Verstopfter Abfluss, übler Geruch oder überraschend teure Handwerkerrechnung? Ich bemerkte bei Recherchen: Fett im Abfluss ist eine der unterschätzten Ursachen. Jetzt, besonders in der kalten Jahreszeit, verfestigt sich das Fett schneller — das Problem wird akut.
Lesen Sie weiter, wenn Sie kein Wochenende mit Schrubben oder einen Anruf beim Klempner für 150–300 € riskieren wollen.
Was passiert, wenn Fett in die Leitung kommt
Frisches Öl fließt wie Wasser. Sobald es abkühlt, wird es fest — und klebt an den Rohrwänden. Dort sammelt es Staub, Haare und Feuchttücher und bildet mit der Zeit harte Ablagerungen.
Man kann sich das vorstellen wie Butter, die in einem engen Rohr aushärtet: Je dicker die Schicht, desto weniger Platz für Wasser — bis nichts mehr durchkommt.
Die Hauptschuldigen
- Bratfett und Speisefette (Bacon, Bratöl)
- Reste von Saucen, Suppen und Dressings
- Kaffeesatz und kleine Essensreste
- Feuchttücher und „spülbare“ Hygieneartikel
- Fett + Papier/Plastik = der gefürchtete Fettberg
Warum heißes Wasser & Spülmittel oft nicht reichen
Viele schütten heißes Wasser oder Spülmittel nach — das löst kurzfristig, schiebt den Fettklumpen aber tiefer ins System. In der Kanalisation kühlt es wieder ab und verfestigt sich an anderer Stelle.

Gießen Sie kein Fett in den Abfluss — Punkt. Das ist die einfachste und effektivste Regel.
Sofortmaßnahmen, die wirklich helfen
- Fett nach dem Kochen in ein hitzebeständiges Gefäß schütten und abkühlen lassen.
- Restfett in einen alten Joghurtbecher oder leere Milchpackung füllen, verschließen und in den Restmüll.
- Spülkorb oder Sieb in den Abfluss legen — das fängt die groben Reste.
- Nicht spülbare Tücher in den Restmüll, nicht ins Klo.
- Monatlich: biologischen Enzymreiniger aus dem Baumarkt (OBI, Hornbach) oder der Drogerie (dm, Rossmann) verwenden.
Ein praktischer Life-Hack (Schritt-für-Schritt)
- Schritt 1: Kühlen lassen — lassen Sie Pfanne oder Schüssel stehen, bis das Fett geliert.
- Schritt 2: Abkratzen — mit Küchenpapier oder Spatel ins Glas/Becher schieben.
- Schritt 3: Einfrieren (optional) — mit wenig Aufwand wird das Fett fest und lässt sich sauber entsorgen.
- Schritt 4: Glas/Becher in den Restmüll — nicht in die Biotonne.
Wenn es schon verstopft ist
Ein kurzer Test: Wenn Wasser sehr langsam abläuft, ist noch Zeit für Hausmittel. Bei komplettem Rückstau rufen Sie den Profi — das spart meist Geld gegenüber halbherzigen Versuchen.
Für leichte Fälle hilft oft ein Saugglocke (Plunger) oder eine Mischung aus Backpulver und Essig, gefolgt von heißem Wasser. Bei hartnäckigen Fettklumpen braucht es mechanische Reinigung oder Hochdruck — und das macht der Klempner.
Was die Gemeinden und Entsorgung sagen (kurz & lokal)
Viele Städte in Deutschland melden regelmäßig Fettansammlungen in Kanälen — gerade in den Wintermonaten. Lokale Entsorger empfehlen das Same-as-above: Fett in den Restmüll, nicht in die Biotonne.

Übrigens: In Supermärkten wie Rewe oder Aldi gibt es preiswerte Auffangbehälter, und in Baumärkten finden Sie Siebe und enzymatische Rohrreiniger für 5–15 €.
Ein kleines Glas mit Fett spart Ihnen hunderte Euro an Rohrreparaturen. Das ist kein Marketing, das ist Mathematik.
Praktische Einkaufsliste (für den Alltag)
- Abflusssieb (Küche & Dusche)
- Alte Gläser oder hitzebeständige Becher zum Sammeln
- Biologischer Enzymreiniger (monatlich anwenden)
- Saugglocke (für Notfälle)
In meiner Praxis beim Recherchieren traf ich Klempner, die dieselben Geschichten erzählt haben: Sofortmaßnahmen + Gewohnheitsänderung helfen am meisten.
Fazit
Fett im Abfluss ist ein schleichender Schaden: Es beginnt mit einem kleinen Tropfen, endet mit einer fetten Rechnung. Vermeiden Sie das Risiko mit einfachen Alltagsregeln: sammeln, kühlen, und in den Restmüll entsorgen.
Und jetzt Sie: Welcher Trick hat bei Ihnen schon eine Verstopfung verhindert — oder welcher Rohr-Albtraum ist Ihnen passiert? Schreiben Sie unten Ihre Geschichte.
