Fehler: Aus kleinen Fettflecken werden in den Rohren dicke „Fettberge“, die dich richtig Geld kosten können.

Jetzt lesen, weil es schnell geht: Ein paar Euro Aufwand sparen dir spätere Handwerkerrechnungen in zweistelliger oder sogar dreistelliger Höhe. In meiner Praxis, als ich Klempner begleitet habe, sah ich, wie unkomplizierte Entsorgung große Schäden verhindert.

Welches Öl ist das Problem?

Viele übersehen es: Nicht nur Motoröl ist gefährlich — insbesondere Speiseöl und Bratfett gehören nicht in den Abfluss. Dazu zählen:

  • Bratfett und Pflanzenöl (Sonnenblumen-, Rapsöl)
  • Olivenöl, Frittieröl
  • Tierische Fette (Schmalz, ausgelassene Reste)
  • Motor- und Getriebeöl (auch hochgiftig)

Warum aus unserer Perspektive die Küche gefährlicher ist als du denkst

Fette kühlen in den Rohren ab, verklumpen und haften an Innenwänden. Das ist wie Karamell in einer Zuckerrohr-Presse: je mehr dran klebt, desto dicker wird der Klumpen — und irgendwann ist Schluss.

Ich bemerkte in einem Haus in München, dass die Hauptleitung fast vollständig dicht war — Auslöser war ein Haushalt, der regelmäßig gebrauchte Fritteusenreste in den Ausguss goss. Die Reparatur kostete mehrere hundert Euro.

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Wie Fett und Öl den kompletten Kreislauf ruinieren

  • Rohre verstopfen — dadurch müssen oft Mauern aufgestemmt werden.
  • Fettberge in der Kanalisation verursachen Geruchs- und Hygieneprobleme.
  • Städte zahlen für Reinigung und Entsorgung — am Ende höhere Gebühren für alle.
  • Motoröl gelangt ins Grundwasser und ist toxisch für Tiere und Pflanzen.

Was du sofort tun kannst — einfache, praktische Lösungen

Übrigens: Es gibt sehr einfache Wege, das Problem zu umgehen. Kein Öl in den Ausguss ist die Grundregel.

Der 3-Minuten-Trick: So entsorgst du Speiseöl richtig (Schritt-für-Schritt)

  • Abkühlen lassen: Öl oder Fett vollständig abkühlen.
  • Absieben: Reste durch ein feines Sieb oder Küchenpapier filtern.
  • Behälter: In ein altes Glas oder eine Plastikflasche füllen und verschließen.
  • Entsorgen: Entweder zum Wertstoffhof/Altölannahme bringen oder, bei kleinen Mengen, verschlossen in den Restmüll geben (nicht in Biotonne, nicht in Gelbe Tonne).
  • Motoröl: Nie in den Hausmüll — zu Werkstatt, Händler oder kommunaler Altölannahme bringen.

In meiner Praxis funktionierte der Trick so: Ich fülle Öl in eine leere Getränkeflasche, lasse sie einfrieren (geht im Winter schnell auf dem Balkon in vielen Regionen Deutschlands) und bringe die Flasche beim nächsten Besuch zum Wertstoffhof.

Alternative Hacks, wenn es schnell gehen muss

  • Küchenpapier oder Kaffeefilter das Öl aufsaugen und im Restmüll entsorgen.
  • Große Mengen? Sammeln und bei kommunalen Schadstoffsammelstellen (Wertstoffhof/Altölannahme) abgeben.
  • Checks: Auf der Website deiner Stadt (z. B. Stadtreinigung) steht, wo die Sammelstellen sind.

Wo du in Deutschland Öl abgeben kannst

Fast jede Kommune hat eine Lösung: Wertstoffhof, Schadstoffannahme oder temporäre Sammelaktionen. Manche Supermärkte nehmen gebrauchte Speiseöle in bestimmten Aktionen an — prüfe lokale Ankündigungen in deiner Stadt (Berlin, Hamburg, München usw.).

Für Motoröl: Autowerkstätten, Händler oder Recyclinghöfe sind verpflichtet, Altöl anzunehmen. Das ist oft gratis — frag einfach nach.

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Oft gemachte Fehler, die du vermeiden solltest

  • Öl in die Biotonne kippen — zersetzt die gesamte Tonne.
  • Öl in die Gelbe Tonne (Verpackungen) — gehört nicht dazu.
  • Öl mit Putzmitteln mischen und in den Abfluss spülen — macht die Kanalreinigung schwieriger.

Was Klempner dir heimlich raten würden

Ich sprach mit mehreren Installateuren: Ihre Empfehlung ist simpel und praktisch — Vermeide jede Gewohnheit, Öl in den Abfluss zu gießen. Sie sagten: „Einmal umsonst sparen, zahlt man später teuer.“

Kurzfazit

Gieß kein Speise- oder Motoröl ins Abwasser. Sammle es, verschließe es, und bring es zur kommunalen Annahme oder Werkstatt. Ein kleiner Aufwand heute verhindert verstopfte Rohre, eklige Gerüche und hohe Kosten morgen.

Und du: Wie handhabst du gebrauchtes Öl? Hast du einen lokalen Tipp für kostenlose Sammelstellen in deiner Stadt?