Du reichst nach dem Mehl und findest winzige Flusen oder kleine Raupen? Lebensmittelmotten verderben nicht nur Vorräte, sie fressen auch dein Geld. Ich habe bemerkt, dass viele erst reagieren, wenn der ganze Schrank befallen ist — dabei hilft ein alter Trick, den meine Oma nutzte.
Warum du das jetzt lesen solltest: Mit steigenden Preisen in deutschen Supermärkten (REWE, Edeka, Kaufland) kostet jeder verschwendete Beutel Mehl bares Geld. Plus: In warmen Sommern vermehren sich Motten rasant. Hier erkläre ich, wie Lorbeerblatt wirklich wirkt und wie du es praktisch anwendest.
Warum Lorbeerblatt oft funktioniert — und warum viele es ignorieren
In meiner Küche habe ich Lorbeerblätter gegen Vorratsmotten ausprobiert. Ergebnis: nicht perfekt, aber deutlich weniger Fraßschäden.
- Geruch: Lorbeerblätter geben ätherische Öle ab, die Motten vermeiden.
- Natürlich: Keine Chemie in deinem Mehl — ein Plus, wenn du viel backst.
- Simple Anwendung: Kostet fast nichts, besonders wenn du schon getrocknete Lorbeerblätter zuhause hast.
Was viele übersehen
Viele legen ein Blatt rein und denken, das reicht. Leider tötet Lorbeerblatt keine Eier. Es ist eher ein Abschreckungsmittel — gut für Prävention, weniger effektiv bei bestehendem Befall.

Wie Lebensmittelmotten ticken (kurz und praktisch)
- Motten legen Eier in trockenen Lebensmitteln wie Mehl, Müsli, Nudeln.
- Bei warmen Temperaturen entwickelt sich eine Generation in 4–6 Wochen.
- Sichtbare Larven oder feine Gespinste sind sichere Zeichen für Befall.
Lokaler Kontext für Deutschland
Im Sommer in Deutschland (besonders in Altbauten ohne Klimaanlage) steigt das Risiko. Du findest gute Vorratsgläser günstig bei IKEA oder in Drogerien wie DM und Rossmann. Pheromonfallen gibt’s online oder im Baumarkt (Bauhaus, OBI).
Und jetzt zum wichtigsten Teil: So nutzt du Lorbeerblatt richtig
Das ist kein Wundermittel. Aber kombiniert mit anderen Maßnahmen reduziert es die Chance auf Motten deutlich. Folge diesen Schritten:
- Schritt 1: Prüfe alles — schütte Mehl in eine helle Schüssel. Larven oder Klumpen? Weg damit.
- Schritt 2: Einfrieren: Frisches Mehl 72 Stunden bei mindestens -18°C in den Gefrierschrank legen, um Eier zu töten.
- Schritt 3: Sauber lagern: Mehl in dichte Glas- oder Metallbehälter füllen (IKEA-Glas, 3–10 € im Angebot).
- Schritt 4: Lorbeerblätter platzieren: 2–3 getrocknete Blätter in den Behälter oder zwischen Mehl und Deckel legen.
- Schritt 5: Kontrolle: Alle zwei Wochen nachschauen. Bei erneuter Aktivität Pheromonfallen einsetzen und befallene Ware entsorgen.
Übrigens: Für Reis oder Müsli funktionieren Lorbeerblätter ähnlich. Aber bei starkem Befall hilft nur konsequentes Aussortieren und Reinigen.

Weitere konkrete Tipps, die ich in meiner Küche nutze
- Markiere das Eingangsdatum auf Beuteln — so weißt du, was zuerst verbraucht werden muss.
- Vorratsbehälter regelmäßig auswischen (Essigwasser hilft gegen Gerüche und Rückstände).
- Pheromonfallen in Küchenschränken testen — sie zeigen früh, ob neue Motten da sind.
- Vorräte in kühlen Monaten in Kartons aus dem Keller lagern, im Sommer lieber im Kühlschrank oder tiefkühlen.
Wann du besser entsorgst
Wenn du Larven, Gespinste oder einen muffigen Geruch findest: Weg damit. Das spart dir später viel Ärger — und kostet in Euro oft weniger als die wiederholte Reinigung.
Meine persönliche Bilanz
Ich habe Lorbeerblätter nicht als Allheilmittel erlebt, aber als günstige, einfache Prävention, die in Kombination mit Einfrieren, luftdichten Gläsern und Kontrolle sehr gut funktioniert. Es ist wie ein kleiner, natürlicher Sicherheitsgurt für deinen Vorratsschrank.
Und jetzt die Frage an dich: Hast du Lorbeerblätter gegen Motten benutzt — oder ein anderes Hausmittel, das wirklich hilft?
